Themen:

Jakobs Segen für seine Kinder:

die Söhne von Bilha: Dan / Naftali

die Söhne von Silpa: Gad / Asser

die Söhne von Rahel: Josef / Benjamin



Jakob’s Kinder


Dan

1 Mose 49,16      Dan wird Richter sein in seinem Volk wie nur irgendein Stamm in Israel.
                               17 Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Fersen beißen,                                dass sein Reiter zurückfalle.
                               18
HERR, ich warte auf dein Heil!

5 Mose33,22   Und über Dan sprach er: Dan ist ein junger Löwe, der hervorspringt aus Baschan.

Richter, ein sicherlich ehrenwerter Beruf. Seine Aufgabe war laut Lexikon zur Bibel S.971 wohl örtlich begrenzt, also wahrscheinlich innerhalb seines Stammes. Im unserem Leben verhalten wir uns ja oft genug selbst als Richter. Wir sind zuweilen schnell im Urteilen bzw. Verurteilen. 

Wir verurteilen nicht nur gerne andere, sondern oft genug uns selbst, weil wir nicht zufrieden sind. Unter diesem Verurteilen verstehen wir das Ablehnen. Erfolge im Leben wissen wir nicht zu schätzen.

Jesus warnt uns davor, selbst zu richten:

Matthäus 7,1              Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.
                                       2 Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und                                                                                     mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.

Das gilt für jeden, der sich selbst richten bzw. andere richtet. Du willst ja auch nicht von deinem Umfeld gerichtet werden. 

Und wenn der Vater im Himmel vom Richten und Gericht spricht, so ist damit eher das zurecht- und wieder aufrichten gemeint, denn:

Jesaja 42,3                   Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.                                                                 In Treue trägt er das Recht hinaus.

Der zweite Teil ist schwieriger zu ergründen. Dennoch. Das Lexikon zur Bibel S. 1032 sagt über die Schlange:

Die Schlange steht häufig als Bild für Hinterlist (Ps 140,4; Mt. 3,7;  23,33) aber auch allgemein für Gefährlichkeit (1 Mo 49,17) und Schlauheit (Mt 10,16). Ihr giftiger Biss versinnbildlicht das Verderben (5 Mo 32,33; Ps 58,5; Jes 30,6; Mt 7,10; Offb 9,19), besonders das unvermutet hereinbrechende(Hiob 20,14.16; Spr 23,32; Pred 10,8; Jes 59,5; Am 5,19). Schlangen werden mehrfach als Werkzeuge der Strafe Gottes genannt (4 Mo 21,6; 5 Mo 32,24; Jer 8,17).

Dan wird gefährlich auf dem Weg, für wen eigentlich? Da wir so „nicht weiterkommen“, hilft uns wieder einmal das hineinschlüpfen in die betreffende Person.

Wir werden gefährlich, gefährlich für die Mächte der Finsternis, die es nicht in der Nähe vom Vater im Himmel aushalten. Denn das Wort unseres Vaters ist weit mächtiger, seine Urteile gerecht. Und die erhöhte Schlange, von der wir später auf dem Exodus lesen, sie weist auf Jesus hin, der stellvertretend für uns alle am Kreuz gehangen ist.

Wenn wir Jesus erlauben, in unserem ein Begleiter zu sein, dann werden diese Wesensarten auch in uns wirksam. Das gilt auch für den Löwen.

Fragenblock > Dan

·         Bist du zuweilen schnell dabei, ein Urteil zu fällen, ohne dich ausreichend zu informieren?

·      Schmälerst du deine Erfolgserlebnisse, indem du ein negatives Urteil über diese fällst?

·      Willst du zuweilen eine Schlange sein, und den Mächten der Finsternis Paroli bieten – zunächst mal im         eigenen Leben?


Naftali

1 Mose 49,21     Naftali ist ein schneller Hirsch, er gibt schöne Rede.

5 Mose 33,23     Und über Naftali sprach er: Naftali hat viel Gnade und ist voll Segens des HERRN;   gegen Westen            und Süden hat er Besitz.

Ein schneller Hirsch. Wenn wir das in Zusammenhang mit der Rede bringen, dann ist Naftali wohl schnell mit Worten.

Prediger 5,1       Sei nicht schnell mit deinem Munde und lass dein Herz nicht eilen, etwas zu reden vor Gott; denn                                    Gott ist im Himmel und du auf Erden; darum lass deiner Worte  wenig sein.

Erst denken, dann reden. Unser Problem hier ist unser Herz, das gerne voraus eilen will. Weil wir wohl nichts versäumen und bei allem mitreden wollen. Wir meinen, es besser zu wissen. Und was wir mitteilen, hat kein Fundament. Zuweilen reden wir nach dem Mund, wechseln schnell unsere Meinung wie die Fähnchen im Wind, die sich bei Änderung der Windrichtung drehen. 

Kurzum: Achtsamkeit ist wichtig im Umgang mit den Worten, die aus unserem Munde kommen. Reden mit dem Herzen statt gedankenlos irgendetwas sagen, nur um in den Gesprächen  mit dabei zu sein.

Fragenblock > Naftali

·         Bist du schneller im Reden als im Denken?

·     Hat dich zu schnelles Reden schon mal in eine unangenehme Lage gebracht?

·     Oder bist du eher der Typ, der erst denkt und dann redet?

·     Kommen deine Worte aus dem Herzen?

·     Warum willst du bei allem mitreden?


Gad

1 Mose 49,19     Gad wird gedrängt werden von Kriegshaufen, er aber drängt ihnen nach auf der Ferse.

5 Mose 33,20      Und über Gad sprach er: Gelobt sei, der Gad Raum schafft! Gad liegt da wie ein Löwe  und zerreißt Schenkel und                                   Scheitel.
                               21
Und er ersah sich ein Erstlingserbe; denn daselbst war für ihn eines Anführers Teil. Und es versammelten sich die                             Häupter des Volks und er vollstreckte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Gerichte zusammen mit Israel.

Kriegshaufen. Was verstehen wir unter diesem Wort? Krieg ist das Gegenteil von Frieden. Wir befinden uns also im Krieg. Und der Haufen, damit ist gemeint, eine Gruppe, entweder zusammengewürfelt oder eine ausgebildete Armee, macht sich auf den Weg, um uns zu bedrängen.  

In die Enge getrieben werden, das ist überhaupt nicht lustig. Was / wer bedrängt den inneren Menschen? Zumeist sind es die Ängste, die Panikattacken, obwohl es eigentlich keinen Anlaß dazu gibt. 

Aus eigener Erfahrung weiß ich mittlerweile, daß es gerade die dunklen Mächte sind, die unter anderem mit negativen Gedanken Angst und Panik schüren. Einzige Möglichkeit, so gut es geht, gelassen bleiben und den Ängsten nicht nachgeben.  

Erst dann, wenn wir in uns selbst zentriert und verwurzelt sind, sind wir fähig, den Spieß herumzudrehen und diesen nachzujagen. In Wahrheit haben nämlich gerade die Wesen der Finsternis Angst, Angst vor uns, weil wir fest mit dem Vater im Himmel verbunden sind. 

Ihre Angst und Panik spüren wir. Doch wir brauchen keine Angst vor ihnen zu haben. Denn ihre Macht über uns ist begrenzt. Das Beispiel ist Hiob. Luzifer durfte nur an seinen Besitz und seinen Kindern die Hand anlegen, nicht aber an dessen Leben. Und was gerade auf unserer Erde geschieht, das sind die sichtbaren Auswirkungen des Kampfes zwischen den Mächten der Finsternis und dem Reich unseres Vaters im Himmel.

Fragenblock > Gad

·         Willst du damit anfangen, gelassen zu bleiben, wenn dich Panikattacken überkommen?

·     Kannst du erkennen bzw. unterscheiden, ob es deine Ängste oder die Panik der finsteren Mächte sind?

·     Wie sehr bedrängen dich negative Gedanken, die darauf abzielen,  dich mit einem Thema so zu beschäftigen, damit du an deinem inneren vorwärtskommen gehindert wirst, und du an nichts mehr anderes denken kannst?


Asser

1 Mose 49,20     Assers Brot wird fett sein, und er wird leckere Speise wie für Könige geben.

5 Mose 33,24     Und über Asser sprach er: Asser ist gesegnet unter den Söhnen. Er sei der Liebling seiner Brüder und tauche seinen                                Fuß in Öl. 
                              25
Von Eisen und Erz sei der Riegel deiner Tore; dein Alter sei wie deine Jugend!

Brot macht satt. Unser Brot im übertragenen Sinne, das ist das Wort unseres Vaters im Himmel. Dieses Wort ist die Bibel, das Buch der Bücher. Hier findet jeder das, was er gerade braucht. Und damit wir es wirklich ganz und gar verinnerlichen, müssen wir es mehr oder weniger wiederkäuen. 

Wiederkäuen, d.h. wir beschäftigen uns nur mit dem einen Wort, einer Bibelstelle, und das so lange, bis es sprichwörtlich uns in Fleisch und Blut übergegangen ist. Davon leben wir. Im Laufe der Zeit kommen diese Worte uns später durch seinen Geist wieder in unseren Sinn. 

Fett im übertragenen Sinne, lt. Lexikon zur Bibel S. 339, meint das Beste und Vorzüglichste einer Sache. Das Wort unseres Vaters im Himmel, das unser Brot ist, das ist das Beste und Vorzüglichste, was unsere Seele sich zu uns nimmt. Es ist für uns sehr bekömmlich, ohne fremde Zusatzstoffe und Nebenwirkungen. Und es verfehlt nicht seine Wirkung. Probiert das doch einmal aus, mit einer Bibelstelle eurer Wahl.

Fragenblock > Asser

·         Willst du einmal eine Bibelstelle deiner Wahl dessen Wirkungskraft testen?

·     Hast du evtl. schon einmal eine solche Erfahrung gemacht, wie sein Wort in deinem Leben gewirkt, auch wenn du nicht so eine enge Beziehung zu Jesus und dem Vater im Himmel hast?


Die Söhne von Rahel

Josef

1 Mose 49,22      Josef wird wachsen, er wird wachsen wie ein Baum an der Quelle, dass die Zweige emporsteigen über                                die Mauer.
                               23 Und wiewohl ihn die Schützen erzürnen und gegen ihn kämpfen und ihn verfolgen,
                               24 so bleibt doch sein Bogen fest und seine Arme und Hände stark durch die Hände des Mächtigen                                  in Jakob, durch ihn, den Hirten und Fels Israels. 
                               25 Von deines Vaters Gott werde dir geholfen, und von dem Allmächtigen seist du  gesegnet mit                                      Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Flut, die drunten  liegt, mit Segen der Brüste                                      und des Mutterleibes.
                               26 Die Segnungen deines Vaters waren stärker als die Segnungen der ewigen Berge, die köstlichen                                    Güter der ewigen Hügel. Mögen sie kommen auf das Haupt Josefs und  auf den Scheitel des                                              Geweihten unter seinen Brüdern!

5 Mose 33,13                 Und über Josef sprach er: Gesegnet vom HERRN ist sein Land mit dem Köstlichsten vom Himmel droben, dem Tau, und                                        mit der Flut, die drunten liegt,
                                          14 mit dem Köstlichsten, was die Sonne hervorbringt, und mit dem Köstlichsten,  was die Monde erzeugen,
                                          15 mit dem Besten uralter Berge und mit dem Köstlichsten der ewigen Hügel,
                                          16
mit dem Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle. Die Gnade dessen, der in dem Dornbusch wohnte, komme auf das                                                  Haupt Josefs, auf den Scheitel des Geweihten  unter seinen Brüdern.
                                          17 Sein erstgeborener Stier ist voll Herrlichkeit, und seine Hörner sind wie die Hörner wilder Stiere; mit ihnen wird er die                                          Völker stoßen bis an die Enden der Erde. Das sind die Zehntausende Ephraims und die Tausende Manasses.

Mehr zu ihm / von ihm / über ihn in einem eigenen Artikel unter "Josef"


Benjamin

1 Mose 49,27     Benjamin ist ein reißender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen und des Abends wird er Beute austeilen.

Der jüngste von allen und der jüngste seiner geliebten Rachel.  Benjamin wird ein gefürchtetes Raubtier. Wer hätte das gedacht. Was aber nicht dem Charakter seines Namens entspricht. Und überhaupt. Der Segen von Mose über ihn:

5 Mose 33,12     Und über Benjamin sprach er: Der Geliebte des HERRN wird sicher wohnen; allezeit wird Er die                                     Hand über ihm halten und wird zwischen seinen Höhen wohnen.

Auch wir dürfen sicher wohnen. Dafür gibt es gewisse Voraussetzungen:

3 Mose 25,18     Darum tut nach meinen Satzungen und haltet meine Rechte, dass ihr danach tut, auf                                                               dass ihr im Lande sicher wohnen könnt.

Sprüche 1,33     wer aber mir gehorcht, wird sicher wohnen und ohne Sorge sein und kein Unglück fürchten.

Seine Gebote halten, auf den Vater im Himmel hören. Eigentlich ganz einfach. Oder doch nicht? Nein, solange wir immer wieder gern unseren eigenen Kopf durchsetzen möchten, herrscht in uns nicht immer der Frieden und die Ruhe, nach der wir uns sehnen. Da hilft es nur, an diesem Thema dranzubleiben und regelmäßig nach dem Willen des Vaters im Himmel zu fragen. 

Dazu auch regelmäßig unser Herz bearbeiten und beackern, die Hindernisse aus dem Weg räumen, uns auf ihn immer wieder neu ausrichten. Ich weiß aus eigener Erfahrung, es ist mühselig, es gibt immer wieder mal Rückschläge. Trotzdem kommen alle zur Ruhe, die sich auf den Weg machen und gemacht haben.

Fragenblock > Benjamin

·         In welchen Bereichen wohnst du schon sicher?

·    Welche Bereiche müssen noch in die Ruhe und das sichere wohnen gebracht werden?

(um diesen Ausdruck zu verwenden)

·     Was hindert dich daran, daß du sicher wohnst?

·     Willst du überhaupt sicher wohnen, so wie es der Vater im Himmel dir zusagt?


Wir haben nun einiges über die Kinder Jakobs erfahren und vertieft. Denn so manches findet sich auch in uns selbst wieder. Bei dem einen mehr, bei anderen weniger. Es ist eine Mischung aus allem.

 

Im Leben einiger Söhne geht’s recht turbulent zu. Doch dabei dürfen wir auch nicht DINA, die wohl einzige Tochter von Jakob vergessen.  Ihr wurde in der Bibel ein ganzes Kapitel gewidmet. Es geht um Sexualität, um den Beischlaf mit dem ersten Mann usw.



Copyright:  Silke Maisack