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Herzeleid > Episoden: Kurzüberblick  und Ursachen

Der Segen von Jakob (ergänzt mit dem Segen von Mose)

Die Söhne Lea's: Ruben / Simeon / Levi / Juda / Sebulon / Issachar



Jakob’s Kinder

1 Mose 29,31-1 Mose 30,24

Einleitung

Jakob’s Kinder. Wer sich in der Bibel auskennt, auch er wird nicht vor Herzeleid verschont. Die Eifersüchteleien ihrer Mütter, besonders die zwischen Rachel und Lea setzen sich unter den Brüdern fort.  Verschiedene „Schandtaten“ von mehreren Söhnen mußte er miterleben.  

Sein Ältester, geboren von seiner Geliebten Ehefrau hält er zunächst für tot, von wilden Tieren zerrissen. Sein Jüngster, ebenso von Rachel geboren, muß zum Austausch gegen einen anderen Sohn nach Ägypten ziehen. Trotzdem gibt es ein Happy End.

Doch erst einmal verschaffen wir uns einen Überblick über seine Söhne und ihre jeweiligen Mütter, in der Reihenfolge, wie sie geboren wurden:

Sohn Nr.

Name

Mutter

Aussage zum Namen und Geburt

Bibelstelle

1

Reuven (Ruben)

Lea

JHWH hat angesehen mein Elend , nun wird mich mein Mann liebhaben

1 Mose 29,32

2

Schimeon (Simeon)

Lea

JHWH hat gehört, daß ich ungeliebt bin und hat mir diesen auch gegeben

1 Mose 29,33

3

Levi

Lea

Nun wird mein Mann mir doch zugetan sein, denn ich habe ihm 3 Söhne geboren

1 Mose 29,34

4

Jehuda (Juda)

Lea

Nun will ich dem Herrn danken.

1 Mose 29,35

5

Dan

Bilha

Gott hat mir Recht verschafft und mir einen Sohn gegeben

1 Mose 30,6

6

Naftali

Bilha

Über alle Maßen habe ich gekämpft mit meiner Schwester, und ich habe gesiegt

1 Mose 30,8

7

Gad

Silpa

Glück zu

1 Mose 30,11

8

Ascher (Asser)

Silpa

Wohl mir, denn mich werden selig preisen die Töchter

1 Mose 30,13

9

Jissachar (Issachar)

Lea

Gott hat mir gelohnt, daß ich meine Magd meinem Manne gegeben habe

1 Mose 30,18

10

Sebulun

Lea

Gott hat mich reich beschenkt; nun wird mein Mann doch bei mir bleiben, denn ich habe ihm 6 Söhne geboren

1 Mose 30,20

11

Josef

Rahel

Gott hat meine Schmach von mir genommen

1 Mose 30,23

12

Benjamin

Rahel

 

1 Mose 35,16-19

Jakob’s Kinder. Auch sie sind Teil unseres komplexen und zuweilen komplizierten Innenlebens.


Die Herzeleid-Episoden

im Kurzüberblick:

Dina

Zu seinen Söhnen zählt auch noch eine Tochter. Ihr Name Dina. Von ihr lesen wir nur noch in 1 Mose 34

Lexikon zur Bibel S. 244 über Dina

 

„Rechtsstreit“, Tochter Jakobs von Lea.  Der Hiwiter Sichem, der Sohn Hamors, verführt sie und möchte sie heiraten. Die Jakobssöhne gehen zunächst darauf ein, dann aber betrügen ihre Brüder Simeon und Levi  die Bewohner der Stadt, bringen „alles, was männlich war“ , um und holen ihre Schwester zurück.  Jakob beteiligt sich nicht an ihrem Überfall und tadelt seine Söhne (1 Mose 34); noch am Ende seines Lebens verurteilt er ihren Zorn (1 Mose 49,5-7). Dina bleibt anscheinend unverheiratet und zieht mit Jakob nach Ägypten (1 Mo 46,15).

Ruben

hat sich auch nicht wie ein Mustersohn verhalten:

 

1 Mose 35,22     Und es begab sich, als Israel im Lande wohnte, ging Ruben hin und legte sich zu Bilha, seines Vaters                                  Nebenfrau. Und das kam vor Israel.

Simeon und Levi

üben Rache aus für die Schandtat an ihrer Schwester Dina

1 Mose 34,25     Aber am dritten Tage, als sie Schmerzen hatten, nahmen die azwei Söhne Jakobs Simeon und Levi, die Brüder der Dina, ein jeder sein Schwert und überfielen die friedliche Stadt und erschlugen alles, was männlich war,                                 
a) Kap 49,5-7
26 und erschlugen auch Hamor und seinen Sohn Sichem mit der Schärfe des Schwerts und nahmen ihre Schwester Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon.
27 Da kamen die Söhne Jakobs über die Erschlagenen und plünderten die Stadt, weil man ihre Schwester geschändet hatte,
28 und nahmen ihre Schafe, Rinder, Esel und was in der Stadt und auf dem Felde war
29 und alle ihre Habe; alle Kinder und Frauen führten sie gefangen hinweg und plünderten alles, was in den Häusern war.
30 Aber Jakob sprach zu Simeon und Levi: Ihr habt mich ins Unglück gestürzt und in Verruf gebracht bei den Bewohnern dieses Landes, den Kanaanitern und Perisitern, und ich habe nur wenige Leute. Wenn sie sich nun gegen mich versammeln, werden sie mich erschlagen. So werde ich vertilgt samt meinem Hause.
31 Sie antworteten aber: Durfte er denn an unserer Schwester wie an einer Hure handeln?

Juda

und seine Brüder wollen Josef zunächst umbringen. Zumindest Ruben,der älteste Sohn, wollte ihn retten. Daraufhin verkaufen sie ihn nach Ägypten, während Ruben abwesend war. 

1 Mose 37,18     Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe er nahe zu ihnen kam, machten sie einen  Anschlag, dass sie ihn töteten,                                   
                    19     und sprachen untereinander: Seht, der Träumer kommt daher!
                    20     So kommt nun und lasst uns ihn töten und in eine Grube werfen und sagen, ein böses Tier habe ihn gefressen; so wird man sehen,                            was seine Träume sind.
                     21   Als das Ruben hörte, wollte er ihn aus ihren Händen erretten und sprach: Lasst uns ihn nicht töten!
                     22   Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergießt nicht Blut, sondern werft ihn in die Grube hier in der Wüste und legt die Hand nicht                            an ihn! Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten und ihn seinem Vater wiederbringen.

Juda schwängert unwissentlich seine Schwiegertochter

1 Mose 38   Tamar, die Schwiegertochter. Nachdem der erste Sohn Judas sie nicht schwängern wollte und dessen                              Bruder ebensowenig seine Pflicht erfüllen wollte, griff Tamar zu  einer List, um doch noch Kinder zu                                  gebären 

Ob letzteres zum Herzeleid von Jakob gezählt werden kann, das ist gut möglich. Vor allem, als die Söhne Judas sich weigerten mit Tamar Kinder zu zeugen. So ein  Verhalten geht auch an einem Jakob nicht spurlos vorbei.

Die 4 ältesten Söhne Lea’s sind es, die das Herzeleid bei ihrem Vater Jakob auslösen. Von den anderen Söhnen hören bzw. lesen wir nichts. Und dennoch können wir auch hier von jedem einzelnen etwas für unser Leben mitnehmen. Ein bißchen von einem Simeon, Juda, Levi oder von den anderen Kindern Jakobs steckt auch in uns.

Wer von meinen Lesern in der Position von Eltern ist, seid getrost. Die Bibel kennt den Schmerz um die Kinder, die sich nicht so verhalten (wollen), wie die Eltern es eigentlich erwarten.  Ihr steht also nicht alleine da.


Ursachen für das Herzeleid

4 Söhne sind es hauptsächlich, die ihm das Herzeleid bereiten. Und es sind die 4 ältesten Söhne von Lea, der ungeliebten Ehefrau.  Entsprechend fällt auch der Segen von Jakob für diese aus.  Wir schauen uns das an, was wir für uns selbst mitnehmen können bzw. worin wir uns wiederfinden.  Zuweilen geht’s uns ja genauso wie diesen Personen in der Bibel.


Die Söhne von Lea

Ruben / Simeon / Levi / Juda / Issachar / Sebulon


Ruben

Warum tun Kinder ihren Eltern dies und jenes an? Was geht in uns vor? Was hat Ruben „geritten“, mit der Magd seiner Tante Rachel zu schlafen. Wobei es auch sein könnte, daß er sie vergewaltigt haben könnte. Bilha wurde zur Nebenfrau, als für Jakob zwei Söhne gebar. 

Die Konsequenz für Ruben, er war ja der Erstgeborene, lesen wir in:

 

1 Mose 49,3       Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft und der Erstling meiner Stärke, der Oberste in der Würde und der Oberste in der Macht.a                    
a) Kap 29,32; 5.Mose 21,17
4 Weil du aufwalltest wie Wasser, sollst du nicht der Oberste sein; denn adu bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bett entweiht, das du bestiegst.
a) Kap 35,22

Ergänzend dazu der Segen von Mose:

5 Mose 33,6 Ruben lebe und sterbe nicht; seine Mannschaft gewinne an Zahl!

Auch wird er nicht leer ausgehen, wenn es um das Erben geht:

Vom Recht des Erstgeborenen

5 Mose 21,15     Wenn jemand zwei Frauen hat, eine, die er lieb hat, und eine, die er nicht lieb hat, und beide ihm Kinder gebären, die Frau, die er                             lieb hat, und die ungeliebte, und ader Erstgeborene ist von der ungeliebten Frau        
                                 a) 1.Mose 29,30-32
                             16
und die Zeit kommt, dass er seinen Söhnen das Erbe austeile, so kann er nicht den Sohn der Frau, die er lieb hat, zum                                            erstgeborenen Sohn   machen vor dem erstgeborenen Sohn der ungeliebten;
                            17 sondern er soll den Sohn der ungeliebten Frau als den ersten Sohn anerkennen und ihm zwei Teile geben von allem, was                                         vorhanden ist; denn dieser ist der aErstling seiner Kraft, und sein ist das Recht der Erstgeburt.
                               a) 1.Mose 49,3

Aufwallen wie Wasser

Erst einmal zum Ausdruck „aufwallen wie Wasser“. Was ist aufwallen? Diesen Begriff kennt heute von uns wohl keiner mehr. Passende Synonyme hierzu sind:  kochen, aufkochen,  sieden.  Und das Wasser: unsere Gefühle und Emotionen bringen wir mit Wasser in Verbindung.   Unsere Emotionen sind wie Wasser. 

Sind wir gelassen und entspannt, dann ist unser See ruhig und die Oberfläche glatt.  Brodelt es etwas weiter unten in der Tiefe, kommt die Wasseroberfläche in Bewegung. Es bilden sich Wellen. Und Wellen und Wallen hängen zusammen. 

Und jetzt liegt es an dir, an mir, ob wir das Wasser, also unsere Emotionen weiter brodeln lassen oder einen Weg finden, daß die See, die Wasseroberfläche wieder glatt wird. Da wir es allein nicht schaffen, den Sturm, den Orkan in uns zu beruhigen, benötigen wir Jesus, oder vertreten durch den Heiligen Geist.  

In der Bibel habe ich 3 Varianten gefunden, wie unser aufgewühltes Inneres wieder zur Ruhe kommen kann: 

Jesus auf dem See

(Mt 14,22-33; Mk 6,45-52)
Johannes 6,16   Am Abend aber gingen seine Jünger hinab an den See,                                                                                                               17    stiegen in ein Boot und fuhren über den See nach Kapernaum. Und es war schon finster geworden                                                             und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen.                            
                       18    Und der See wurde aufgewühlt von einem starken Wind.                                                               
                       19   Als sie nun etwa eine Stunde gerudert hatten, sahen sie Jesus auf dem See gehen und nahe an das                                      Boot kommen; und sie fürchteten sich.
                      20    Er aber sprach zu ihnen: Ich bin's; fürchtet euch nicht!
                      21    Da wollten sie ihn ins Boot nehmen; und sogleich war das Boot am Land, wohin sie fahren wollten.

In diesem Bibeltext sind wir ohne Jesus auf dem Wasser mit unserem Leben unterwegs. Das Boot ist das Bild für unser Leben.  Unsere in Bewegung geratenen Gefühle sind das aufgewühlte Wasser.  Hier ist es die Angst, die uns innerlich aufwühlt. Doch das ist nicht ganz so relevant. Schließlich befinden sich in uns genug weitere Gefühlsarten, die in Wallung geraten. Dieses Aufgewühlt sein kann uns vielleicht sogar Angst machen, wenn wir nicht gelernt haben, angemessen damit umzugehen. 

Bei dieser ersten Variante sind wir zunächst alleine. Und wenn wir Jesus noch nicht richtig kennen, dann macht das uns auch erst einmal Angst, ihn so über das Wasser laufen zu sehen, weil wir so etwas nicht kennen. Doch auch für uns ist es möglich, auf dem Wasser zu gehen – im übertragenen, bildlichen Sinne. Petrus hat uns das vorgemacht. 

Er ist aus dem Boot gestiegen, aus seinem „gewohnten“ Leben. 

Matthäus 14,25   Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem See.
                               26
Und als ihn die Jünger sahen auf dem See gehen, erschraken sie und riefen: aEs  ist ein Gespenst!, und schrien vor Furcht.
                                   a) Lk 24,37
                               27 Aber sogleich redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht!
                               28
Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir  zu  kommen auf dem Wasser.
                               29
Und er sprach: Komm her! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.
                               30 Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, hilf mir!
                               31 Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?

Das wichtigste dabei: Jesus fest im Blick haben. Schauen wir auf die Dinge im Leben, die uns so gerne ablenken wie das, was in der Welt so geschieht, sei es Politik, Naturkatastrophen, Kriege und Terror, so versinken wir schnell.

Doch unser Vater im Himmel hat zu Abraham gesagt: „Fürchte dich nicht“. Diesen Satz hat er oft genug wiederholt. Dazu habe ich bereits ein Arbeitsblatt zum Downloaden und Ausdrucken bei den Arbeitsblättern eingestellt. Da trägst du ganz einfach deinen eigenen Namen ein. Und wenn du magst, schreibst du dir aktuelle Situationen hinzu, wo du einfach diesen Zuspruch brauchst.

Die Stillung des Sturms

(Mk 4,35-41; Lk 8,22-25)
Matthäus 8,23     
Und er stieg in das Boot und seine Jünger folgten ihm.
                               24
Und siehe, da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, sodass auch das Boot von Wellen zugedeckt wurde. Er aber                                        schlief.
                               25 Und sie traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf, wir kommen um!
                               26 Da sagt er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stand auf und bedrohte den Wind und das Meer.                                Da wurde es ganz stille.a
                               a) Ps 89,10; Apg 27,22.34
                               27
Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das für ein Mann,  dass ihm Wind und Meer gehorsam sind?

Die dritte Variante:  Jesus ist bereits mit uns in unserem / deinem / meinem Leben. Wobei es mir doch bei Erstellen dieses Artikels auffällt, daß dies 3 Stufen sind. Die erste, da sind wir ohne Jesus. Die zweite Stufe, da sind wir zwar noch ohne Jesus, doch als er kommt, trauen wir uns auf das Wasser. 

Die dritte Stufe: Jesus ist Teil unseres Lebens. Nur diesmal kommt er nicht über das Wasser. Er sitzt bereits mit ihm. Doch warum schläft er? Wenn das Boot mit unserem Leben gleichzusetzen ist, warum schläft er? Uns wäre doch ein Jesus lieber, der wach ist, und gleich den aufkommenden Sturm stillen könnte. Mit Sturm ist gemeint, unsere Ängste, und jedes weitere Gefühl, das in uns tobt. 

Ich gebe selbst zu, wenn es in mir tobt und stürmt, da wollte ich mich an die Menschen klammern. Das ist auf den ersten Blick erst einmal logisch. Im sichtbaren Bereich können wir uns an einer Person festhalten.  Oder ihm bzw. ihr in die Augen schauen. Dadurch daß Jesus, der Vater im Himmel und der Heilige Geist „unsichtbar“ in uns leben, wird es schon um einiges schwieriger. 

Und trotzdem können wir den Sturm in uns selbst stillen. Es hat mit Glauben zu tun, mit dem Vertrauen. Mit ‚kleingläubig‘ werden all jene bezeichnet, die ein verzagtes und zweifelndes Herz besitzen.  

Worum geht’s beim Glauben eigentlich? Wer einen festen Glauben besitzt, vertraut mit einem festen und unverzagten Herzen darauf, daß dem Vater im Himmel alles möglich ist. Und nicht nur das. Wer zu seinem Königreich gehört, bekommt die Vollmacht, u. a. auch solche Stürme in seiner Seele  zu stillen. 

Anmerken möchte ich hier, daß das ein langer Prozeß ist. Noch besser als Wind und Meer zu bedrohen, so wie es Jesus getan hat.  Er hat es uns vorgelebt: Jesus ist einfach gelassen geblieben und hat Ruhe ausgestrahlt.  Aus eigener Kraft schaffen wir es nicht,  in uns selbst gelassener und ruhiger zu werden. Dazu säen wir die Ruhesamen unseres Vaters im Himmel aus, und das reichlich im Übermaß. Wir überlassen ihm das Wachstum. Unsere Ernte ist dann beim nächsten Mal, die inneren Stürme auszuhalten und bei uns selbst zu bleiben, d. h. innerlich an seinem Platz zu bleiben anstatt sich in Bewegung zu setzen und aus sich herauszugehen.

Dies hätte Ruben tun sollen, damit das heftige Verlangen in ihm abebbt. Und dennoch, wohl Jahre später zeigt er sogar ein völlig anderes Verhalten:

Wiedergutmachung

Ruben ist der erste Sohn der Ungeliebten. Der erste Sohn der Geliebten ist Josef.  Und obwohl Josef der Sohn der Geliebten ist, versucht er zu  verhindern, daß dieser von seinen Brüdern getötet wird. 

Fragenblock > Ruben / Aufwallen

·         Läßt du dich von deinen Gefühlen hinreißen zu etwas, was hinterher nicht in Ordnung war?

·     Bist du durch Begehrlichkeiten in eine Situation geraten, aus der nur schwerlich herauszukommen war?

·     Gab es Situationen, in denen du es geschafft hast, gelassen zu bleiben und den Stürmen in dir nicht  nachzugeben?

·     Welche Lebensbereiche enthalten noch Sturmgebiete, die der endgültigen Ruhe bedürfen?

·     Welche Lebensbereiche sind schon in die Ruhe und Gelassenheit gekommen?


Simeon und Levi

1 Mose 49,5       aDie Brüder Simeon und Levi, ihre Schwerter sind mörderische Waffen.
                                   a) (5-7) Kap 34,25
                   6        Meine Seele komme nicht in ihren Rat, und mein Herz sei nicht in ihrer Versammlung; denn in ihrem Zorn haben sie Männer                                    gemordet, und in ihrem Mutwillen haben sie Stiere gelähmt.
                  7        Verflucht sei ihr Zorn, dass er so heftig ist, und ihr Grimm, dass er so grausam ist. Ich will sie versprengen in Jakob und                                             zerstreuen in Israel.a
                                 a) Jos 19,1-9; 21,1-42

Was lesen wir hier? Was entnehmen wir dieser Bibelstelle? Schwerter als mörderische Waffen. Dieser Ausdruck bezieht sich auf ihre Handlung in 1 Mose 34

1 Mose 34,25     Aber am dritten Tage, als sie Schmerzen hatten, nahmen die azwei Söhne Jakobs    Simeon und Levi,         die                  Brüder der Dina, ein jeder sein Schwert und überfielen die    friedliche Stadt und erschlugen alles,         was                      männlich war,                        
           a) Kap 49,5-7

                      26 und erschlugen auch Hamor und seinen Sohn Sichem mit der Schärfe des Schwerts und nahmen ihre Schwester Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon.
 27 Da kamen die Söhne Jakobs über die Erschlagenen und plünderten die Stadt, weil man ihre Schwester geschändet hatte,
28 und nahmen ihre Schafe, Rinder, Esel und was in der Stadt und auf dem Felde war
29 und alle ihre Habe; alle Kinder und Frauen führten sie gefangen hinweg und plünderten alles, was in den Häusern war.
30 Aber Jakob sprach zu Simeon und Levi: Ihr habt mich ins Unglück gestürzt und in Verruf gebracht bei den Bewohnern dieses Landes, den Kanaanitern und Perisitern, und ich habe nur wenige Leute. Wenn sie sich nun gegen mich versammeln, werden sie mich erschlagen. So werde ich vertilgt samt meinem Hause.
31 Sie antworteten aber: Durfte er denn an unserer Schwester wie an einer Hure handeln?

5 Mose 33,8       Und über Levi sprach er: Deine Lose »Licht und Recht« sollen bleiben bei deinem  Getreuen, den du bversucht hast zu Massa, für den du gestritten hast am Haderwasser,
 9 der avon seinem Vater und von seiner Mutter spricht: »Ich sehe ihn nicht«, und  von seinem Bruder: »Ich kenne ihn nicht«, und von seinem Sohn: »Ich weiß nichts von ihm«. Die hüten dein Wort und bewahren deinen Bund;
10 sie lehren Jakob deine Rechte und Israel dein Gesetz; sie bringen Räucherwerk vor dein Angesicht und Ganzopfer auf deinen Altar.
11 HERR, segne seine Macht und lass dir gefallen die Werke seiner Hände! Zerschlage den Rücken derer, die sich wider ihn auflehnen, und derer, die ihn hassen, dass sie nicht aufkommen!

Nur für Simeon scheint es keine gesonderten Segen von Mose zu geben.

Doch zunächst einmal zu den „Schwertern“. Ja, das sind durchaus tödliche Waffen.  Ebenso verhält es sich mit unserer Zunge. Mehr dazu findet ihr im Artikel „Länder-Völker-Sprachen“.  Wie unsere Zunge ist, so ist auch unsere Sprache. Auf dieser können sich einige Völker tummeln:  ein Volk der List, das Volk der Lügen, aber auch ein Volk der Gerechtigkeit und ein Volk, das Heilung bringt. 

Die Völker sind unsere Gedanken, die die entsprechenden Worte hervorbringen. Beide Seiten sind in uns. Und je nachdem, welcher Seite du mehr Gewicht bzw. Raum gibst, kommt diese entsprechend in der sichtbaren Welt zum tragen. Neigst du mehr zur „negativen“ Seite, so zieht es dich auch immer mehr in das Reich in der Finsternis. Entscheidest du dich für die „positive, helle“ Seite, wächst das Licht und die Liebe des Vaters im Himmel in dir. 

Die Schwerter. Apostel Paulus greift das Schwert in Epheser 6 und legt uns ans Herz, die geistliche Waffenrüstung anzuziehen und zu tragen. Das Schwert ist Teil davon, dabei geht’s um das Schwert des Geistes, das das Wort des Vaters im Himmel. Und dieses hat wirklich Kraft. 

Das merke ich an mir selbst. Denn als ich das Thema Mond und seine Phasen innerhalb ‚der Schöpfungswoche 3‘ näher untersucht hatte, bin ich durch die reichliche Aussaat von Ruhesamen zu erheblich mehr Ruhe, Entspannung und Gelassenheit gekommen.  

In diesem Zustand gelingt es mir besser, auf den richtigen Zeitpunkt zu warten und nicht sofort loszuspringen, wie ich es früher getan hatte.  Es gelingt mir auch, anstehende Vorhaben besser reifen zu lassen.  Als Beispiel nenne ich hier meinen Beitritt auf Facebook. Ich habe solange damit gewartet, bis mein Neffe dafür Zeit hatte, mir beim Registrieren zu helfen.

Das Handeln von Simeon und Levi soll uns eine Warnung sein. Mit unserer Zunge achtsam umgehen, vor allem, wenn wir mit anderen Menschen über diverse Personen sprechen. Schnell sind wir beim Verleumden und Rache schwören.  Wenn ihr schon mit anderen zusammenkommt, dann achtet darauf und redet gute Dinge über diese oder jene Person. Laßt ab davon, alle und jeden über einen Kamm zu scheren. Dazu gehört auch, einen jeden in eine bestimmte ‚gedankliche‘ Schublade zu stecken. Du selbst willst das ja auch nicht, oder?

Denn unser Vater im Himmel sieht das Herz an, und nicht auf das äußere der Person. Du möchtest das doch ebenso, daß dein Umfeld dein Herz, d. h. dich als ganze Person ansieht, nicht wahr? Niemand mag es, auf bestimmte Merkmale oder Fähigkeiten reduziert zu werden. In jedem von steckt viel mehr. Unser Umfeld nimmt leider nur einen kleinen Teil von uns wahr. Ich wünsche mir daher, daß wir alle die Sichtweise unseres Vaters im Himmel zueigen machen können und dadurch auch die Agape-Liebe in uns zur vollen Entfaltung bringen können.

Seinen Bruder in Gedanken töten, davon redet auch Jesus, wenn auch in anderen Worten – s. Matthäus 5,22. Versöhnung mit seinem Bruder, seinem Nächsten ist das Gebot der Stunde. Das gilt auch mit mir selbst. Denn ich bin mir selbst der Nächste.

Und was meint Jakob damit ‚Stiere lähmen‘? Wir nehmen hier die Internet-Seite  „traumdeuter.ch“ zu Hilfe und erfahren:

Ein Stier im Traum stellt das männliche Prinzip und Fruchtbarkeit dar. Es kann auch auf die Art hindeuten, wie der Träumende mit männlicher Sexualität umgeht. Stier symbolisiert ausgeprägte Männlichkeit und sexuelle Potenz, im weiteren Sinne Energie, Tatkraft und Durchsetzungsvermögen.

Somit wird dieser Ausdruck im Zusammenhang mit der Vergeltung für ihre Schwester Dina klar. Simon und Levi beraubten Hamor seiner sexuellen männlichen Sexualität, seiner männlichen Kraft.

Da wir wie gewohnt bei uns selbst ansetzen, können wir uns selbst der inneren männlichen Kraft berauben, und dann so aus dem seelischen Gleichgewicht fallen. Wenn der männliche Anteil in uns nicht mehr so funktioniert wie er sollte, dann dominiert folglich immer mehr unser weiblicher Anteil.

Der Zorn der beiden.  Was der Zorn ausrichten kann, wenn wir diesem freien Lauf lassen, das sehen wir ja schon bei Kain und Abel. Wenn wir nicht darüber reden, über das, was uns bewegt, entwickelt sich der Zorn zu einem Vulkan, der unvermittelt ausbricht. Das hat in der Regel fatale Folgen. Kain erschlägt seinen Bruder mit einem Stein, die Brüder Simeon und Levi üben mit dem Schwert Vergeltung an Hamor für ihre Schwester Dina.

Bei Kain war es Eifersucht auf seinen Bruder Abel. Die Brüder Simeon und Levi dagegen nehmen es in die Hand, selbst Strafe auszuüben. Das ist ein gewaltiger  Unterschied.  Rache / Vergeltung üben. Sind wir dazu berechtigt, unserem Zorn freien Lauf zu lassen? Die Folgen hat ihr Vater Jakob klar beschrieben: Sie werden verstreut unter die anderen Stämme.

Auf uns übertragen heißt das: So wie wir im Äußeren alles kurz und klein schlagen, so zerteilen wir uns selbst. Wir versuchen, uns selbst zu zerstören, und das allein ist schon fatal genug. Den äußeren Schaden wie zerstörtes Mobiliar läßt sich leicht wieder gut machen. Der Zorn nach außen kann zwar auch verbrannte Erde hinterlassen. Dennoch weit schlimmer sind die Folgen für uns selbst. Was geschieht denn eigentlich? Wir sind wie bereits erwähnt selbst zerteilt bzw. verstreut. 

Unsere Anteile sind verstreut. Was aber unserer Umwelt im Prinzip völlig egal. Und zu guter Letzt hat sich an dem Auslöser unserer Rache nichts geändert. Zorn kann keine seelischen Verletzungen heilen. Diese Energie, die wir in den Zorn hineinlegen, sollten wir in eine andere Richtung lenken. Eine gute Idee, und die im Augenblick des Rachegedankens erst einmal schwer umzusetzen ist. 

Daher gilt es, wachsam zu sein und auf unsere Emotionen zu achten. Vor allem darauf achten, daß der Zorn nicht wächst und somit aus unserer Kontrolle gerät. Es ist immer gut, das Gefühl, die Emotion wahrzunehmen und anzunehmen. Vor allen Dingen zu integrieren, gerade all jene Emotionen, die unsere Umwelt ablehnt. Jedes Gefühl, jede Emotion ist Teil von uns. Ohne diese wären wir Zombies. Oder eher Roboter. 

Durch die Integration kommt im Falle Simeons und Levis der Zorn an seinen Platz. Und wir sind wieder bei uns selbst. Obwohl das, was den Zorn auslöst, nach wie vor existiert.  Wie wir mit dem umgehen, was mit Dina geschehen ist umgehen sollen, dazu schauen wir die einzige Tochter Jakobs gesondert an.

Eine weitere Empfehlung, wenn wir zornig auf jemanden sind: Vergebung zu üben. Dem andern vergeben. Auch wenn es schwer fällt. Denn wir haben nicht das Recht auf Blutvergießen gepachtet. Im Gegenteil, unser Vater im Himmel verbietet uns, andere Menschen zu töten:

2 Mose 20,13 Du sollst nicht töten.

1 Mose 9,5         Auch will ich euer eigen Blut, das ist das Leben eines jeden unter euch, rächen und will es avon allen                     Tieren fordern und will des Menschen Leben fordern von einem jeden Menschen.
                         a) 2.Mose 21,28-29
                  6 Wer aMenschenblut vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott                       hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.

Selbst Hamor und sein Volk sind nach dem Bild des Vaters im Himmel gemacht, auch wenn sie fern von ihm leben und ihre eigenen Götter anbeten. 

Fragenblock > Simeon und Levi / mörderische Schwerter

·         Wie steht‘s denn mit deiner / eurer Zunge?

·     In welchen Lebensbereichen Ist sie spitz und verletzend?

·     In welchen Lebensbereichen ist sie sanft und mild?

Fragenblock > Simon und Levi / Stiere lähmen

·         Wie steht es mit deinen männlichen und weiblichen Anteilen?

o   Sind sie im Gleichgewicht?

o   Verleugnest du deine männlichen  Anteile in dir?

o   Willst du wieder mit deinen männlichen in Beziehung kommen?

Auch wir Frauen brauchen den männlichen Anteil in uns!!!

Fragenblock > Simon und Levi / Zorn und Vergeltung

·         Warst du schon einmal so zornig, daß du selbst Vergeltung geübt hast?

o   Mit der Konsequenz, im Gefängnis zu landen?

·    Läßt du deinem Zorn freien Lauf?

·    Oder überläßt du die Rache und Vergeltung lieber deinem Vater?

·    Bist du bereit zu vergeben, auch wenn es dir anfangs schwer fällt?

·    Bist du bereit, deine Gefühle und Emotionen wieder als einen Teil von dir anzusehen, anstatt diesen Bereich weiter abzulehnen?

·    Bist du bereit, die Menschen, die dich seelisch verletzt haben, als ein Bild des Vaters im Himmel anzunehmen?

·    Bist du bereit, diesen Menschen dann zu vergeben?

Mit seinen Brüdern wird Simeon hart geprüft. Eine Hungersnot in Kanaan zwang sie, nach Ägypten zu ziehen und dort Getreide einzukaufen.  Dort wurde er als Geißel festgehalten für den jüngsten, den Benjamin, der Sohn der Geliebten Frau von Jakob. 

1 Mose42,24  Und er wandte sich von ihnen und weinte. Als er sich nun wieder zu ihnen wandte und mit ihnen                                       redete, nahm er aus ihrer Mitte Simeon und ließ ihn binden vor ihren Augen.

Doch Josef wäre nicht Josef. Wenn auch er von seinen Brüdern verkauft wurde, so wußte er tief in seinem Herzen, daß hier ein vollkommener Plan unseres Vaters im Himmel dahinter steckt. Schließlich konnte er ihnen mit ganzem Herzen vergeben.

Anfänglich sträubt sich ihr Vater Jakob, Benjamin nach Ägypten zu senden. Die Hungersnot allerdings ließ ihm keine Wahl. Juda setzt sich für ihn ein und übernimmt die Verantwortung für ihn und die lange sowie beschwerliche Reise. 

Das zeigt uns, daß den Söhnen Leas allmählich dämmert, was sie mit dem Verkauf Josefs nach Ägypten angerichtet haben. Und durch die Übernahme der Verantwortung nehmen sie Prüfung an, die ihnen unser Vater im Himmel auferlegt.  Wie wir wissen, gibt es auch ein Happy End.


Jehuda (Juda)

1 Mose 49,8     Juda, du bist's! Dich werden deine Brüder preisen. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken sein, vor dir                                  werden deines Vaters Söhne sich verneigen.
                   9      Juda ist ein junger Löwe. Du bist hochgekommen, mein Sohn, vom Raube. Wie  ein  Löwe hat er sich hingestreckt                                 und wie eine Löwin sich gelagert. Wer will ihn aufstören?
               10         Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bbis dass der Held komme,                             und ihm werden die Völker anhangen.
               11         
Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein                               waschen und seinen Mantel in Traubenblut.
               12         
Seine Augen sind dunkel von Wein und seine Zähne weiß von Milch.

Juda. Er, der der Anführer gewesen ist, was den „Anschlag“ auf Josef betrifft, übernimmt nun Verantwortung. Ihm ist jetzt bewußt geworden, was er mit dem Verkauf seinem Vater Jakob angerichtet hat. Ausgerechnet ein „Ägypter“ überführt ihn.

Also setzt sich er für Benjamin ein, denn  Josef bezichtigt ihn des Diebstahls und will ihn als Sklave behalten.  Er weiß, daß ihr Vater Jakob schon genug unter dem „Tod Josefs“ leidet. Schließlich war er – Juda – am Verschwinden Josefs der Rädelsführer.

Doch schauen wir an, was der Segen für ihn für uns bedeutet. Was hat Jakob ihm mit auf einen seinen weiteren Weg mitgegeben?

·        Er wird gepriesen von seinen Brüdern, die sich vor ihm verneigen werden

·     Er legt seine Hand auf den Nacken seiner Feinde

·     Er ist ein junger Löwe

·     ER streckt sich wie ein Löwe

·     Er lagert sich wie eine Löwin

·     Er ist großgeworden durch Raub

·     Er ist ein Herrscher, denn ihm gehören Zepter und Stab und ihm sind alle Völker untertan

·     Er besitzt einen Esel und ein Eselsfüllen, und bindet sie an den Weinstock bzw. an die Rebe

·     Er wäscht sein Kleid in Wein , und den Mantel in Traubenblut

·     Seine Augen dunkel von Wein, seine Zähne weiß von Milch

Das sind gewaltige Bilder. Und deuten ganz eindeutig auf Jesus hin. Mit ein paar Aussagen können wir für uns selbst etwas anfangen. Womit fangen wir an? Gar nicht so einfach. Wir setzen uns mit dem auseinander, was uns weiterbringt in unserer Entwicklung. 

Das Zepter ist das Zeichen eines Königs. Jesus kommt aus dem Stamm Juda hervor. Und der Stab ist ein Werkzeug eines Hirten.  Er ist unser Hirte und König zugleich.  Als Kinder des Vaters im Himmel sind wir Königskinder und erhalten mit dem Zepter sowohl Vollmacht als auch Verantwortung über unser eigenes Leben zum Herrschen und zum Richten, so wie es ein König tut. Mit dem Stab kümmern wir ähnlich einem Hirten um unsere seelischen Anteile. 

Wein bezieht sich auf die Gaben des Geistes, Milch auf das unverfälschte Wort unseres himmlischen Vaters. Wir benötigen die Geistesgaben, um uns weiter zu entwickeln. 

Als Löwe kennen wir keine Furcht. Die Löwin wird in Hes 19,2 mit einer Mutter verglichen, die ihre Kinder in besonderem Maße schützt. Unsere Jungen sind unsere inneren Kinder, die wir schützen vor den Geiern dieser Welt.

Ein Esel ist recht genügsam. Er kommt in schwierigem Gelände zurecht. Auf einem Esel kommt Jesus nach Jerusalem geritten. Auf einem Esel saß seine Mutter hochschwanger mit ihm auf dem Weg nach Bethlehem. Der Esel in uns: 

Jesaja 1,3        Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel                           kennt's nicht, und mein Volk versteht's nicht.

Ja, auch wir kennen unseren Herrn, unseren Vater. Sollten wir eigentlich. Denn zuweilen holen wir ja unser Futter aus fremden Krippen. Dessen Heu allerdings nicht bekömmlich ist, weil es uns nicht satt macht und befriedigt. Jesus vergleicht uns mit Reben, und empfiehlt uns an seinem Weinstock, d. h. an / in ihm zu bleiben. Das ist auch ein gutes Bild für die Teambildung. Denn nur gemeinsam können wir sehr viel erreichen – sowohl im eigenen Leben als auch im Dienst an unseren Nächsten.

Die Teambildung mit Jesus bildet die Grundlage für das Teamplaying mit unseren Nächsten, die uns mit ihren eigenen Gaben ergänzen (können). Nur durch Zusammenarbeit sind wir fähig, in dieser Welt etwas zu bewirken, auch wenn es nur im Kleinen ist.  Auf dieser Basis, wenn viele im Kleinen  etwas verändern, wirkt das im Laufe der Zeit positiv aus. Die Veränderung wird sichtbar im Großen. 

Ein Beispiel hierfür: das Senfkorn, wohl das kleinste Korn, das es auf der Erde ist, aber dennoch zu einem großen Baum heranwächst. Würden wir damit auf der ganzen Erde reichlich Senfkörner verteilen, bekämen wir eine völlig veränderte Welt. Es wird wieder heller.

Die Feinde. Die Feinde Jesu sind auch unsere Feinde. Doch wer sind diese genau? Laut Paulus in Epheser 6 kämpfen wir nicht gegen die Menschen, sondern gegen die Mächte der Finsternis, gegen die Gedanken, die uns heimsuchen und bedrängen.

Fragenblock > Juda

·         Welche Lebensbereiche gibt es bei dir, wo du furchtlos bist und wie eine Löwin kämpfst?

·         Gibt es Lebensbereiche, wo du noch eher mutlos bist?

·         Welche Lebensbereiche sind bereits am Weinstock „angedockt“ und bringen Frucht?

·         Welche Lebensbereiche müssen noch in den Weinstock eingepropft werden, damit sie endlich Frucht bringen?

·         Wer hält das Zepter in der Hand für dein eigenes Leben? (lt. Redensarten-index.de

die Führung/Leitung / Macht übernehmen; die Initiative ergreifen)

·         Bist du bereit, die Führung für dein Leben in die eigene Hand zu nehmen?


Das waren die 4 Söhne der ungeliebten Lea, von denen wir einiges mehr lesen und hören als von den anderen. Eine Ausnahme bildet Josef mit einem eigenen Artikel. Es geht weiter in der Reihenfolge der jeweiligen Mutter:

1. die Söhne von Lea

2. die Söhne von Bilha

3. die Söhne von Silpa

4. die Söhne von Rachel

Dina, die Tochter von Lea bekommt von uns Aufmerksamkeit mit einem eigenen Artikel


Sebulon

1 Mose 49,13     Sebulon wird am Gestade des Meeres wohnen und am Gestade der Schiffe und reichen bis Sidon.

 

5 Mose 49,18     Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten;

Am Gestade des Meeres.  Gestade ist ein anderes Wort für Küste. Sebulon wohnt an der Meeresküste. Die Küste ist der Übergangsbereich zwischen Festland und Wasser

Die Erklärung aus traumdeuter.ch sieht die Küste von beiden Seiten her:

Psychologisch:

Sie haben eine schwierige Phase Ihres Lebens überstanden, eine emotionale Überforderung gemeistert, ohne dabei 'unterzugehen'. Nun ist bereits 'Land in Sicht', und Sie werden demnächst wieder 'festen Boden unter den Füßen haben'. Ein Traum, der überstandene und fast schon bewältigte Strapazen im Gefühlsbereich beschreibt.

Volkstümlich: (arab.) :

 

  • sehen: eine weite Reise unternehmen,- auch: Sehnsucht nach der Ferne haben.

In uns finden wir beide Seiten. Mein Schwerpunkt in meinen Artikeln liegt im Umgang mit unseren Gefühlen, Emotionen, und wie wir künftig es anders handhaben.  Ziel ist es, daß die Emotionen, Umstände nicht uns beherrschen, sondern wir in die Lage versetzt werden, unser Leben selbst zu steuern. Wer von euch will noch Spielball seiner Emotionen und den Umständen bleiben? Letztendlich keiner.

Am Meer zu wohnen, hat auch seine Vorteile. Der Blick in die Ferne zum Horizont läßt unser Herz weit werden.  Es hat auch eine Weckfunktion: nämlich den Aufbruch zu neuen Ufern, in ein neues Land. Was unserer inneren Entwicklung sogar sehr förderlich ist. 

Fragenblock > Sebulon

·         Kannst du dich noch an so manche schwierige Lebensphasen erinnern?

o   Wenn ja, so schreib sie auf

·    Steckst du gerade in einer schwierigen Phase?

o   Wenn ja, so ermutige ich dich, alles aufzuschreiben, was dich innerlich hin und her bewegt.

·    Bist du bereit und neugierig genug, alte bekannte Küsten zu verlassen und über das Meer zu fahren, um neues Land zu erobern?


Issachar

1 Mose 49,14      Issachar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.
                               15
Und er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lieblich ist; da hat er  seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist                                ein fronpflichtiger Knecht geworden.

5 Mose 33,18     …, und Issachar, freue dich deiner Zelte.

Knochig, das klingt nach alt und abgemagert. Und ein Esel hat tatsächlich die Ruhe weg. Esel können schon einiges an Lasten tragen. Nur, was hat das mit dir, mit euch, mit mir, der Autorin zu tun?

Das Lasten tragen. Keiner von uns trägt gern Lasten. Denn lt. Internet-Definition:

1etwas Schweres, das von jmdm. oder einem Tier oder einer Maschine getragen wird.

"große Lasten mit Kamelen transportieren"

2.eine Verpflichtung, die Mühe bereitet.

 

"die Last der täglichen Arbeit"

Wenn wir das Wort „Last“ hören, so ist dieser Begriff heutzutage meist negativ besetzt. Wir verbinden damit Punkt 2 der Internet-Definition. Unser Alltag, unsere Arbeit wird zur Mühe. Doch muß es so bleiben? Nein. Denn wenn wir innehalten und reflektieren, woran das liegen könnte bzw. liegt, dann können wir daran einiges verändern. 

Meisten sehen wir auf das äußere, auf die Umstände. Das Problem liegt wohl also in unserer Sichtweise. Daher nehmen wir uns einen Perspektivwechsel vor. Wir beginnen, nicht mehr mit unseren äußeren Augen auf die Umstände zu sehen. Stattdessen versuchen wir unser Leben mit den Augen des Vaters im Himmel zu betrachten. Und dieses scheint wohl so schlecht nun auch wieder nicht zu sein.

Ist denn wirklich unser Leben so mühselig und anstrengend geworden? Das wird nur dann, wenn wir voll und ganz unsere eigenen Kräfte und Energien einsetzen. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem unser Treibstoff völlig erschöpft ist, so daß am Ende gar nichts mehr geht.

Unsere einzige Energiequelle, die wirklich nie versiegt und sogar ökologisch, umweltverträglich, erneuerbar und klimaverträglich, ist die Lebensquelle in uns.

Zugegeben, es wird nicht leicht mit dem Wechsel in die neue Sichtweise. Schließlich sind wir noch zu sehr im den gewohnten Muster. Wir brauchen Vertrauen, und wir müssen uns immer wieder darin einüben, uns mit der nie versiegenden Energiequelle zu verbinden. Außerdem müssen wir nach und nach sämtliche Hindernisse aus dem Weg räumen.

Ein ähnliches Bild ist das mit dem Joch Jesu:

Lexikon zur Bibel S.623/624

Das Joch konnte aber auch positiver verstanden werden, nämlich als konsequentes Beachten der Weisheit Gottes (Sir 6,24-32). Diese Bedeutung meint Jesus wohl, wenn er dazu aufruft, sein Joch, das nicht zu schwer ist, auf sich zu nehmen (Mt 11,19): Es besteht in seiner Lehre.

Die Bibel ist eine unerschöpfliche Quelle. Jeder von uns findet darin das, was er für sein Leben und seinen inneren Menschen braucht.

Gal 6,2                 Helft einander, eure Lasten zu tragen. So erfüllt ihr das Gesetz, das Christus uns gibt.                                                              (GNB – Gute Nachricht Bibel)

Ein wichtiges Gebot, um mit der täglichen Last besser umzugehen. Dann geht vieles leichter im Leben

Der Segen Mose für Issachar spricht davon, daß er sich über seine Zelte freuen soll. Ein Zelt ist die Wohnung von Nomaden. Auch wir sind wie Nomaden ein Leben lang unterwegs – im geistigen und übertragenen Sinne. Schließlich haben die meisten von uns ein festes Haus heutzutage.  

Dieses Zelt, diese Wohnung ist unser Körper, unser Leib, in dem wir eine begrenzte Zeit leben. Im Gegensatz befinden die Zelte, auf die der Segen des Mose zielt,  der Himmel, der Wohnort unseres Vaters im Himmel. Darauf sollen wir uns freuen.

Doch wir müssen nicht darauf warten, bis wir im Grab liegen unter dem Erdreich. Sondern seit Jesus befindet sich dieser Himmel in unserem Herzen. Da können, dürfen und sollen wir uns jetzt schon darin aufhalten und wandeln.

Fragenblock > Issachar

·       Wie geht’s dir damit, ständig und vor allein Lasten zu tragen?

·    Wie würde es dir damit gehen, wenn der Vater im Himmel gemeinsam mit dir deine  Lasten möchte?

·    Bist du bereit, dir beim Tragen der Lasten dir helfen zu helfen?

·    Bist du bereit, anderen beim Tragen der Lasten zu helfen?

·    Freust du dich, daß dein eigentlicher Wohnort bereits jetzt schon sich in deinem Herzen befindet?



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