Mondphasen-Therapie



Einleitung


Themen:

Der Kreislauf von Aussaat - Wachstum - Erntezeit - Ruhezeit

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Mondphasen 2



Mondphasen-Therapie. Warum ich diesen Artikel so benannt habe, weiß ich selbst nicht so genau. Der Titel kam mir ganz spontan in den Sinn. Es geht jedoch darum, in unserem Leben einen gesunden Rhythmus zu finden. Und vor allem unser Leben zu entschleunigen. Sonst landen wir irgendwo im Straßengraben, fliegen aus der Kurve.


Neumond

Zunehmend

Vollmond

abnehmend

Frühling

Sommer

Herbst

Winter

 

         

 

           

 

           

 

          

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AusSaat

Wachstum

Ernte

Ruhezeit


Der Kreislauf

von Aussaat - Wachstum - Erntezeit - Ruhezeit

Dieser Kreislauf ist ein Prinzip aus der Natur bzw. aus der Landwirtschaft oder der eigene Anbau im Garten (die sich gerne selbst versorgen). Dieses Prinzip mit diesen 4 Phasen können wir ganz gut auf unser geistliches Leben übertragen. Ausführungen dazu lest ihr nach dieser Grafik.

Aussaat: reichlich säen, nicht am Saatgut sparen

Wachstum: der Vater im Himmel und sein Geist kümmern sich darum

Ernte: reichliche Aussaat führt zur reichlicher Ernte

Ruhezeit: innerer Rückzug, pausieren des Geistes



Die AusSaat

Was säen wir? Was ist unser Saatgut? In was investieren wir? Wir investieren in unser Leben, denn das zahlt sich immer aus. Schließlich ist mein Herz der eigentliche Ackerboden.

Vor allem: Auf was säen wir?

Gal 6,8           

Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.

Was brauchen wir, um eine gute Ernte zu erzielen?

Zeit     So wie wir bisher Zeit in unser fleischliches Leben wie Beruf, Hobbies, Beziehungen investiert                    haben,  nehmen wir Zeit, Zeit für die Gemeinschaft mit dem Vater im Himmel.

·         Wir investieren Zeit, z.B. sein Wort in der Bibel zu lesen

·      Wir investieren Zeit, z.B. Seminare zu besuchen, die uns persönlich weiterbringen, uns geistlich wachsen lässt

·      Wir investieren Zeit, z.B. Seelsorge wahrzunehmen

·      Wir investieren Zeit, z.B. in ein professionelles Bibelstudium

Bevor wir säen, müssen wir unseren Ackerboden für das Saatgut vorbereiten. Dazu schauen wir uns die Beschaffenheit des Bodens der jeweiligen Lebensbereiche an.


Der Vierfache Ackerboden

Markus 4,15       

Das aber sind die auf dem Wege: wenn das Wort gesät wird und sie es gehört haben,  kommt sogleich der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät war.

Beim Weg geht’s um den Wandel, den Lebenswandel. Damit der Satan nicht das Wort wegnehmen kann, achten wir täglich darauf. 

Für einen Weg brauchen wir Zeit, z.B. wenn wir von einem Ort zu einem anderen fahren.  Unser Lebenswandel, für einen erfüllten Lebenswandel braucht es einfach seine Zeit, damit alles wachsen und dementsprechend reifen kannst.

Achtsam können wir nur sein, wenn wir bei uns selbst bleiben, zentriert, und uns kon-zentrieren auf das, was gerade vor uns liegt und vor allem uns nicht ablenken lassen von den Verlockungen in der Welt.

 

1 Petrus 5,8       

Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher,  der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.

Markus 4,16       

Desgleichen auch die, bei denen auf felsigen Boden gesät ist: wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf,

 

(17)  aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder  Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so fallen sie sogleich ab.

Lexikon zur Bibel S. 335

In der Bibel ist der Fels das Bild der Stärke (Ps 31,3), des Schutzes und der Sicherheit (Ps 40,3; Jes 32,2, 33,15f). Wegen der Unveränderlichkeit des Felsgesteines bezeichnet die Bibel oftmals Gott als einen Felsen (5 Mo 32,4; Ps 18,3; Jes 26,4).

Normalerweise. Doch hier in diesem Fall: Unser Herzensboden ist im Laufe der Zeit steinhart geworden. Es ist kaum Erde vorhanden. Und die Wurzeln, die wir als Kind in natürlicher Weise noch gehabt haben, weil wir da noch nicht so verstrickt waren in die Verlockungen der Welt, haben sich so sehr verkürzt, daß sie sich auf dem Boden kaum halten können. 

Was können wir tun, wenn wir das erkennen? Zum einen Schicht für Schicht den felsigen Boden abtragen, der wir ein Panzer um unser Herz gelegt ist. Oder vielmehr über den entsprechenden Lebensbereich. Wir öffnen sozusagen eine Grabkammer. Denn wir haben manches vergraben, beerdigt, weil einfach zu viele seelische Verletzungen vorhanden sind.

Wenn wir ein fruchtbares Leben führen wollen, müssen wir uns dem stellen. Daran führt kein Weg vorbei. Doch wir haben einen Vater im Himmel, der uns beisteht, der unsere Seelenwunden wieder heilt und aus unserem Herzen wieder einen fruchtbaren Garten macht.

Nur sein Wort kann helfen. Das Wort des Vaters ist die beste Medizin, für das seelische, wohlgemerkt. Für den Körper benötigen wir Arzneimittel, die wir von außen einnehmen.

o   Weisheit 16,12   Denn es heilte sie weder Kraut noch Pflaster, sondern  dein Wort, Herr, das alles heilt.

o   Hesekiel 36,26  Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch

        geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein                     fleischernes Herz geben.

Steter Tropfen höhlt den Stein Ausdauer führt zum Erfolg; Beharrlichkeit führt zum Ziel; Beständigkeit zahlt sich aus (Redensarten-index)

·         Wir bleiben beharrlich am Hören von und auf das Wort des Vaters im Himmel.

·         Wir bleiben beharrlich an der aktiven Umsetzung seines Wortes

·         Wir stellen uns vor, wir wären ein Baum und stehen fest mit beiden Beinen / Füßen auf der Erde

·         Wir stellen uns vor, von unseren Fußsohlen wachsen die Wurzeln allmählich in die Tiefe

Die Liebe des Vaters im Himmel, die bereits in uns angelegt ist, hat die Kraft, den Felsenboden zu sprengen, um den fruchtbaren Boden, der darunterliegt, wieder freizulegen.

Damit dies geschehen kann, müssen wir uns der Liebe des Vaters im Himmel öffnen. Am Anfang genügt ein winziger Spalt, denn seine Liebe ist sanft und trotzdem stark genug, um den fruchtbaren Boden freizulegen. Je weniger Fels im Laufe der Zeit da sein wird, desto mehr können wir uns öffnen, so daß der Liebesstrom unseres Vaters im Himmel langsam breiter werden kann.

Markus 4,18       

Und andere sind die, bei denen unter die Dornen gesät ist: die hören das Wort                                        19  und die Sorgen der Welt und der betrügerische Reichtum und die Begierden nach allem andern  dringen ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht.

 

Hier wird schon deutlicher. Sorgen sind wie Dornen. Je mehr Sorgen, desto mehr Dornen überwuchern unseren Herzensboden, unsere Lebensbereiche. Wer sich ständig Sorgen macht, der hat kein so großes Vertrauen in das Wirken vom Vater im Himmel.

Wer sich Sorgen macht, der kann nicht loslassen.

Lexikon zur Bibel S. 1094

Sorge ist zunächst ein ängstliches und schmerzliches Vorausdenken ohne die Gewissheit, mit den vorhandenen oder drohenden Schwierigkeiten fertigzuwerden (Ps 13,3; Spr 12,25; Hes 12,18f).

Daneben aber bezeichnet Sorge auch die liebevolle Fürsorge des Starken und Mächtigen für den Schwächeren, der ihm anvertraut oder auf ihn angewiesen ist. In diesem Sinn sorgt Gott und versorgt die Seinen (Neh 9,21; Ps 55,23; 1 Petr 5,7) wie die ganze Schöpfung (Mt 5,45; 6,26.28-30). Darum verbietet er allen, die ihn kennen, sich um Nahrung und Kleidung (Ps 127,2; Mt 6,25-34; Lk 21,34; Ps 40,18), ja den angeklagten Jüngern, sich um die richtige Antwort ängstlich zu sorgen  (Mt 10,19; Lk 12,11).

Auch Paulus mahnt, sich nicht selbst Sorgen zu machen, sondern sich in allen Dingen an den Herrn zu wenden (Phil 4,6f). Denn wer sich seinen Sorgen hingibt, den machen sie taub für das Reden Gottes (Mt 13,22; Mk 4,19; Jes 57,11); er lebt in Wunschträumen und verliert den Blick für die Wirklichkeit (Pred 5,2).

Eine angemessene Sorge aber ist die Sorge um die eigene Sünde, wenn sie zum Bekenntnis führt (Ps 38,19).

Die Fürsorge für andere, besonders für die Familie, soll nicht vernachlässigt werden (1 Tim 5,8.16). Apostel und Älteste tragen Sorge um die Gemeinden (2 Kor 11,28; Phil 2,20; 1 Tim 3,5), und die Gemeinden sorgen für die Menschen, die ihnen dienen (Phil 4,10). Doch auch innerhalb der gebotenen Fürsorge besteht noch die Gefahr, sich mehr um den anderen Menschen zu kümmern als um den Herrn (etwa in der Ehe; 1 Kor 7,32-34), und über der Sorge für andere das Hören auf Gott und das Fragen nach seinem Willen zu vergessen (LK 10,41).

Darum das Gebot:

 1 Petrus 5,7       Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch

Dieses Gebot sagt schon alles. Wir händigen unsere Sorgen dem Vater im Himmel aus, und beenden unser Vorausdenken ein für alle Mal. Wobei das wiederum ein Prozeß ist, von heute auf morgen geht’s natürlich nicht. Unser Vorausdenken ist zur Gewohnheit geworden, und Rückfälle gehören zum Leben dazu. Trotzdem gilt es beharrlich dranzubleiben, bis wir frei sind vom Vorausdenken und wir genügend Vertrauen haben in die Versorgungsweise unseres Vaters im Himmel.

Markus 4,20       Diese aber sind's, bei denen auf gutes Land gesät ist: die hören das Wort und nehmen's an und  bringen Frucht, einige dreißigfach und einige sechzigfach und einige hundertfach.

Das Wort ist das Wort des Vaters im Himmel

Die Frucht ist die Frucht des Geistes

Gal 5,22               Die Frucht des Geistes ist Liebe,…..

Die Frucht ist die höchste Entwicklungsstufe. Aus uns selbst können wir keine Liebe, keine Freude usw.  entwickeln, zumindest nicht die beständige.  Denn es braucht eine Kraft, damit diese sich entfalten kann. Und diese Kraft ist der Geist des Vaters im Himmel. Und diese Kraft entfaltet seine größte Wirkung, wenn wir uns vollständig geöffnet haben.

Unser Herz, bzw. wir kommen zur Entfaltung, wir blühen auf, wie im Frühling, wo alles zu blühen beginnt. 

5 Mose 8,7-9

(7) Denn der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Brunnen und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen fließen,

(8) ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel wachsen, ein Land, darin es Ölbäum und Honig gibt,

 

(9) ein Land, wo du Brot genug zu essen hast, wo dir nichts mangelt, ein Land, in dessen Steinen Eisen ist, wo du Kupfererz aus den Bergen haust.


Das Wachstum

Hier geht’s nicht so sehr um das quantitative, mengenmäßige Wachstum, sondern wir wollen daran arbeiten, qualitätsmäßig zu wachsen.

Was muß wachsen / wer muß wachsen?

Joh 3,30               Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen.

Hier ist von Jesus die Rede, der bzw. dessen Geist in uns wachsen muß.  Als Konsequenz müssen wir uns zurücknehmen.  Auch Jesus ist gewachsen im Geist.

Lk 1,80   Und das Kindlein wuchs und wurde stark im Geist. Und er war in der Wüste bis zu dem Tag, an  dem er vor das Volk Israel treten sollte.

Er wurde stark im Geist. Auch wir werden stark im Geist. Aber das Wachstum können wir nicht beschleunigen. Es ist wiederum der Geist des Vaters im Himmel, der sich darum kümmert.

2 Kor 9,10    Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren  und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.

Der Sämann ist der Vater im Himmel, der uns den Samen gibt und uns sogar auffordert, daß wir selbst säen sollen.

Hosea 10,12       Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe!  Pflüget ein Neues solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch  regnen läßt!

                  13       Ihr aber  pflügt Böses und erntet Übeltat und esset Lügenfrüchte. Weil du dich nun verläßt auf deinen Weg und auf die Menge deiner Helden,

Und er sorgt für Wachstum > Markus 4,26-29

Vom Wachsen der Saat

Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft

(27)und schläft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst - er weiß nicht, wie.

(28)Denn von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre.

(29)Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.

Alles wächst von alleine durch seine geheimnisvolle Kraft. Was tun wir während dieser Zeit?:

Ganz normal unseren Alltag weiterleben und die Gemeinschaft mit dem Vater im Himmel weiterpflegen


Die Ernte

Lexikon zur Bibel S. 304

Gott gewährt die Ernte treulich und jährlich (Jer 5,24), wie er nach der Sintflut im Bund mit Noah verheißen hat  (1 Mo 8,22). Sein Segen gibt das rechte Wetter, Früh- und Spätregen zu guter und reicher Ernte (3 Mo 26,3-5; 5 Mo 11,13-15; Ps 65,10-14).

Der Erntesegen des Herrn gilt allen und schließt niemanden aus. Darum ist das völlige Abernten und die Nachlese verboten zugunsten der Armen, der Fremdlinge, der Witwen und Waisen (3 Mo 19,9f; 5 Mo 24,19-22).

Saat und Ernte sind ein Grundgesetz auch geistlichen Wirkens. Daraus ergibt sich die ernste Frage nach der Frucht (Jes 5,1-7; Lk 13,6).

Was der Mensch sät, wird er ernten im Guten oder im Bösen (Hiob 4,8; Spr 22,8; Hos 10,12f):            

 vom Fleisch kommt Verderben, vom Geist ewiges Leben (Gal 6,7-9)

Auch im Maß, kärglich oder reichlich, entsprechen sich Säen und Ernten (2 Kor 9,6). Und wer Geistliches sät (1 Kor 9,11) erhält zugleich, was er braucht.

Alles Säen jedoch ist mit Sterben verbunden; erst dadurch kann es Frucht bringen (Joh 12,24).


Die Ruhezeit

Lexikon zur Bibel S. 982

Ruhe, ruhen – bezeichnet den Zustand nach beendigtem Werk. So wird das zum ersten Mal in der Bibel gebraucht (1 Mo 2,2) und so wird es am Ziel wieder sein (Offb 14,13).

Wahre Ruhe bedeutet Gemeinschaft mit Gott und setzt die Einhaltung seiner Ordnungen voraus.

Die am Ende der Schöpfung stehende Ruhe war durch den Sündenfall zerstört. Die Unruhe herrscht von nun an (Hiob 7,1; 14,1) und zeigt sich in verschiedenen Formen.

Infolge der Sünde muß der Mensch nun seinen Lebensunterhalt mit Mühe erarbeiten (1 Mo 3,17-19; 4,12) und sucht seine Existenz durch Häufung von Gütern zu sichern (Ps 39,7; Lk 12,19), statt von Gottes Gaben in Ruhe zu leben (Pred 4,6; Mt 6,26ff)

Dazu kommt die Unruhe durch die Bosheit der Menschen ( Ps 55,17-23; Spr 30,21-23; Jak 3,8). Besondere Herde der Unruhe sind Menschen, die von bösen Geistern umgetrieben werden (Mt 12,43-45; Mk 5,4). Auch die Völkerwelt kennt keine Ruhe und ist durch „Krieg und Kriegsgeschrei“ erfüllt bis zum Ende (Mk 13,7).

Wahre Ruhe bedeutet Gemeinschaft mit Gott und setzt die Einhaltung seiner Ordnungen voraus.

So heißt es im Lexikon zur Bibel.  GEMEINSCHAFT mit dem Vater im Himmel! Dann kommen wir auch zur echten Ruhe.


Fortsetzung

Mondphasen 2 - Umsetzung in Praxis


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