Themen:

Ankunft in der neuen Heimat

Das Opfer auf dem Altar

Veränderungen

Der Bund

Alles harmonisch?



Ankunft in der neuen Heimat


Wie Noach verlassen wir mit allen, die uns begleitet haben, die Arche, die für eine gewisse Zeit unser Zuhause gewesen ist.

Wie beim Auszug aus dem Paradies oder später der Auszug aus Ägypten geht’s um den Beginn einer neuen Lebensweise.

·        Garten Eden – Versorgung durch den Vater im Himmel > verfluchter Erdboden – mühevolle Eigenversorgung

·    Vor der Flut – mühevolle Eigenversorgung  > nach der Flut – Versorgung durch den Vater im Himmel

·    Ägypten – unfrei / Mühsal  durch eigene Versorgung  > Kanaan –frei /Versorgung durch den Vater im Himmel

Im Prinzip wechseln wir immer hin und her. Das läßt sich gut auf unsere Lebensbereiche übertragen. Es gibt Zeiten, da läuft es gut. Und dann haben wir Phasen, die wir als sehr anstrengend erleben. Gerade in diesen schwierigen Zeiten erinnern wir uns an den Vater im Himmel, und schreien schon fast förmlich um Hilfe, wenn es fast zu spät scheint. Der Idealfall ist der, zu allen Zeiten mit ihm eine enge Beziehung zu führen.

Fragenblock  Ankunft in der neuen Heimat

·         Wie fühlst du dich, wenn du dir beide Versorgungsarten einander gegenüberstellst?

·     Welche Versorgungsart ist bei dir gerade aktuell?

·     Gibt es Lebensbereiche, die bereits vom Vater im Himmel versorgt werden?

·     Gibt es Lebensbereiche, die noch auf mühevoller Eigenversorgung basieren?

·     Möchtest du endgültig vom Vater im Himmel in allen Bereichen deines Lebens versorgt werden, so daß dein Leben weniger anstrengend wird und nicht mehr so viel Kraft kostet?


Das Opfer auf dem Altar


Was tut Noach als erstes, als er die Arche verläßt? Er baut einen Altar und bringt ein Opfer dar.

Was ist ein Altar? Lt. Lexikon zur Bibel S. 47

Als der besonders geweihte Ort, an dem der Mensch der Gottheit sein Opfer bringt, ist er eine Stätte der kultischen Begegnung mit der Gottheit. Nach dem Bericht der Bibel baute Noah nach dem  Ende der Sintflut den ersten Altar (1 Mo 8,20); vielleicht deutet schon das Opfer Kains und Abels in 1 Mo 4 auf das Vorhandensein eines Altars hin.

Opfertiere, Getreide oder andere Opfergaben wurden auf dem Altar niedergelegt, meist wohl auch verbrannt. Vom Opfer Kains und Abels wird allerdings nicht vermerkt, daß es ein Brandopfer gewesen sei (1 Mo 4,3-5).

 Das Opfer ist ein Brandopfer. Was ist das nun schon wieder?

Lexikon zur Bibel S. 876

Das Wesen des Brandopfers liegt in der auf Darstellung, Handauflegung, Schlachtung und Blutsprengung folgenden völligen Verbrennung des Opfertieres. Der Priester schnitt dazu das Opfer in Stücke, legte diese auf den Altar und verbrannte sie. So stieg das Opfer ganz und gar in Rauch und Flammen zu Gott empor, alles seine Teile wurden verbrannt. Damit verkörperte das Brandopfer die völlige Hingabe des Opfernden an den Herrn. Hier behielt der Mensch nichts für sich, alles gehörte Gott (vgl. 1 Mo 22,2). 

Die völlige Hingabe an den Herrn.  Bei unserer Beziehung mit dem Vater im Himmel geht’s um das Ganze, weder halb noch viertel, sondern GANZ. 

5 Mo 6,5              Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all                              deiner Kraft.  

Schließlich ist das völlig unmöglich bzw. versetzt uns in Streß, es beiden Seiten recht zu machen.

Mt 6,24                       Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben,                                           oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und                                        dem Mammon.

Noach bringt ein Ganzopfer. Unser Ganzopfer ist unser eigenes Leben. Wir bringen es unserem Vater als Opfer, als ein Ganzopfer, so daß er 100% Teil hat an unserem Leben.

Fragenblock Opfer / Brandopfer

·         Wie lebst du deine Beziehung zum Vater im Himmel?

o   Lebst du mit ganzem Herzen?

o   Oder dienst du noch zum Teil anderen Göttern, d. h. du räumst anderen Dingen oder Menschen den ersten Platz ein, an dem dein Herz hängt?

o   Bist du bereit, ihm alle deine Lebensbereiche wie Beruf, Familie, Wohnung, Auto und alles andere 100%ig dem Vater im Himmel zu übergeben, damit er aus dem Wasser (gewöhnliches Getränk / Leben in Routine, Alltagstrott)  Wein (edles Getränk / Leben mit regelmäßigen neuen Erfahrungen)  macht, um so ein neues und helles Leben führen?


Veränderungen


Nach dem Ende der Wasserflut: Etwas ist anders geworden. Etwas hat sich verändert. Wir haben uns verändert. Und am Anfang kommen wir uns etwas komisch vor. Und vollkommen verunsichert. An diesen neuen Zustand müssen wir uns erst einmal gewöhnen. Wir wissen noch gar nicht, was da alles auf uns zukommt. Denn wir betreten eine neue Welt, die uns noch völlig unbekannt ist.

Auch für Noach hat sich einiges verändert bzw. die Beziehung zwischen Mensch und Tier, wie wir dieser Bibelstelle entnehmen:

1 Mose 9,2       Und eure Angst / Furcht und euer Schrecken wird /soll sein

auf /bei / vor / über      allen Geschöpfen / Leben der Erde und

auf /bei / vor / über      alle Vögel des Himmels

bei                                 allen, was auf dem Erdboden kriecht und

auf /bei / vor / über      alle Fische des Meeres,

                                       in eure Hände habe ich sie gegeben

Was ist das denn? Der Mensch verbreitet Angst und Schrecken bei den Tieren? D. h. die Angst der Menschen überträgt sich auf die Tierwelt. Die Tierwelt soll Angst vor uns bekommen. Warum das denn? Und was meint der Vater im Himmel mit „in eure Hände habe ich sie gegeben“. Dieser Ausdruck findet sich mehrmals in der Bibel wieder.

Wenn der Vater dir oder mir etwas in die Hände gibt, in deine oder meine Hände, dann überträgt er die Verantwortung auf uns. Er traut uns zu, daß wir achtsam mit unserem Leben umgehen. Er traut uns zu, daß wir den Feind besiegen (z.B. an anderen Bibelstellen im Kampf gegen die Bewohner Kanaans  unter Josua).

An dieser Stelle jedoch: Sind die Tiere zu unseren Feinden geworden? Ja, und genauso wird der Mensch zum  Feind der Tiere. 

Der Vater im Himmel hat sie in unsere Hände gegeben, in unsere Gewalt.

Zum besseren Verständnis über die Tierwelt, die sich vor uns fürchten sollen, ziehen wir weitere Übersetzungen heran:


Gute Nachricht:

 

Alle Tiere werden sich vor euch fürchten müssen: die großen Landtiere, die Vögel, die Tiere, die am Boden kriechen und die Fische im Meer. Ich gebe sie in eure Gewalt. Ihr dürft von jetzt an Fleisch essen, nicht nur Pflanzenkost; alle Tiere gebe ich euch als Nahrung.


Hoffnung für alle

 

Alle Tiere werden sich vor euch fürchten müssen, denn ich gebe sie in eure Hand. Von jetzt an könnt ihr euch von ihrem Fleisch ernähren, nicht nur von Obst und Getreide.


Einheitsübersetzung

 

Furcht und Schrecken vor euch soll sich auf alle Tiere der Erde legen, auf alle Vögel des Himmels, auf alles, was sich auf der Erde regt, und auf alle Fische des Meeres; euch sind sie übergeben.


Neues Leben – Die Bibel

 

Alle Tiere und alle Vögel werden große Angst vor euch haben. Ich habe alle Tiere, auch die Fische, in eure Hand gegeben. Ihr könnt euch von ihnen ernähren, wie von Gemüse, Getreide und Obst.



Versuchen wir das doch mal in unsere eigenen Worte umzuformulieren, und nehmen meine Übersetzung:

o   Meine /unsere Angst soll über alles Leben der Erde sein

o  Meine Angst soll über alle Vögel sein

o  Meine Angst soll über alle Fische sein.

Auf das eigene Innenleben übertragen heißt dies:

·         Meine Angst soll über alle Gedanken sein

·     Meine Angst soll über alle Emotionen und Gefühle sein

·     Meine Gedanken und meine Gefühle / Emotionen werden zu meinen Feinden

Und diese wiederum sollen uns zur Nahrung sein. Wir leben von unseren Gedanken und Plänen usw. und die Gefühle / Emotionen? 

Das hört sich auch ganz nach der Phase an, die wir die Pubertäre Phase nennen. Diese Übergangsphase von Teenager zum Erwachsenen ist recht turbulent. Wir entwickeln da Gefühle und Emotionen, die wir gar nicht so einordnen können. Mit unserem Denken ist es dann auch nicht mehr so weit her. Und wenn dann eine Anleitung im Umgang mit diesen Gefühlen und Emotionen fehlt, dann haben wir es selbst als Erwachsene nicht leicht. Denn wir sind in dieser Phase einfach steckengeblieben. 

Körperlich machen wir ja auch Veränderungen durch. Das kennt ja jeder von euch. Der bisher vertraute Umgang mit seinem eigenen Körper geht verloren. Wer da noch negative Sätze über sein Aussehen usw. bekommt, der steht auf verlorenem Posten. Leider ist ein großer Körperkult zur Mode geworden. Was als natürlich galt, wurde ins Gegenteil verkehrt. Der eigene Körper wird abgelehnt, wenn er nicht den Normen entspricht, die die Gesellschaft vorgibt. 

Wie kommen wir jetzt da heraus, so daß nicht mehr die Emotionen unsere Nahrungsquelle sind? Wir ernähren uns ganz und gar von der Liebe des Vater des Himmels. Denn LIEBE IST, sie ist da, sie ist beständig. Gefühle und Emotionen kommen und gehen. Auf diese können wir uns nicht verlassen, während seine großartige Liebe stets verläßlich ist, so zuverlässig und vor allem präzise wie ein Schweizer Uhrwerk.

Und dann sind da noch die Tiere auf dem Festland. Diese stehen ja für die Bodenständigkeit, besonders die größeren. Die großen Tiere wie die Elefanten oder Giraffen bewegen sich da ruhig fort über den Erdboden. Doch in diesem Bibelabschnitt geht’s ja um die Kleintiere, die kürzere Beine haben. In der Bibel werden sie als rämäs, als  Kriechtiere bezeichnet.

Diese Kriechtiere, damit sind nicht nur Schlangen gemeint wie der Erläuterung im Lexikon zur Bibel zu entnehmen, dienen nun uns als Nahrung. 

Lexikon zur Bibel S. 415

Die hebr. Wörter rämäs und schäräz (wörtlich Sichregendes, Wimmelndes), die die LÜ häufig mit Gewürm übersetzt, sind Sammelbezeichnungen für alle kriechenden Tiere, auf dem Land (1 Mo 1,24f) wie im Wasser (Ps 104,25) und in der Luft (3 Mo 11,20; LÜ: „alles kleine Getier, das Flügel hat“), fußlose wie vier- und mehrfüßige (3 Mo 11,41f). Außer  den Säugetieren, Fischen und Vögeln dürften mit Ausnahme der Heuschrecke (V.21f) fast alle anderen Tiere zum Gewürm gehört haben, dazu noch kleinere Säugetiere, z.B. die Maus

Schön und gut, daß wir Fleisch essen dürfen. Unser Ziel ist ja doch, das im übertragenen Sinne zu verstehen. Was bedeutet „kriechen“?

Den Synonymen nach, nur um einige zu nennen (Quelle: woxikon.de)

·         gehorchen:        Folge leisten, folgen, gehorsam sein,  kuschen, sich fügen, parieren,                                 (sich) ducken

·     sich unterwürfig zeigen:   dienern, katzbuckeln, sich einschmeicheln

·     buckeln:              sich unterordnen,

·     schmeicheln:    sich anbiedern, nach dem Munde reden

·     dienern:              sich unterwürfig zeigen, Staub lecken

Manche Synonyme sind schon heftig, deftig. Was will der Vater im Himmel denn mit dieser Verordnung? Gehorchen. Und die Größe der Tiere besagt ja auch etwas. Nämlich unser Verhältnis zwischen uns und dem Vater im Himmel.

Wir sollen uns nicht größer machen, als wir tatsächlich sind. Außerdem sind wir seine Geschöpfe, von ihm geschaffen. 

Hiob bezeichnet uns Menschen als Wurm, im Zusammenhang auf seine Reinheit, denn seit dem Adam und Eva von der verbotenen Frucht genascht haben, sind wir unrein.

Hiob 25,4-6         (4)Und wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott? Und wie kann rein sein ein vom Weibe                                                    Geborener?                                                                                            

                              (5)Siehe, auch der Mond scheint nicht hell, und die Sterne sind nicht rein vor seinen Augen                                               (6)wieviel weniger der Mensch, eine Made, und das Menschenkind, ein Wurm!

Nun ja, ich und ein Wurm? Wie eklig ist das denn? Doch es gibt Hoffnung. Jesus selbst hat bereits gesagt in Johannes 15,3Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.“

Das Wort, das ist das Wort des Vaters im Himmel, das ist Jesus selbst.  Diese Bibelstelle steht im Zusammenhang mit dem Weinstock, das ein Bild für Jesus ist. Wir finden dort  wieder das Bild mit der Frucht, der Frucht des Geistes. Was die Frucht des Geistes ist, entnehmen wir aus Galater 5,22-23.

Also nichts Neues. Um die Qualität der Frucht des Geistes zu überprüfen, habe ich dafür das Arbeitsblatt „Die Frucht des Geistes – Prüfstandeszum Downloaden eingestellt. Eine regelmäßige Überprüfung in unseren unterschiedlichen und persönlichen Lebensbereichen ist notwendig, um uns innerlich weiterzuentwickeln.  Mit diesem Arbeitsblatt kannst du jederzeit eine Zwischenbilanz ziehen. Wenn du das regelmäßig für deine Lebensbereiche wiederholst(zu empfehlen, kein Zwang), und die Arbeitsblätter aufhebst, kannst du diese dann miteinander vergleichen und eine entsprechende Entwicklung erkennen.

Es gibt also Veränderungen in der Beziehung zwischen dem Menschen und den Tieren. Es kommt zu einer Veränderung des Menschen in Bezug auf sich selbst. Wie kommt das, was ist der Grund dafür?

Schauen wir zurück, wie Mensch und Tier sich vor der Flut ernährt haben. Für beide waren die Pflanzen, das Gras die tägliche Speise. Eine einfache Nahrung. Beide hatten denselben Speiseplan. Und nun?

Bezugnehmend auf unser Innenleben, unsere Seele, unser SEiN.

·         Im Garten Eden ernährten sich Mensch und Tier „vegan“. Der Mensch braucht nur die Früchte pflücken, die Früchte des Heiligen Geistes

·    Nach der Zeit im Garten Eden, wird das mit dem sich ernähren mühselig. Der Mensch muß sich selbst darum kümmern.

·    Nach der Flut, selbst die Vegetation restlos vernichtet, noch nichts zur Ernährung da, ist der Mensch erst recht auf die Güte des Vaters im Himmel und seine Rundumversorgung angewiesen.

Wer die Flutkatastrophen an den verschiedensten Orten gesehen hat über die Nachrichten im Internet und Fernsehen, versteht das, daß hinterher nichts mehr da ist, wenn das Wasser seine zerstörerische Kraft entfaltet hat.

Wir sind auf ihn angewiesen. Und ist es nicht wirklich angenehmer, wir erfüllen unsere Aufgabe, die er uns gegeben hat, während er sich um alles andere kümmert? Quasi den Haushalt führt.

Ja, Fleisch dürfen wir essen, aber alles Blut muß entsorgt werden, denn im Blut ist das Leben.  

Lexikon zur Bibel S. 192

Nach 5 Mo 12,23 ist das Blut der Sitz des Lebens. Im Blut ist das Leben (3 Mo 17,11). Weil das Blut Leben hat, kann es zum Himmel schreien (1 Mo 4,10).

Wie Gott über das Leben wacht, das er gegeben hat (1 Mo 2,7), so wacht er auch darüber, daß das Blut des Menschen nicht angetastet wird.

Wer Menschenblut vergießt, vergreift sich am Bild Gottes und damit am Schöpfer selbst, der alles vergossene Blut rächen wird (1 Mo 9,5f)

Hier klingt schon das Gebot „Du sollst nicht töten“ aus den 10 Geboten an. Unser Vater im Himmel möchte nicht, daß wir unseren Mitmenschen umbringen, und sei es auch nur in Gedanken, auch wenn uns manchmal danach zumute wäre.

1 Joh 3,15            Wer seinen Bruder haßt, der ist ein Totschläger, und ihr wißt,                                                                                        daß kein Totschläger das ewige Leben bleibend in sich hat.

Allein schon diese Bibelstelle sei uns zur Warnung. Und nicht genug damit. Ich bin mir selbst der Nächste. Alle Tierarten kommen in mir selbst vor. In uns leben beide Wesensarten, einmal die friedvollen, sanften und zum anderen die wilden, die Raubtiere, die Schlangenartigen usw. Und es gibt die neue Zusage, daß beide friedlich und harmonisch miteinander auskommen. 

Diese Balance ist bereits vor der Flut in Schieflage geraten. Durch die ständigen Gewalttaten der Menschen, die einander töten und einander gegenüber gleichgültig geworden sind. Und nach der Flut? Da ist dieses Gleichgewicht noch nicht wieder hergestellt worden.

Stattdessen zielt diese Bibelstelle 1 Mose 9,2 darauf ab, achtsam mit uns selbst umzugehen, und vor allen Dingen in dieser Hinsicht in der Abhängigkeit und Beziehung zum Vater im Himmel zu bleiben. Dann erfüllt sich im Laufe unseres Lebens diese Zusage:

Jesaja 65,25       Wolf und Schaf sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die                                           Schlange muß Erde fressen. Sie werden weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen                               Berge, spricht der HERR.

Doch was ist jetzt mit mir persönlich, wenn ich die Sache mit dem Fleisch und Blut direkt auf mich anwende? Fleisch essen, das könnte, ja das ist das sich selbst nähren. In mir ist die Quelle allen Lebens. In mir ist alles vorhanden, was ich zum Leben brauche.

Das Fleisch, das sind meine Gaben und Fähigkeiten, die ich so täglich brauche und einsetze, im gewöhnlichen Alltag, aber auch bei großen Herausforderungen.  Diese helfen mir, mich in meiner inneren Mitte zu halten und nicht ständig aus dem Rahmen zu fallen.

Aber was ist mit dem Blut? Warum darf ich das Blut nicht essen?

Im Blut sitzt das Leben. Und wer hat uns das Leben gegeben? Der Vater selbst. ER hat sich uns selbst gegeben (3 Mose 17,10f | siehe meine Übersetzung 3 Mose 17 zum Downloaden). ER ist unser Blut. Und Jesus sagt ja selbst von sich:“Ich bin das Leben“. Anders ausgedrückt: „Ich bin das Blut“. Unser Brot ist sein Wesen, das wir in uns aufnehmen, seinen Charakter, seine Wesenszüge samt seinen Fähigkeiten. Sein Blut ist unser Leben. 

Mk 14,24             Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.

Wenn wir diese Bibelstelle zugrunde legen, dann bedeutet das, daß wir unser eigenes Leben nicht achtlos hinwerfen, so wie man Perlen vor die Säue wirft. Leben ist kostbar. Und der Vater im Himmel will, möchte, daß wir wirklich achtsam mit uns selbst umgehen. 

In unseren heutigen Zeiten ist das nicht immer einfach. Es gibt viele Bücher und Webseiten zu diesem komplexen Themenbereich. Da das richtige für sich zu finden, da braucht jeder von euch ein Gespür für sich selbst. 


Am besten fängst du mit den Fragen an:

·         Was möchte ich gerne tun, um innerlich herunterzukommen?

·      Was hat mich von den Tipps und Möglichkeiten angesprochen, das ich für mich umsetzen möchte?

·      Was entspricht mir, um meine innere Mitte wieder zu finden und zur Ruhe zu kommen?


Und da es meist beim Vorsatz und evtl. bei einem einmaligen Ausprobieren bleiben wird, empfehle ich dir, das, was du für dich gefunden hast, reichlich auszusäen. Nur dann, wenn die Saat auch aufgegangen ist, gelingt es dir dann viel leichter und immer besser auf dich zu achten.

Denn bereits Jesus hat gesagt:

Mt 26,41              Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallt! 

                              Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.

Paulus drückt sich ähnlich aus:

Röm 7,19             Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht;                                                                                                                            sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.

Ich nehme mir etwas vor, doch die Gewohnheiten kommen da ganz schön in die Quere. Erst das Wort des Vaters als Gegenmittel bewirkt Wunder. Eingefahrene Gewohnheiten sind wie Gift, das schleichend in unser Leben eindringt und uns innerlich langsam absterben läßt, weil so vieles zur Routine geworden ist. Ohne sein Wort schaffen wir es nicht, diese Gewohnheiten hinter uns zurückzulassen, um wirklich an den Ort unserer Sehnsucht gelangen zu können. 

Beispielsweise innere Ruhe und Gelassenheit. Ich kann noch so jegliche Möglichkeit austesten, die mir geboten und angeboten wird, dennoch bleibt es an der Oberfläche. Sie sind Vorsätze, und dabei bleibt es auch in der Regel. Sein Wort jedoch dringt tief in unser Herz und erreicht die Wurzeln, die uns daran hindern, einen völlig neuen Weg einzuschlagen.

Leben heißt jedoch, sich auch dem  Neuen zu öffnen, neue Dinge und Menschen kennenzulernen.  Sein Herz öffnen für das, was an Veränderungen in dieser Welt heutzutage geschieht, vor allem auch das positive darin sehen. Wer sich verschließt, sich einrichtet in seiner Komfortzone, der stirbt allmählich einen inneren Tod, und der äußere Tod ist dann auch nicht mehr weit.

Wir nähern uns dem Ende der NOACH-Geschichte. Etwas wichtiges wird von unserem Vater im Himmel an dieser Stelle eingeführt.  ER schließt mit Noach bzw. mit uns einen Bund für alle Zeiten, der allerdings recht einseitig ist. Wir Menschen haben die Tendenz, uns nicht an seine Gebote zu halten und unsere eigenen Wege zu gehen, wie uns die Geschichte lehrt. Vor allem die biblischen Erzählungen. Besonders das Volk Israel wurde immer wieder ungehorsam. Dennoch hält der Vater im Himmel an seinen Bund fest bzw.  an seine Bünde. In der Bibel gibt es ja mehrere davon.

Fragenblock  Veränderungen

·         Wie geht es dir damit, wenn Veränderungen in deinem Leben auf dich zukommen?

·     Wie geht es dir damit, wenn Veränderungen in deinem Leben auf dich zukommen,                                           die du nicht erwartet hast?

·    Wie gehst du mit Veränderungen um, die Vater im Himmel in deinem Leben bei dir vornimmt,                     damit du dich innerlich weiter entwickelst und so zu dem Platz / zu der Aufgabe (Berufung) kommst,       den er für dich vorgesehen hat?

·    Bist du offen genug, dich auf Veränderungen einzulassen und dich verändern zu lassen?


Der Bund


Der Vater im Himmel schließt mit uns also einen Bund, ein Bündnis. Obwohl wir, die Menschen des öfteren das Vereinbarte nicht einhalten, steht er trotzdem zu uns. 

Seine Bündnisse bestehen auch heute noch.

Der Bund mit Noach:

Bundeszeichen:                 Regenbogen in die Wolken

Vertragsinhalt:                  Erde bleibt bestehen

                                               Erde wird nicht mehr verflucht

                                               Alles Leben bleibt erhalten

                keine Bestrafung mehr durch eine Flut

                                               Saat und Ernte / Frost und Hitze / Sommer und Winter  /                                                                                            Tag und Nacht hören niemals auf

1 Mose 8,21.22 /9,11

Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe.

(22)Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

(11)Und ich richte meinen Bund so mit euch auf, daß hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll durch die Wasser der Sintflut und hinfort keine Sintflut mehr kommen soll, die die Erde verderbe.

Für meine eigene innere Heilung und Weiterentwicklung habe ich vor allem mit meiner Inneren Familie / meinem inneren Kind unzählige Verträge und Übereinkünfte geschlossen. Ausgewählte Familienmitglieder haben diesen dann unterschrieben.  Es können natürlich auch verläßliche Freunde unterschreiben.

Mir hat das auf jeden Fall geholfen, sonst wäre evtl. diese Website nicht entstanden. Gewiß hat die vollständige Erfüllung aller Verträge eine gewisse Zeit gedauert. Doch damit wird bei dir, so wie es bei mir geschehen ist, ein Prozeß angestoßen. Außerdem ist ein schriftlicher Vertrag verbindlicher als eine gedankliche Entscheidung, die irgendwann doch in völlige Vergessenheit gerät.

Unter dem Titel „Leben in Einheit – Mein Noach-Bund(Rubrik Downloads - Arbeitsblätter) habe ich verschiedene Verträge als Muster / Vorlage zusammengestellt. Diese kannst du dir downloaden, ausdrucken und ganz individuell persönlich kreativ gestalten. Schließlich muß eine Vereinbarung nicht allzunüchtern aussehen. Eine persönliche Note (Gestaltung) bewirkt viel. Dazu gibt es eine Liste von weiteren Themen für Verträge, deren Ausarbeitung  und Formulierung des Inhalts ich dir überlasse.


Bevor wir tatsächlich dieses Kapitel abschließen können, gibt es noch eine Episode mit Noach anzusehen. Etwas, was theoretisch / praktisch auch uns widerfahren könnte oder kann:

Alles harmonisch?

Nein, die Herzen der Menschen haben sich nicht verändert. Wir lesen da völlig neues über Noach. Bislang war uns bekannt, daß er untadelig gelebt hat. Zum ersten Mal lesen wir, daß ein Mensch sich betrinken kann. Und zwar so, daß er nichts mehr mitbekam, er nicht mehr Herr seiner Sinne war.

Noach hat einen Weinberg gepflanzt. Und die Weintrauben zu einem Getränk verarbeitet. Von Traubensaft wird man normalerweise nicht betrunken. Etwas muß damit geschehen sein. Es sei denn, die Menschen damals wußten, wie Wein und andere alkoholische Getränke hergestellt wurden.

Jedenfalls hat Noach von diesem zu viel genossen. 

Eph 5,18              Und  sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt,  

                              sondern laßt euch vom Geist erfüllen.

Paulus bringt es auf den Punkt. Wir sollen uns vom Geist erfüllen lassen. Außerdem hat Wein auch eine Bedeutung im übertragenen Sinn:

Lexikon zur Bibel S. 1245

Im übertragenen Sinn ist der Wein ein häufiges Bild für geistliche Kräfte und Gaben (Spr 9,2; Jes 55,1), aber auch für die durch Gottes Gericht bewirkte Verblendung und Verwirrung (Jer 25,15f). 

Die Gaben des Geistes. Eine davon ist die WEISHEIT, wie wir der Bibelstelle aus Sprüche 9,2 entnehmen dürfen. Dazu gehören noch viele andere. Im NT finden sich mehrere Listen, die unterschiedliche Auflistungen machen.  Das soll uns jedoch nicht weiter stören. Es geht einzig und allein um den Geist des Vaters im Himmel. Er, der Geist des Vaters im Himmel wirkt durch uns in der Weise, wie es jeweils notwendig ist.

Doch zurück zu Noach, der völlig betrunken und nackt in seinem Zelt liegt und seinen Rausch ausschläft.  Sein Sohn Cham sieht das und erzählt das wohl in respektloser Weise seinen beiden Brüdern.

Hier wird nun gegen das Gebot „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. „ ( 2 Mose 20,12) verstoßen.

Ehren. Mit dem Ehren, das ist so eine Sache. Im negativen Sinne ‚anhimmeln, anbeten, vergöttern, schmeicheln. Das der Vater im Himmel nicht gemeint, sondern wir sollen unsere Eltern ‚respektieren, achten, anerkennen, ihnen danken‘ und daher sie nicht beschämen, wie es Cham getan hat.

Was war eigentlich entblößt? Es steht nichts davon, daß Noach völlig ausgezogen war. 

Seine beiden Brüder, Schem und Jafet, sind unsere Vorbilder. Sie bewahren ihren Vater und sich vor weiterer Bloßstellung. 

Bei Adam und Eva war es das Feigenblatt. Noach wurde mit seiner Kleidung zugedeckt. Doch warum gingen Schem und Jafet rückwärts in das Zelt?  Am besten fragen wir persönlich nach.

Ich:                       Schem, wieso bist du mit deinem Bruder rückwärts in das Zelt eures Vaters?

Schem:                Weil unsere Augen die Nacktheit unseres Vaters nicht sehen sollen.

Ich:                       Welchen Grund gibt es, daß eure Augen die Nacktheit eures Vaters nicht sehen sollten?

Schem:                Weil  sonst ein Begehren / ein Verlangen in uns geweckt wird, daß unserer Seele  nicht guttut. Und                                     wir gegen die Gebote des Vaters im Himmel verstoßen.

Ich:                       Welche Gebote sind das?

Schem:                Du sollst nicht begehren bzw. Du sollst mit deinem Vater und deiner leiblichen  Mutter nicht Umgang haben.                                        (3 Mose 18,7)

Ich:                       Ich verstehe.

Dann wacht Noach auf. Er erfährt, was geschehen ist. Er erfährt, wie Cham sich seinen Brüdern gegenüber verhalten hat. Und er verflucht nicht Cham, sondern interessanterweise dessen Sohn Kenaan.  Der muß nun das Verhalten seines Vaters ausbaden, und ganze Generationen nach ihm.

Mit welchen Folgen muß Noach's Enkel fortan leben?

Kenaan soll seinen Brüdern dienen!

Inzwischen sind wohl viele Jahre vergangen. Die Menschen haben begonnen, sich wieder zu vermehren. Von daher ist der Name eines Nachkommens nach der Sintflut erwähnt.



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