Exodus

2 Mose 7 – 12



Wunder und Plagen

Die mächtige Hand unseres Vaters im Himmel


Themen:

Der Auftakt: Ein Stab wird zur Schlange

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Exodus        Vorschau

Exodus 2     Der neue König

Exodus 4     Wunder und Plagen (Teil 2 - Plagen 1-8)

Exodus 5     Wunder und Plagen (Teil 3 - Plagen 9+10)    

Exodus 6     Ein Fest

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Exodus 7  Im Land der Sklaverei

Exodus 8  Durch die Wüste(n) (Teil 1)

Exodus 9  Durch die Wüste(n) (Teil 2)

Exodus 10 Durch die Wüste(n) (Teil 3)

Exodus 11  In den Steppen Moabs (Teil 1)

Exodus 12 In den Steppen Moabs (Teil 2)

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Einleitung

Unser Vater im Himmel zeigt dem Pharao und seinem Volk , wer der Mächtigere ist. Er zeigt es auch seinem Erstgeborenen, wie er sein auserwähltes Volk, die Israeliten, nennt. Und wir bekommen es ebenso zu sehen und zu spüren,  gerade wir, die wir uns selbst zu Göttern machen. In dieser Hinsicht ähneln wir sehr dem Pharao.  Als eigener Gott halten wir uns für mächtig und glauben, daß uns für uns nichts unmöglich ist.


Vor dem Pharao

2 Mose 7,1  

Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zum Gott gesetzt für den Pharao, und  Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein.

Was ist das denn? Mosche ist Elohim, wird ein Gott? Nun, hier ist jedoch klar und deutlich: Der Vater im Himmel ist derjenige, der uns in bestimmte Positionen setzt. Im Unterschied zum Pharao. Denn dieser hält sich ja selbst für einen Gott, obwohl auch er nur ein Mensch ist. Wie bereits erwähnt, halten wir uns ja selbst für Götter, was uns jedoch nicht zusteht, einer zu sein.

Hochmut kommt vor dem Fall.

Und der Vater im Himmel widersteht den Hochmütigen, den Demütigen gibt er Gnade.

Ja, der Vater im Himmel widersteht uns. ER muß unserem inneren Pharao widerstehen, wenn wir mit ganzem Herzen mit dem Vater im Himmel leben wollen. Dazu muß unser Herz dem Gericht unterzogen werden. Deutlich wird es bei dem König von Ägypten. 

2 Mose 7,3 

Aber ich will das Herz des Pharao verhärten und viele Zeichen und Wunder tun in Ägyptenland.
Und der Pharao wird nicht auf euch hören. Dann werde ich meine Hand auf Ägypten legen und durch große Gerichte meine Heerscharen, mein Volk Israel, aus Ägyptenland führen.
5 Und die Ägypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin, wenn ich meine Hand über Ägypten ausstrecken und die Israeliten aus ihrer Mitte wegführen werde.

Na, das kann ja heiter werden.  Bisher hat der Gott-König auch nicht auf uns gehört. Das Herz des Pharaos ist schon hart genug. Und nun sorgt der Vater im Himmel, daß es noch härter wird. Das heißt für unser eigenes Herz, das ohnehin schon zum Teil verhärtet ist, daß es noch härter werden muß.

Es geht darum, das Verhalten des Pharaos auf die Spitze zu treiben, bis dessen Kräfte vollkommen erschöpft sind. Den Auftakt bildet die Geschichte mit dem Stab, der sich in eine Schlange verwandelt, anschließend kommen die 10 bekannten Plagen.

Bevor wir das vertiefen, schauen wir uns an, was unter Wunder und Plagen zu verstehen ist:

Wunder 

Ja, was ist ein Wunder in biblischem Sinne? Lt. Lexikon zu Bibel S. 1262-1265 geht’s darum, daß der Vater im Himmel seine Macht und Herrlichkeit auf gewöhnliche und außergewöhnliche Weise offenbart.  Bei ihm sind alle Dinge möglich (1 Mose 18,14; Mt 19,26; Mk 14,36).

Plagen

Das Lexikon zur Bibel verweist zum einen Plage als Krankheit, als Leid, als Strafe > lt. Lexikon zur Bibel S. 704  ein vom Herrn gesandtes Strafgericht (1 Mo 12,17), ist aber in seiner Bedeutung umfassender als Pest und umfasst nicht nur Krankheiten und Seuchen, sondern auch anderes Unheil (die ägyptischen Plagen 2 Mo 8-11 und die Plagen der Offb 9,18.20; 15,1.6; 16,9.21; 18,8)

Lexikon zur Bibel S. 923 die ägyptischen Plagen sind das Gericht des Herrn über Ägypten, das den Pharao zwang, die versklavten Israeliten freizugeben und ziehen zu lassen, damit sie Gott dienten (2 Mo 7-12). Die Plagen bereiteten den Auszug (aus Ägypten) vor, die Befreiuung von aller äußeren Abhängigkeit und Fremdherrschaft. Erst danach konnten die Israeliten am Sinai im Gesetz die Ordnung ihres  neuen Lebens als das erwählte Gottesvolk empfangen. Gottes Heils- und Erlösungshandeln in den ägyptischen Plagen, im Auszug und in der Gesetzgebung bildet Anfang und Grundlage der völkischen und geistlichen Geschichte Israels.  

Israel verdankt seine Existenz dem unmittelbaren Eingreifen Gottes in die Geschichte in einer Reihe von Wundern, in denen er seine Macht offenbarte. Diese Sicht der ägyptischen Plagen als Wunder Gottes bleibt die unerlässliche Voraussetzung zu ihrem Verständnis.


Der Auftakt: Ein Stab wird zur Schlange

2 Mose 7,10 

Da gingen Mose und Aaron hinein zum Pharao und taten, wie ihnen der  HERR geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab hin vor dem Pharao und  vor seinen Großen und er ward zur Schlange.

2 Mose 7,11  

Da ließ der Pharao die Weisen und Zauberer rufen und die ägyptischen Zauberer taten  ebenso mit ihren Künsten:
12  Ein jeder warf seinen Stab hin, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.

Was entnehmen wir dieser Bibelstelle?

·       Zwei Seiten, die verschiedene Mächte symbolisieren: Pharao, der sich selbst für einen Gott hält und Mose, der als Gott über den Pharao gesetzt wird

·    Gegenstand: Stab

·    Tier(e): Schlange(n)

Der Stab, den Aaron hinwirft, ist das Wort des Vaters im Himmel, unser Schwert des Geistes. 

Die Schlange ist das Wort des Vaters, das nun lebendig geworden ist. Das lebendige Wort des Vaters ist fleischgeworden in Jesus, seinem Sohn.

Der Stab der Zauberer ist das Wort des Vaters der Lüge, des Fürsten dieser Welt, der wie Gott sein will und alles nachahmt. Luzifer nutzt gerne alles, was existiert und mißbraucht es zum negativen.

Es ist daher nicht alles schlecht. Denn:

Offb 4,11  

Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.

Die Schlangen der Zauberer werden von der Schlange unseres Vaters verschlungen, denn das lebendige Wort ist stärker und mächtiger als die Worte, die Menschen aussprechen, die sich selbst zum Gott erhoben haben. Am Kreuz hat Jesus die Mächte der Finsternis besiegt.

Das Wort

Es geht um das Wort. Den Auftakt bildet das Wort bzw. die daraus folgende Handlung. Wie im ersten Buch Mose, Genesis, auf hebräisch bereschit. Letzteres wird übersetzt mit „im, am Anfang“. Auf das Wort unseres Vaters hin wurden Himmel und Erde und alles andere erschaffen.

Joh 1,1 

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

Und wenn etwas erschaffen oder etwas ausgeführt werden soll, steht immer das Wort am Anfang, ob ausgesprochen, aufgeschrieben oder in Gedanken gedacht.

Der Vater im Himmel macht mit dieser Handlung einen neuen Anfang. Dieses Mal geht es um die Erschaffung eines Volkes, seine Befreiung aus dem Sklavendienst, aus der Fremdherrschaft und äußeren Abhängigkeit. Im ersten Buch Mose bereitete er erst einmal vor, indem er Josef und seine Herkunfts-Familie nach Ägypten brachte.

Das ist die äußere Geschichte in der Bibel. Was bedeutet das nun für unser eigenes Innenleben? Wir stellen unser inneres Ägypten vor, ein Land, in dem Angst und Unterdrückung herrscht. Schließlich sind wir es ja selbst, die eigene Seelenanteile liebend gerne niederhalten.

Unsere Aufgabe ist es nun, Verantwortung für die eigene Seele zu tragen, wenn wir nicht mehr in Angst leben wollen. Dazu gehört es, mutig dem Pharao gegenüberzutreten. Und zwar gelassen und ruhig. Ein aggressives Verhalten unsererseits bringt uns nicht weiter. 

Wir nehmen nun den Stab des Vaters in die Hand, das Wort des Vaters im Himmel, die Bibel. Wir suchen uns die Bibelstellen heraus, mit der wir unserem inneren Pharao und seinen Zauberern selbstbewußt und aufrecht entgegentreten können.

1 Joh 5,4  

Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

Kol 2,14    

Er hat den Schuldbrief getilgt, der  mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz  geheftet.
15     Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.

Diese verinnerlichen wir uns. Ihr könnt für euch natürlich noch mehr Stellen heraus suchen, die auf die jeweilige Situation passen. Übrigens: Jesus hat u. a. mit den Worten „Es steht geschrieben ….“ gekontert.  Vor allem als Luzifer ihn 3mal auf die Probe gestellt hat. Dies sei zur Ermutigung für euch.

Wir können uns wirklich 100%auf das Wort des Vaters im Himmel verlassen. Unser Stab heute ist die Bibel. Da steht alles drin, was wir brauchen, für alle Lebenslagen in allen Lebensbereichen. 

Jetzt haben wir da jedoch noch die andere Seite in uns, die Zauberer, die alles nachahmen. Das Nachahmen kann positiv sein, gerade bei Kleinkindern, die von ihren größeren Geschwistern lernen für das Leben. Hier ist es jedoch eher in negativem Sinne.

Und wer hat nicht schon einmal davon gehört: Die Nachahmerprodukte bzw. all jene Produktfälschungen, die uns als Schnäppchen angeboten werden.  Manch einer von euch wird darauf schon hereingefallen sein. 

Will ich dasselbe Produkt herstellen, ist es nicht wirklich 100% identisch. Obwohl es äußerlich gleich aussieht, im Inneren sieht es völlig anders aus,. Es ist dann nur das gleiche drin, wenn auch der gleiche Inhalt drin ist. Unsere Schlange kann deshalb nicht bestehen, weil es mit unseren menschlichen Begrenzungen erschaffen ist.

In der Stab-Schlange Aarons ist das Wort des Vaters drin, in meiner Stab-Schlange meine menschlichen Anteile, die ohnehin nicht an seine Kraft heranreichen.  Und erst recht ist die satanisch-teuflische Macht viel zu gering, um Gewalt über uns auszuüben und uns Angst einzujagen.

Was lernen wir aus Stab-Schlange-Geschichte? Daß das Wort des Vaters im Himmel am Anfang steht.

Fragenblock 1 > Der Auftakt

·     Was bist du?

o   Ein Zauberer, der in der Lage ist, so zu sein wie der Vater im Himmel?

o   Bist du ein Zauberer, der den anderen mit seinen Künsten blendet?

o   Bist du ein Zauberer, der sich eigentlich selbst blendet und täuscht?

·    Bist du durch den Vater im Himmel befähigt, deine inneren Zauberer zu überwinden samt den                    Pharao?

·    Auf welches Wort verlässt du dich – auf das Menschenwort bzw. das der Zauberer, die alles              versprechen oder auf das Wort des Vaters im Himmel?


Weiter geht’s in der Exodus-Reihe mit dem Artikel:

   Exodus 4 - Wunder und Plagen (Teil 2 - Plagen 1-8)


Copyright:  Silke Maisack