Themen:

Die Bedeutung seines Namens

Die Menschen in seinem Umfeld  (Kurzüberblick)

> Ein Gespräch mit Isaak und Rebekka gewährt uns Einblick      in das familiäre Leben, in ihren Glauben und in ihre Sorgen < 



Isaak

1 Mose 25,19-26,33


Einleitung

Wir beleuchten hier das Leben von Isaak mit den Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung. Auch er gibt uns reichlich Aufschluß und Anschauungsmaterial, wie wir beispielsweise mit den eigenen Kindern umgehen (wer welche hat). Natürlich auch mit den inneren Kindern.  Der Zank der Philister um die Brunnen bietet genügend Lehrstoff für uns selbst.


Die Bedeutung seines Namens

Hebräisch  Jizchak. Sein Name bedeutet „er wird lachen“. Sein Vater Abraham war 100 Jahre und seine Mutter 90 Jahre alt, als er das Licht unserer Welt erblickte.

Wie kommt es zu seinem Namen?

1 Mose 17,19               Da sprach Gott: Nein, Sara, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, den sollst du Isaak nennen, und mit ihm will ich meinen                                          ewigen Bund aufrichten und mit seinem Geschlecht nach ihm.

Wir gehen 2 Verse zurück und finden den Grund:

1 Mose 17,17                 Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: Soll mir mit hundert Jahren ein Kind geboren                                             werden, und soll Sara, neunzig Jahre alt, gebären?

Abraham hat gelacht, weil er sich ganz und gar nicht vorstellen kann, noch so spät Vater zu werden. Seiner Frau Sara ist ähnlich ergangen, siehe  1 Mose 18,12.  Beide lachen, weil sie es aus menschlicher Sicht es schlichtweg für unmöglich halten, noch Kinder zu bekommen. Doch wie wir alle wissen, bei unserem Vater im Himmel ist wirklich nichts unmöglich. Er steht zu seinem Wort. 

Die Bedeutung seines Namens hat auch mit dem Vater im Himmel zu tun. Ähnlich wie der Name seines Bruders Ismael (hebr. Jischmael). Dessen Name bedeutet „ er wird hören“, denn der Vater im Himmel hat das Elend von Hagar gehört und gesehen. 

Ja, und bei Isaaks Namen, da lacht auch er. Warum hat der Vater im Himmel gerade diesen Namen erwählt? Und nicht irgendeinen anderen. Zuweilen ändert auch die Namen. Aus Abram wird Abraham, Sarai wird zu Sara, später bekommt sein Sohn Jakob einen neuen Namen.

Der Vater im Himmel lacht. Und wenn wir auf die bisherigen Namen, die in der Bibel erwähnt sind zurückblicken, weisen diese auch auf das Wesen unseres himmlischen Vaters hin. Wobei nicht bei allen Namen das deutlich zu erkennen ist. Wir fangen bei Adam an. Die Frauen sind mit dabei, da auch der Vater im Himmel auch mütterliche Züge in sich trägt.

Im Artikel „Die Adams-Linie“ habe ich die Bedeutung der Namen auf uns selbst bezogen. Hier bringe ich sie, sofern möglich, mit unserem Vater im Himmel zusammen. Denn eine gute Vater-Kind-Beziehung ist immens wichtig.

Name

Bedeutung

Der Vater im Himmel

Adam   

Mensch

wird Mensch

Eva

Mutter aller Lebenden

ist der lebende, gibt das Leben

Seth

Fundament

ist unser Fundament

Jered

hinabsteigen

Kommt zu uns herab, um uns nahe zu sein,

Henoch

Einweihung

Weiht uns ein (macht uns heilig)

Noach

Ruhe

führt uns zur Ruhe

Sem

Name

ist kein Unbekannter

Jafet

Sich ausbreiten

Breitet sich, bei ihm ist immer Platz

Abraham

Vater vieler Völker

Ist ein Vater von vielen Menschen

Jischmael

Er wird hören

Hört uns

Jizchak

Er wird lachen

Lacht, freut sich

Abimelech

Mein Vater ist König

Ist unser Vater und König zugleich

Melkisedek

Mein König ist gerecht

Ist gerecht

Soviel in die Welt der Bedeutung der Namen.  Doch auch Isaak selbst kann in sofern lachen, denn er weiß, daß unser Vater im Himmel mit ihm ist und seinen Bund mit ihm fortsetzt.


Die Menschen in seinem Umfeld

Wen haben wir da alles? Welche Personen erwähnt die Bibel? Die meisten von ihnen schauen wir uns näher an, da sie unser eigenes Verhalten und unsere inneren Haltungen widerspiegeln. 

·         Abraham, sein Vater

·     Sara, seine Mutter

·     Hagar, die Magd seiner Mutter

·     Ismael, sein Halbbruder, Sohn der Hagar

·     Ketura, die zweite Frau nach dem Tod seiner Mutter und Mutter von 6 weiteren Söhnen Abrahams ist

·     Rebekka, seine Frau aus dem Land, in dem die Verwandtschaft geblieben ist

·    Jakob und Esau, seine eigenen Zwillingssöhne

·    der dienstälteste Knecht seines Vaters

·    Abimelech, der König von Gerar

·    Die Hirten von Abimelech

Wie gehen wir an das Thema Isaak heran? Lassen wir ihn doch selbst erzählen. Und stellen unsere Fragen.


Isaak’s Erzählungen

Nun, da gibt es einiges zu erzählen. Fangen wir doch bei meiner Geburt an. Kaum habe ich das Licht dieser Welt erblickt, da habe ich in zwei paar gütige und liebende Augen geschaut. Das waren meine Eltern. Ihr Gesicht zum Teil faltig, besonders das von meinem Vater. Kein Wunder, denn beide waren schon recht alt, als sie mich bekommen hatten.

Ein paar Jahre später, ich war gerade entwöhnt, da fingen die extremen Kabbeleien zwischen Ismael und mir an. Meine Mutter Sara konnte das kaum aushalten, wie er mit mir umging. Er wurde später ja von meinem Vater samt seiner Mutter buchstäblich in die Wüste geschickt. Danach hatte ich Ruhe vor ihm, bis wir uns zur Beerdigung meiner Mutter Sara uns wieder trafen. Im Erwachsenenalter haben wir zum Glück unsere Feindseligkeiten überwunden und kamen nun ganz gut klar miteinander. Denn inzwischen hat jeder von uns seinen Platz im Leben gefunden. Ismael war einfach eifersüchtig, weil er nicht der Erbprinz gewesen ist, wie das seine Mutter und er sich gewünscht hätten.

Doch der Vater im Himmel hat ja seinen eigenen Plan und führt ihn konsequent durch und zu Ende, auch wenn wir manchmal völlig anders handeln, als wenn es Außenstehende wie euch erwarten würden, wenn ihr hört und lest, was er vorhat.

Auch ich wußte in Bezug auf meine beiden Söhne Jakob und Esau, daß es mit Jakob weiter ging und nicht mit Esau. Und trotzdem habe ich Esau bevorzugt und Rebekka’s Liebling war der Jakob. Das ist ganz menschlich. 

Unsere Frage(n)  an Isaak:

Wie bist du als Kind mit der Eifersucht von Ismael umgegangen? Hast du dich gewehrt? Wenn ja, wie?

Isaak:

Nun, ich habe darüber gelacht. Ich war ihm nicht gram und habe mich von ihm auch nicht provozieren lassen. 

Unsere Frage(n) an Isaak:

Zuvor hast du doch gesagt, ihr habt euch heftig gestritten?

Isaak:

Da ging es aber nicht um das Erbe, sondern die üblichen Streitereien beim Spielen. Seine Provokationen in Bezug auf das Erbe waren ganz anderer Natur.

Unsere Frage(n) an Isaak:

Was lernen wir nun von dir auf dem Gebiet des Streites zwischen Geschwistern?

Isaak

Ihr solltet euch immer wieder versöhnen und vergeben. Auch wenn es um das Erbe geht. Hagar hat für Ismael eine wunderbare Verheißung und Zusage bekommen. Denn wenn auch meine Mutter Sara etwas voreilig gehandelt, und somit „das Kind in den Brunnen gefallen ist“, da macht der Vater im Himmel sogar noch das Beste daraus. Er steht zu unseren Fehlverhalten, was zum Menschsein dazugehört.

Unsere Frage(n) an Isaak:

Du meinst,  unsere Fehlverhalten gehören zum Menschsein dazu?

Isaak

Ja, und auch das dazu stehen können.

Unsere Frage(n) an Isaak:

 

Was uns Menschen zumeist schwer fällt.

Isaak

Das stimmt. Vor allem auch, was meine Söhne Esau und Jakob betrifft. Im Nachhinein tut es mir heute leid, Esau bevorzugt zu haben. Vermutlich hat er, Esau etwas gehabt, was mir nicht möglich war. Zumindest nicht in diesem Maße

Unsere Frage(n) an Isaak:

Du willst damit sagen, du wärst gerne wie Esau öfters auf die Jagd gegangen, um Wildfleisch zu essen anstatt bei den Zelten zu bleiben und dich um die Herde, die Mägde und Knechte zu kümmern.

Isaak

Ja, so ist es, er konnte sich diese Freiheit erlauben, da ich nun mal 2 Söhne habe. Da war es wirklich möglich, daß sich einer von den beiden sich nicht um Haus und Hof kümmern mußte.  Ich wäre gerne wirklich des öfteren auf die Jagd gegangen, anstatt mich von meinem Vater Abraham in der Führung und Leitung unseres Haushaltes unterweisen zu lassen.

Unsere Frage(n) an Isaak:

Wenn wir uns das so anhören, dann stecken auch in jedem von uns ein gewisser Neid, evtl. auch Eifersucht. Nämlich dahingehend, daß wir sehen, was der andere so tut und umsetzt, uns dagegen irgendwie verwehrt bleibt. Wir möchten wohl alle gerne das Leben des anderen leben, oder zumindest den gleichen Lebensstil pflegen.

Isaak

Ja, so ist es. Und wer sehnt sich nun nicht nach Freiheit und Unabhängigkeit, statt in einer Verantwortung zu stehen, so wie es bei meinem Vater Abraham und mir der Fall ist.

Unsere Frage(n) an Isaak:

Gibt es von deiner Seite aus noch etwas zu erzählen, was deine Beziehung zu deinem Bruder Ismael betrifft?

Isaak 

Nein, denn auch hier geht’s um Verantwortung. Ich bin nun mal der Haupterbe, mit dem der Vater im Himmel den Bund fortsetzt, den er mit unserem Vater Abraham geschlossen hat.

Fragenblock > Aussöhnung mit dem Lebensplan des Vaters für mich

·         Bist du bereit, dich mit dem Plan des Vaters zu versöhnen und den vorgegeben Weg einzuschlagen?

·     Bist du bereit, dich mit deinen Schwächen und Stärken in dir auszusöhnen und die Feindseligkeiten gegen dich selbst vor allen Dingen einzustellen?

Fragenblock > In der Verantwortung stehen

·       Bist du bereit, in der Verantwortung zu stehen, in die dich der Vater im Himmel hineinstellt, hineinstellen will?

·    Bist du bereit, deine Sehnsüchte, Wünsche für einen anderen Lebensstil loszulassen und zu akzeptieren, ein besonderes und außergewöhnliches Leben zu führen, auch wenn du dadurch aneckst und auf Unverständnis stoßt?


Seine Frau Rebekka und die Söhne Esau und Jakob

Hebr. „Ribka“, die Frau an der Seite Isaaks. 

Isaak

Ja, sie war und ist sehr schön. Und ich mußte für sie beim Vater im Himmel bitten, daß er sie fruchtbar machte.

Unsere Frage(n) an Isaak:

Weshalb denn? Es ist schon auffällig, daß der Vater im Himmel es ist, der die Schwangerschaften bei den Frauen ermöglicht, die ihr alle liebhabt. Zuerst Sara, dann Ribka, später Rahel.

Isaak

Ja, das ist wahr. Doch da steckt wohl eine Absicht, ein Plan dahinter. Wahrscheinlich mußte die eheliche Beziehung noch etwas reifen, so meine Vermutung

Rebekka

Ich bin froh, daß mein Isaak für mich um Fruchtbarkeit gebetet hat. Nur das mit den Zwillingen, das war mir dann doch etwas zu viel. Vor allem, als sich beide in mir miteinander gekabbelt haben. Die beiden haben es mir ganz schön schwer gemacht während meiner Schwangerschaft.

Unsere Frage(n) an Rebekka:

Der Vater im Himmel hat dir doch offenbart, was mit den Zwillingssöhnen geschieht? Wie bist du damit umgegangen, als du dies gehört hast?

Rebekka

Nun ja, wir haben in der Familie darüber gesprochen. Auch als die beiden erwachsen geworden sind, haben wir darüber miteinander geredet. Schön war es nicht für Esau, daß Jakob dann den Bund fortsetzt, den der Vater im Himmel mit meinem Schwiegervater Abraham geschlossen hat.

Unsere Frage(n) an Rebekka:

Was hat dich bewogen, Jakob zu bevorzugen? Also ihn dem Esau vorzuziehen?

Rebekka

Einmal war es die Verheißung. Ich habe da wohl unbewußt da etwas angeschoben. Aber andererseits hatte ich den Jakob sehr sehr lieb, weil er sich um Haus und Hof kümmerte, während Esau  sich der Jagd nach dem Wild befleißigte.  Und Jakob kam da sehr nach mir.

Unsere Frage(n) an Isaak:

Was nehmen wir nun mit für uns mit?

Rebekka

Möglichst keinen bevorzugen. Das gilt auch für die inneren Kinder. Denn jeder ist gleichviel wert. Und jeder einzelne hat seinen eigenen Weg vor sich. Die Lebensplanung unseres Vaters im Himmel für jeden von uns bzw. für euch ist vollkommen. Er weiß genau, was eure Aufgabe ist, wie eure Lebensweise sein wird. Und diese sind nun mal vielfältig.

Unsere Frage(n) an Isaak:

Und wir müssen da hineinwachsen.

Rebekka

Ja, so ist es. Und um eure / unsere Aufgabe vollständig auszufüllen und zu erfüllen, werden wir zuvor geschliffen und geprüft

Isaak

Das fängt wohl schon im Kindesalter an.  Mein Vater Abraham sollte ich mich opfern als Brandopfer. Das war zwar nicht ganz leicht für ihn und auch nicht für mich. Aber sein Glaube war groß genug, und sein Vertrauen in den Vater im Himmel riesig, so daß er, wenn auch schweren Herzens diesen Glaubensgehorsamsschritt gegangen ist.

Unsere Frage(n) an Isaak:

Und wie ging es dir damit, Isaak? Es geht aus den Aufzeichnungen nicht hervor, daß dein Vater dir gesagt hat, daß er dich opfern soll, also wieder hergeben.

Isaak

Nein, doch mein Vater Abraham hat mir von seinem Glauben und seinem Vertrauen in den Vater im Himmel erzählt und mich so darauf vorbereitet. Er hat mich auch früh genug über die Umstände meiner Entstehung aufgeklärt, so daß ich ruhig und gelassen sein konnte, als wir zum Berg im Land Morija gezogen sind, um mich zu opfern.

Unsere Frage(n) an Isaak:

Ruhig und gelassen? Wie das denn? Einige von uns wären doch garantiert unruhig geworden, weil so mancher am eigenen Leben hängt.

Isaak

Ich blieb deshalb so ruhig, weil ich mit meinem kindlichen Herzen und Glauben tief drin wußte, daß der Vater im Himmel nicht so weit gehen würde, und es vor allem nicht zuläßt, daß ich tatsächlich geopfert werde. 

Unsere Frage(n) an Isaak:

Ein kindliches Herz, ein kindlicher Glauben. Wie finden wir das wieder im Erwachsenenstadium? Da geht einfach vieles verloren.

Isaak

Ein einfacher Glaube. Diesen Glauben hatte ja mein Vater Abraham schon. Ein tiefes Vertrauen in das Wirken des Vaters im Himmel.

Unsere Frage(n) an Isaak:

Wie wachsen wir da hinein, daß tief in uns das Bewußtsein da ist, daß der Vater im Himmel stets das richtige tut?

Isaak

Das ist wohl im Unterbewußtsein fest verankert.

Unsere Frage(n) an Isaak:

Es geht also um das Urvertrauen. Hast du vielleicht eine Idee, wie wir unser Urvertrauen nicht immer wieder zuschütten?

Isaak

Das ist eine gute Frage. Unser Urvertrauen ist wie eine Pflanze.

Wir:

Mir kam das Bild einer runden Fläche, in die ein Baum eingepflanzt werden kann.

Rebekka

Das ist keine schlechte Idee

Wir :

Und Früchte dazu, so daß ich bzw. wir uns jedes Mal eine Vertrauensfrucht verinnerlichen.

Isaak

Das können ja verschiedene Bibelstellen aus der Bibel sein, je nach Thema bzw. Bereich wo du einfach Vertrauen brauchst

Wir

Stimmt. Noch besser für jeden Bereich einen Baum pflanzen. Eine Plantage oder Park für Vertrauensbäume anlegen.

Rebekka

Ja, tut das. Damit wächst euer Vertrauen

Unser Vertrauensbaum

 

Pflanzt für jeden Bereich, für den ihr Urvertrauen für das Wirken des Vaters im Himmel braucht,  einen Vertrauensbaum und pflückt euch dort täglich ein Wort (eine Bibelstelle) unseres Vaters zum betreffenden Thema und verinnerlicht es euch.  Laßt euch darauf ein, daß es durchaus das ein-und dasselbe Wort sein kann, und zwar so lange bis es euer Unterbewußtsein aufgenommen hat

Die Früchte, die an dem Baum hängen, das sind die Worte aus der Bibel, also all jene Bibelstellen, die für dich persönlich an diesem Baum entstehen läßt.

Als persönliches Beispiel findest du bei den Arbeitsblättern diesen Obstbaum unter dem Titel "Der Vertrauensbaum" mit dem Thema 'finanzielle Versorgung'. Viele von euch kennen sicher das Problem, daß sämtliche feststehende Kosten regelmäßig steigen und das ja auch bezahlt werden muß. Dazu kommt von manchen Gemeinden der Ruf nach dem Zehnten. Wichtig jedoch ist, daß ihr über jeden Bereich mit dem Vater klare Vereinbarungen trefft. Diese Vereinbarungen sind eure Früchte, die ihr täglich zu euch nehmt, um sie zu verinnerlichen.

Du kannst diesen Baum nehmen oder andere Bäume malen, deiner Kreativität sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Schließlich legst du dir deinen eigenen Park an.


Der Vertrauensbaum
Der Vertrauensbaum


Fragenblock > Umgang mit den Kindern

·         Wie gehst du mit dir selbst um?

·     Bevorzugst du Anteile in dir, die dir angenehmer erscheinen?

·     Wie behandelst du deine inneren Anteile, die gerne aus der Reihe tanzen

·     Wie gehst du mit deinen inneren Kindern um?

·     Gibt es welche, die du gerne bevorzugst?

·     Wie reagieren die, die sich benachteiligt fühlen?

Fragenblock > Vertrauen und Glaube

·        Gibt es in deinem Leben außerbiblisches Glaubensvorbilder,

      denen du nacheifern kannst ?

·    Welche Glaubensvorbilder in der Bibel favorisierst du?

·    Was hilft dir am besten, dein Vertrauen in den Vater im Himmel so zu entwickeln, daß du so vertrauen kannst wie Abraham?


Die Söhne Jakob und Esau

Isaak

Die beiden waren von Geburt an schon grundverschieden. Allein vom Aussehen her. In der Bibel ist der Geburtsvorgang ausführlich beschrieben. Du willst aber mehr auf das Thema Ehefrauen in Bezug auf die beiden eingehen.

Wir :

Stimmt. Du kannst wohl Gedanken lesen

Isaak

Na, eigentlich nicht. Wie geschrieben steht, hat Esau sich zwei Hetiterinnen genommen und später eine Ismaeliterin.

Wir

Damit wart ihr wohl nicht ganz einverstanden. Wir lesen da etwas von Herzeleid bei der Rebekka

Rebekka

Ja, das stimmt. Mir wäre für Esau eine Frau aus meiner Heimat lieber gewesen.

Wir

Bei Jakob habt ihr es richtig gemacht. Ihr habt ihn gleich dorthin gesandt.

Isaak

Das stimmt. Und er ist der Bedeutung seines Namens auch dort gerecht geworden.

Wir

Nachdem er erst einmal von deinem Schwager Laban betrogen wurde, was die Ehefrauen angeht

Isaak

So ist es. Er ist ja mit 2 Frauen, vielen Söhnen, einer Tochter und eigenem Viehbestand wieder zurückgekommen.

Wir

Euer Herzeleid, wie seid ihr damit umgegangen?

Isaak

Das war nicht immer ganz einfach. Vor allem immer dann, wenn wir sie in unserer Nähe gesehen haben, das gab dann jedes Mal einen Stich ins Herz

Rebekka

Richtig. 

Wir

Und ihr konntet nichts dagegen tun, weil ja Esau zur Familie gehört.

Isaak

Gegen Herzeleid ist einfach kein Kraut gewachsen.

Wir

Vielleicht doch. Wie wäre es mit einem Kummerkasten? Einen Kummerkasten beim Vater im Himmel. Das wäre zudem die richtige Adresse. Auch wenn er in Bezug auf Esau und seine Frauen nichts ändern kann. Wir Menschen haben nun mal einen freien Willen.

Für Rebekka und Isaak aus der Sicht als Eltern ist es schwierig, das Herzeleid um Esau zu minimieren, oder sogar zu beenden. Wahrscheinlich hat er auch gar nicht auf seine Eltern gehört. Selbst der Vater im Himmel dringt nicht zu ihm durch. 

Und selbst wenn die Kinder, also wir, unseren Eltern entgegenkommen, so ist noch lange nicht gesagt, daß sie damit aufhören, sich um uns zu sorgen. Wenn das Sorgenkind nun einmal geboren ist, dann wächst es munter weiter. Und damit meine ich das Sorgenkind im übertragenen Sinne.

Ja, Eltern machen sich Sorgen. Und mir scheint, das sind vor allem unsere Mütter, die sich Sorgen machen. Wer von meinen Lesern selbst Mutter und Vater ist, steckt wohl selbst in dieser Sorgenfalle.  Ich persönlich habe keine Kinder, äußerlich gesehen. Dafür habe ich jede Menge innere Kinder.  Dabei habe ich festgestellt, daß diese sich keinerlei Sorgen machen, egal was gerade los ist und eher ruhig und gelassen bleiben. 

Das verletzte innere Kind in uns, das ist der Seelenanteil in uns, der in seiner Verletzung steckengeblieben ist und nicht heil werden durfte. Das gilt auch für alle anderen in uns, die in der Weiterentwicklung gehindert wurden. Jetzt im Erwachsensein holen wir das nach. Das verletzte Kind darf gesund werden. Wir erlauben ihm auch, endlich auch erwachsen zu werden, das heißt, zu reifen und sich weiterzuentwickeln.

Rebekka

Das mit dem Kummerkasten beim Vater im Himmel, das ist eine gute Idee. Zumindest kann ich da meine Sorgen, Nöte und den ganzen Kummer um meine beiden Söhne auf schriftlichem Wege beim Vater im Himmel ablegen. Zumindest hilft es ein wenig, sich das alles von der Seele zu schreiben. Wir, also Isaak und ich, haben es so gemacht, daß wir auf das Feld hinaus gingen oder zu einem besonderen Lieblingsplatz, um dort unseren Vater im Himmel zu treffen. Schließlich ist ja er unser Kummerkasten und kann uns zumindest immer wieder etwas trösten. 

Dabei müssen wir aber auch lernen, unsere Kinder einfach loszulassen, was nicht einfach ist. Und so einfach ist das Loslassen nun auch wieder nicht. Als Mutter ganz besonders. Schließlich habe ich die beiden in meinem Bauch 9 ganze Monate gehabt, während Isaak nur ganz kurz daran beteiligt war der Zeugung der beiden. Und da entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung zwischen uns, also zwischen mir und meinen Kindern.

Wir

Stimmt

Rebekka

Und hauptsächlich bin ich ja mit ihrer Erziehung beschäftigt. Von klein auf bekommen sie ja auch die Muttermilch. Das schafft ja auch eine gewisse Bindung zwischen Mutter und Kind.

Wir

Also, das Loslassen geht wohl nur mit Hilfe von unserem Vater im Himmel?

Rebekka

Ja, wie so vieles andere im Leben auch. Ohne ihn werden wir Frauen nicht fruchtbar. 

Isaak

Ohne ihn wäre meine Frau Rebekka nicht zu mir nach Kenaan gezogen

Wir

d.h. also, er hat unsere Lebensfäden in seiner Hand und koordiniert alles. Denn alles geschieht wohl zu richtigen Zeitpunkt, im richtigen Augenblick.

Isaak

Ja. Oberflächlich betrachtet sieht alles wie zufällig aus. Er hat Rebekka bereits vorbereitet, als sie noch bei ihren Eltern gewohnt hat. Bei den Zwillingsöhnen sieht es nicht anders aus. Auch das hat der Vater im Himmel. Weil gewisse Absichten dahinter stehen.

Wir

Wir werden auf irgendeine Weise und geheimnisvolle Art von ihm geschult und vorbereitet für etwas ganz großes

Rebekka

Ja, so ist es. Wir leben auf der Erde, um später in seinem Reich mit unserem Erfahrungsschatz noch besser einander dienen zu können.

Isaak

Bei dir, liebe Autorin, ist es die große Weisheit, die du andern vermittelst, deine Liebe für jeden einzelnen von uns, immer ein offenes Ohr und eine besonders enge Beziehung zum Vater im Himmel, die einzigartig ist. Nicht jeder lebt so eng mit ihm zusammen, was nicht jeder kann. 

Ich (Autorin)

Danke, Isaak

Fragenblock > Umgang mit Herzeleid

·         Wie gehst du damit um, wenn deine Kinder, auch dein inneres Kind dir Kummer bereiten?

·     Kannst du loslassen und das zum Vater im Himmel bringen, auch wenn sich evtl. nichts daran ändert, daß der seelische Schmerz bleibt?



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