Sara


Ihr Name war ursprünglich „Sarai“

PONS S. 324

שָֹרָה

Fürstin, Prinzessin, Herrin

unter dem Namen Sarai

·         1 Mose 11

o   Frau von Abraham

o   Unfruchtbar, kinderlos

o   zieht mit ihrem Mann, dem Schwiegervater und ganzen Verwandtschaft nach Haran

·         1 Mose 12

o   zieht mit Abraham und dem Neffen Lot weiter nach Kanaan

·         1 Mose 16

o   Bringt ihre Magd zu ihrem Mann, damit sie stellvertretend das Kind bekommt,  mit dem der Bund fortgesetzt werden soll

·         1 Mose 17

o   Namensänderung von Sarai in Sara

unter dem Namen Sara

·         1 Mose 21  

·         Sara wird doch noch schwanger und bekommt einen Sohn

·      Veranlasst, daß Abraham ihre Magd Hagar „in die Wüste schickt“

Hebr 11,11         Durch den Glauben empfing auch Sara, die unfruchtbar war, Kraft,  Nachkommen hervorzubringen                                trotz  ihres Alters; denn sie hielt den für treu, der es verheißen hatte.


Sara, die Fürstin und Mutter in mir

Wie stehen diese beiden miteinander in Beziehung?

Ø  Unsere Frau in mir darf sich eine Fürstin nennen. 

Sara: Ja, das ist richtig. Und das ist eine schöne Bezeichnung.

Frau in mir: Weshalb hat dich denn der Vater im Himmel umbenannt?

Sara: Nun, er liebt es scheinbar wohl, uns allen einen neuen Namen zu geben. Aber das hängt doch eher damit zusammen, zu was er uns alle berufen hat, zu welchen Aufgaben.

Frau in mir: Und was ist nun deine Aufgabe, zu der er dich berufen hat?

Sara: Zur Mutterschaft, geistlicher Mutterschaft. 

Frau in mir: Warum gerade Fürstin?

Sara: Eine Fürstin sein, das hat mit geistlicher Vollmacht zu tun. Aus mir sollen ja viele Völker kommen, auch wenn ich nur von einem einzigen Sohn entbunden worden bin. Denn es geht nicht um die vielen Völker im weltlichen Sinne, sondern auf der geistlichen Ebene. Viele Völker, das hat mit sehr vielen Gemeinden zu tun, die den Vater im Himmel verehren und anbeten, egal aus welcher weltlichen Nation sie stammen. Schließlich hat Abraham diesen Segen bekommen vom Vater im Himmel:

1 Mose 12,3       Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle                                               Geschlechter auf Erden.

Wie steht’s mit dem Alter der Sara? Als wir sie in der Bibel kennenlernen, war sie schon recht alt für damalige Verhältnisse, als noch Mutter wird.

Frau in mir: Deine Mutterschaft hat begonnen, als du deine Wechseljahre hinter dir hattest. Warum hat der Vater im Himmel dich so lange unfruchtbar sein lassen?

Sara: Weil er bis dahin noch andere Pläne mit mir hatte. Ich mußte lernen, mich meinem Abraham unterzuordnen. Und selbst innerlich reifen. Das mit Hagar war ein Fehler, als ich sie meinem Mann zur Nebenfrau gab, damit sie für mich ein Kind gebar.

Frau in mir: Das hat ja ganz schön Unruhe in euer Leben gebracht.

Sara: Und für meinen Abraham wurde es dadurch auch nicht leichter. ER mußte meinen Fehler mit ausbaden.

Frau in mir: Unser Vater im Himmel jedoch hat aus unserem menschlichen Fehler doch wiederum das Beste daraus gemacht. Er hat sich gleichermaßen um Hagar und ihrem Sohn ebenso gekümmert wie um dich.

Sara: Ja, das stimmt. Trotzdem nagt dieses voreilige Handeln von damals noch immer in mir. 

Frau in mir: Was kann ich für dich tun?

Sara: Mir vergeben. Mir tut es wirklich leid, die Hagar so mißbraucht zu haben.  Ich übernehme die Verantwortung.

Frau in mir: Das ist schon mal sehr wichtig, die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen.

Sara: Ja, und was ist mit meiner Schuld?

Frau in mir: Auch für dich hat Jesus den Schuldbrief getilgt.

Kol 2,14     Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war,  und hat ihn weggetan und an das                                             Kreuz geheftet.

Frau in mir: Und dieser hat nun absolut keine Macht mehr über dich.

Ich: Außerdem: alle Dinge dienen zum Besten

Röm 8,28       Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem                                     Ratschluss berufen sind.

Sara: Ja, auch wenn wir es anfangs nicht verstehen

Frau in mir: Und ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, sondern richtet es auf.

Sara: Also richtet er auch mich wieder auf.

Frau in mir: Er hat dir ein Lachen zubereitet.

Sara: Ja, ich darf lachen, denn lange war ich schon recht betrübt gewesen wegen meiner Kinderlosigkeit. Doch der Vater im Himmel hat zu mir gehalten und mir dann doch noch einen Sohn beschert. ER ist es, der uns Frauen fruchtbar macht, oder sie unfruchtbar bleiben läßt.

Frau in mir: Beim Thema Fruchtbarkeit geht es aber doch nicht nur um das Kinder kriegen?

Sara: Nein, es geht um das Frucht bringen im geistigen Sinne.

Lexikon zur Bibel S. 356

Frucht ist ferner die Belohnung für treue Arbeit (2 Tim 2,6), die Wirkung der Reden eines Frommen (Spr 12,14; 13,2; 18,20), der fleißigen Hände einer Hausfrau (Spr 31,16.31) und der Werke der Gerechten (Jes 3,10)

Frau in mir: Unsere Frucht ist also die Belohnung für unsere treue Arbeit?

Sara: Ganz genau.

Frau in mir: Und wie sieht diese Frucht aus?

Sara: Das hängt immer ganz von der Art der Aufgabe(n) ab, die der Vater im Himmel uns jeweils zuweist. Wir säen mehr oder weniger in die Herzen der Menschen.

Frau in mir: Jede der Frauen in dieser Welt hat also daher unterschiedliche Aufgaben?

Sara: Ja, der Dienst der Frauen ist recht vielfältig.

Frau in mir: Weil die Menschen sehr unterschiedlich sind.

Sara: Ja.

Frau in mir: Wie ist denn eine Mutter? Was tut sie?

Sara: Eine ganze Menge. Sie gebärt und stillt ihre Kinder, bis sie entwöhnt werden. Sie tröstet sie und kämpft wie eine Löwin für sie.

Hes 19,5              Welch eine Löwin war deine Mutter! Unter Löwen lagerte sie, unter jungen Löwen  zog sie ihre Jungen auf.

Hes 19,10            Deine Mutter war wie ein Weinstock im Weingarten, am Wasser gepflanzt; fruchtbar und voller Ranken war er              von dem vielen Wasser;

Jes 66,13            Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet;

Psalm 131,2   Fürwahr, meine Seele ist still und ruhig geworden  

                        wie ein kleines Kind bei seiner Mutter;

                        wie ein kleines Kind,

                        so ist meine Seele in mir.


Nach der Integration: 

Die Sara in uns befähigt uns,

als Fürstin wieder unser eigenes Leben zu lenken

und als Mutter uns selbst zu bemuttern.


Copyright:  Silke Maisack