JESUS - Sein Leben und Wirken

Die 7 Feste



Fortsetzung von Seite "Jesus - und die 7 Feste 2"


Rosch Haschana, der Neujahrstag

In der hebräischen Bibel gibt es keine Überschrift.  Zudem finden sich keine weiteren Hinweise, warum genau einmal im Jahr unser Vater im Himmel dies eingeführt hat. 

Und der Ausdruck „Rosch HaSchana“ steht ebenso wenig in der hebräischen Bibel. Doch nochmals zum Erinnern. 

Außerdem: so ganz korrekt ist die Luther-Übersetzung auch nicht. Denn die Posaune, das Posaunenblasen bzw. das Blasen des Schofars steht bei dieser Bibelstelle so nicht im hebräischen Text.

Doch eines nach dem anderen. Zuerst die Luther-Übersetzung. Zum Vergleich dann meine aus dem Hebräischen Text zurückübersetzt.

3 Mose 23,23 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
24 Sage zu den Israeliten: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr Ruhetag halten mit Posaunenblasen zum Gedächtnis, eine heilige Versammlung.
25 Da sollt ihr keine Arbeit tun und sollt dem HERRN Feueropfer darbringen.

4 Mose 29,1 Und am ersten Tag des siebenten Monats soll heilige Versammlung sein; keine Arbeit sollt ihr an diesem Tage tun; ein Tag des Posaunenblasens soll er für euch sein.

 


Meine Übersetzung aus dem Hebräischen:

3 Mose 23,23-25  Und JHWH sprach zu Mosche: Rede zu den Kindern Jisraels: Im 7. Monat, am ersten (Tag) des Monats soll sein für euch ein Schabbat, eine Erinnerung, Jubel / Lärm / Signal, eine heilige Versammlung. Alle Geschäfte, Sklavendienst, nicht sollt ihr tun und bringen ein Feueropfer für JHWH

 

4 Mose 29,1.2  Und im 7. Monat am ersten in Bezug des Monats, eine heilige Versammlung soll für euch sein. Alle Geschäfte, Dienst, nicht sollt ihr tun, der Tag des Signals/ des Jubels soll sein für euch. Ihr sollt bereiten ein Brandopfer, den lieblichen Duft für JHWH, …

 


Teruah wird übersetzt mit „Kriegsruf, Kriegsgeschrei, Kriegslärm“; „Alarm, Signal“; „Lärm, Geschrei“;  „Jubel“ 

Schabbat = Ruhetag

Wir verstehen diesen Tag wohl besser, wenn wir die beiden anderen Feste, die im gleichen Monat stattfinden, dem siebten dazu nehmen, den Versöhnungstag (Jom Kippur) und das Laubhüttenfest (Sukkot), und dem was da angeordnet ist. 

Am ersten Tag  > Neujahrstag   

·         Ruhen, ausruhen

·         ein Signal setzen, was wohl am ehesten Sinn macht

·         sich erinnern

·         Gemeindeversammlung

Am neunten Tag > Versöhnungstag

·         Ruhen, ausruhen, nicht arbeiten vom Abend bis   

        zum Abend


Am zehnten Tag > Versöhnungstag

·         Ruhen, nicht arbeiten

·         Fasten

·         Uns demütigen

·         Entsühnung

·         Gemeindeversammlung

Am fünfzehnten Tag > Laubhüttenfest , eigentlich heißt es nur Fest der Hütten

·         Geerntete Früchte des Landes vor Gott bringen


Nach weiteren Recherchen im Internet zu diesem speziellen Tag, da bin ich zur Erkenntnis gekommen, daß es darum geht, sich an Gott unseren Vater im Himmel zu erinnern, 

·         Als unseren Schöpfer und daß wir seine Geschöpfe sind, er diese ganze Welt erschaffen hat

·         Als unseren Vater, und daß wir seine Kinder sind

und einiges mehr, was uns demütig werden läßt, werden lassen sollte.

Wir demütigen uns vor Gott unserem Vater im Himmel

Und bis zum Versöhnungstag bereitet sich das ganze Volk durch Buße tun vor

Die Parallelen zu Jesus

Rosch“ ist hebräisch und bedeutet Kopf, Anfang. Unser Haupt ist Jesus, Und der Vater im Himmel als das Haupt von Jesus macht durch ihn mit uns einen neuen Anfang. Indem sein Sohn die Strafe, die wir verdient hätten, auf sich genommen hat.

Dieses sollten wir wirklich ganz bewußt bedenken,  und uns daran erinnern, daß nicht nur Jesus, sondern auch Johannes der Täufer zur Buße und Umkehr aufgerufen hat, weil das Himmelreich in Jesus nahegekommen ist.

Unser Haupt ist Jesus 


Jom Kippur, der Versöhnungstag

3 Mo 16,29 Auch soll euch dies eine ewige Ordnung sein: Am zehnten Tage des siebenten Monats sollt ihr fasten und keine Arbeit tun, weder ein Einheimischer noch ein Fremdling unter euch.
30 Denn an diesem Tage geschieht eure Entsühnung, dass ihr gereinigt werdet; von allen euren Sünden werdet ihr gereinigt vor dem HERRN.
31 Darum soll es euch ein hochheiliger Sabbat sein und ihr sollt fasten. Eine ewige Ordnung sei das.

Fasten soll das Volk, sollen wir. An welchem Fasten sich unser Vater im Himmel freut, lesen wir im Buch Jesaja. Denn unser Vater im Himmel hat schon im AT beanstandet.

Jes 58,6 Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg!
7 Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!

Und Jesus fügt dem noch dieses hinzu: 

Mt 6,16 Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, um sich vor den Leuten zu zeigen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.
17 Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht,
18 damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.

Die Parallelen zu Jesus

ER nahm unsere Sünden etc. auf sich am Kreuz. Und als er dort verschied, verstarb, wurde der Vorhang zerrissen. ER hat uns mit ihm, dem Vater im Himmel versöhnt. ER hat uns unsere Sünden weggenommen, sodaß wir immer zum Vater kommen dürfen. 

Hebr 9,23 So also mussten die Abbilder der himmlischen Dinge gereinigt werden; die himmlischen Dinge selbst aber müssen bessere Opfer haben als jene.
24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen;
25 auch nicht, um sich oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alle Jahre mit fremdem Blut in das Heiligtum geht;
26 sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für alle Mal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben.
27 Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht:

Hebr 9,28 so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.

Unser Hohepriester ist Jesus, der uns mit dem Vater im Himmel versöhnt hat


Sukkot, das Laubhüttenfest

Eigentlich steht im hebräischen Text, wenn wir das übersetzen ins Deutsche „Fest der Hütten“. Und während der Wüstenwanderung waren das eher Zelte, die immer wieder aufgebaut worden sind, wenn sie lagerten. Und abgebaut, wenn sie weiterzogen.

3 Mo 23,40 Ihr sollt am ersten Tage Früchte nehmen von schönen Bäumen, Palmwedel und Zweige von Laubbäumen und Bachweiden und sieben Tage fröhlich sein vor dem HERRN, eurem Gott,
41 und sollt das Fest dem HERRN halten jährlich sieben Tage lang. Das soll eine ewige Ordnung sein bei euren Nachkommen, dass sie im siebenten Monat so feiern.
42 Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen. Wer einheimisch ist in Israel, soll in Laubhütten wohnen,
43 dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Israeliten habe in Hütten wohnen lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte. Ich bin der HERR, euer Gott.

Die Parallelen zu Jesus

Jesus kam in einer Hütte, einem Stall zur Welt. Und wir leben auch in einem Körper, der im übertragenen Sinne abgerissen wird.

Jesus ist mit seinem irdischen Körper gestorben und begraben worden. Auferstanden ist er mit einem Neuen, dem unvergänglichen Leib. 

Und auch wir werden verwandelt werden. Der sterbliche Leib wird verwandelt in einen unsterblichen. 

2 Kor 5,1 Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.

 

2 Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, dass wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden,
3 weil wir dann bekleidet und nicht nackt befunden werden.
4 Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben.

1 Kor 15,51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;
52 und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
53 Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit.


Die Gemeinde Jesu und die Entsprechung der Heiligen Feste

Volk Israel Gemeinde Jesu
Pessachfest Palmsonntag
Ungesäuerte Brote Karwoche
Erstlinge Ostersonntag (Auferstehung)
Wochenfest Pfingsten
Neujahrstag  
Jom Kippur Buß- und Bettag
Laubhüttenfest  Erntedankfest

Copyright:  Silke Maisack