Am Jordan

Heilungsweg



Die heilende Bedeutung der Lagerplätze

4 Mose 33


Themen:

Teil 2: Stationen in der Wüste 

von Libna bis Kehelata

 



Teil 2: Stationen in der Wüste (3):

Nr. Station (Wüste Sinai)
23 Libna
24 Rissa
25 Kehelata

LIBNA

PONS S. 153 Libna לִבְנָה
  strahlendes Weiß, der Mond לְבָנָה
  weiß לָבָן

Weiß. Was ist Weiß? Lt. der Farbensymbolik bei maranatha-banner.de:

·      Reinheit, Heiligkeit Gottes, sündlos, Brautschaft, Licht, Überwinder

·     Weiß ist das Symbol für Heiligkeit und Reinheit.

·     Engel tragen in der Regel ein weißes Gewand,

·    Jesus kommt auf einem weißen Pferd wieder und die große Schar die ihm auf weißen Pferden folgt, ist in weiße Gewänder gehüllt. (Offb. 19,14).

·    Weitere Bibelstellen:
Offb. 6,2; 7,9 (Volksmenge aus allen Nationen); 3,4-5 (wer überwindet, wird mit weißen Kleidern bekleidet); 19,8 (Braut Jesu)
Mt. 17,2: „Und er wurde vor ihnen umgestaltet. Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.
Jes. 1,18 : „wenn eure Sünden rot wie Karmesin sind, wie Schnee sollen sie weiß werden.

      Joh. 1,5 : „Gott ist Licht und in ihm ist gar keine Finsternis

Was möchte der Vater im Himmel mit uns in LIBNA? „Heilig sollt ihr sein, denn ich bin heilig“, heißt es in der Bibel. Ich entnehme hier, wir sollen uns heiligen, vor allem unsere Herzen. Mehr zu Heiligung unter Weisungen und Gebote.  In diesem Artikel gehe auf die Praxis ein.

Die praktische Heiligung

·         Röm 12,1: Völlige Hingabe (entspricht dem Brandopfer im AT)

·         Röm 12,2: Erneuerung unserer Sinne, unserer Denkweise

·         Gal 5: Leben im Geist

Völlige Hingabe  (Röm 12,1)

Wir geben unseren eigenen Willen, der zumeist egoistisch ist, auf. Das fällt uns wahrlich nicht leicht, auch wenn der Vater im Himmel uns einen freien Willen mit auf den Weg gegeben hat. 

·    Was ist überhaupt mein eigener Wille? Ich kann tun und lassen, was ich möchte, um es einfach zu erklären.

·    Was hindert mich, meinen eigenen Willen aufzugeben? Die Angst, die ich habe, den Halt und den Boden unter meinen Füßen zu verlieren.

Angst ist eine der Komponenten, den eigenen Willen aufzugeben. Schließlich war es bis dahin doch relativ bequem, so zu leben, wie es mir gefällt. Ich stehe an einer Abbruchkante, an der es ganz schön tief hinab geht. 

Ich habe nun zwei Möglichkeiten: entweder ich bleibe im Land der Angst oder ich fasse Mut und vertraue, indem ich dieses Gebiet verlasse und springe – im geistigen Sinne. In der Gewißheit, daß ich dann doch nicht ins bodenlose falle. Denn ich werde getragen. Ich muß mich nicht selbst tragen. 

Der Vater im Himmel trägt uns auf seinen Adlerflügeln. (2 Mo 19,4; 5 Mo 32,11)

Das ist erst einmal die Grundvoraussetzung. Der Wille Gottes, unseres Vaters im Himmel ist erst einmal, das eigene persönliche Leben mit ihm zu gestalten, bevor uns sozusagen „in die weite Welt“ schickt und wir anderen eine wertvolle Hilfe sein können. 

Völlige Hingabe funktioniert auch nur, wenn wir uns ganz nah an ihn halten und in ständiger Kommunikation bleiben. Wie die Lebensgestaltung letztendlich aussieht, das ist bei jedem von uns anders. Das hängt wahrlich mit anderen Faktoren zusammen, wie Gaben und Fähigkeiten, Wohnort, Familie, Freunde und Bekannte usw.

Völlige Hingabe heißt, unser Herz ist geöffnet und unser Herz hängt am Vater im Himmel bzw. an dessen Herz, wie ein Siegel.

Hoheslied 8,6          Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz,

                            wie ein Siegel auf deinen Arm.

                            Denn Liebe ist stark wie der Tod

                            und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich.

                            Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HERRN,

                     7            sodass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen

                            und Ströme sie nicht ertränken können.

Erneuerung unserer Denkweise (Röm 12,2)

In die Denkweise unseres Vaters hineinzukommen und so zu denken wie er, auf den ersten Blick nicht einfach.  Auch unser eigenes Denken gibt uns einen gewissen Halt.

Jes 55,9  sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Unser Problem ist, daß wir zumeist in Gedankenfestungen leben, die wir erst einmal zerstören müssen: 

2 Kor 10,5 Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis  Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.

Um welche Gedanken handelt es sich denn in den meisten Fällen? Worum drehen sich die Gedanken? Oftmals um die Zukunft. Aber auch, daß alles, was wir mit Händen machen, machen und für die Ewigkeit haltbar ist. Damit meine ich, daß nichts kaputt geht. Dann möchten wir auch, daß alles beim Alten bleibt.

Alles Sorgen? Oder sind es Ängste? Sorgen, sich sorgen, das ist ein anderes Wort für fürchten, sich ängstigen. Also, in unserem Leben spielt die Angst eine zentrale Rolle. Die Angst steht in der Mitte unseres Lebens. 

Unsere Denkweise kreist also um alles, was sich in der Mitte unseres Herzens befindet. Da ist guter Rat teuer, wie man so sprichwörtlich sagt, wenn wir da eine Veränderung herbei führen wollen. Laßt uns die Angst näher anschauen. Denn die sitzt ja so fest in uns. Die eigentliche Angst dreht sich nicht um die „äußeren“ Dinge. Sie klammert sich nur daran, weil wir auf der Erde noch immer etwas getrennt vom Vater im Himmel leben.

Wir nehmen nun all unseren Mut zusammen und gehen durch die Angst, die wir als bedrohlich empfinden, hindurch, um dahin zu gelangen, was wirklich im Zentrum ist: Die Wahrheit, das Urvertrauen, und was sonst noch alles in uns bereits da ist.

Vor allem das Licht, das Jesus ist, und das Licht, das unser Vater im Himmel ist. Erst da läßt sich wohl unsere Denkweise umwandeln in seine Gedankengänge. Und da dreht sich alles um seine Liebe zu uns. Alles Materielle um uns herum dient nur als Werkzeug für unser irdisches Leben auf der Erde. Unseren Mann / unsere Frau zu stehen, das ist bald erlernt. 

Leben im Geist  (Gal 5)

Das Leben im Geist, das geistige Leben zu erlernen ist weitaus schwieriger, weil den Vater im Himmel mit unseren irdischen Augen nicht wahrnehmen können. Auch nicht Jesus, der sich momentan beim Vater im Himmel noch aufhält. Schwierig ist das ebenso mit dem Heiligen Geist, weil ihn nicht anfassen können.

Gal 5,22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
      23  Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.

Wie leben wir im Geist? Am allerbesten ist es, wir leben in der Liebe, in der Freude, im Friede, in der Geduld usw. Also innerhalb, nicht außerhalb. Es heißt ja „im Geist leben“ oder „im Licht leben“. Mal überlegen, wie wir es uns gelingen kann, daß dies alles uns in Fleisch und Blut übergeht. 

Wenn wir im Zentrum sind und bleiben, dann sind wir im Licht. D.h. wir sind von seinem Licht umgeben. Darin geht’s uns gut, fühlen wir uns wohl. Das schwierige ist nur, im Licht und im Geist zu leben, während wir noch auf der Erde wandeln. Die Welt lebt in Sünde, fern vom Vater im Himmel.  Und wir leider mittendrin.

Geschrieben habe ich „schwierig“. Schwierig deshalb, weil wir, solange wir noch mittendrin leben, immer wieder inneren Konflikten ausgesetzt sind. Daher brauchen wir auch die Waffenrüstung Gottes, die wir ständig tragen sollten, um jederzeit gerüstet zu sein.


RISSA

PONS S. 311 Rissa רִסָּה
  besprengen, benetzen רסס

Benetzen und besprengen. Was soll besprengt werden und mit was und zu welchem Zweck?

Bibelstelle Mittel Wer/was wird besprengt Zweck
2 Mo 29,21 Blut des Opfertieres, Salböl Personen und Kleider Priesterweihe
Hes 43,20 Blut Hörner des Altars Sühne
4 Mo 19,18 Blut Gefäße, Leute Reinigung
3 Mo 14,7.51 Blut Mensch und Haus (bei Aussatz Reinigung

Der Vater im Himmel hat uns nun hierher gebracht. Wir sollen nun besprengt werden. Zu welchem Zwecke denn nun? Zuvor haben wir uns geheiligt bzw. heiligen lassen.  Jetzt werden wir gesalbt.

SalbungLexikon zur Bibel S. 993

Schließlich gab es die Salbung, die einen Menschen oder auch einen Gegenstand für eine bestimmte Aufgabe weihte und zubereitete. Diese Salbung wurde Propheten, Königen und Priestern zuteil.

2 Kor 1,21 Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt
              22 und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat.

1 Joh 2,27 Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, dass euch jemand lehrt; sondern  wie euch seine Salbung alles lehrt, so ist's wahr  und ist keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibt in ihm.


Also, unser Vater ist es, der uns salbt. Wofür werden wir gesalbt? Wir erinnern uns, daß wir ein Königreich von Priestern sein sollen. Durch die Salbung werden wir zu Priestern und Königen geweiht bzw. zu Priesterinnen und Königinnen. Mit dieser Handlung werden wir vom Vater in diese Positionen eingesetzt. 

Um unser Amt, um es mal so zu nennen, auch in seinem Sinne ausüben zu können, bekommen wir als Gabe seinen Geist. Denn der Geist des Vaters im Himmel ist es, der uns alles lehrt und uns den Inhalt der Bibel entschlüsselt. Ohne seinen Geist ist die Bibel für uns wie ein böhmisches Dorf.

Das ist mir ein böhmisches Dorf“, oder auch: „Das sind böhmische Dörfer für mich“, ist eine ältere, immer noch gebräuchliche deutsche Redensart für: „Das ist mir ganz und gar unbekannt“, oder: „Das verstehe ich nicht.“ [wikipedia]


KEHELATA

PONS S. 287 Kehelata קְהֵלָתָה
  Leiter, Sprecher der Gemeinde קֹהֶלֶת
  Gemeinde, Versammlung קְהִלָּה
  Versammlung, Schar, Menge קָהָל
  sich versammeln קהל

Nanu, wo sind wir denn da gelandet? KEHELATA

Kohelet (Koh „Versammler, Gemeindeleiter“, Prediger (Salomos)) bezeichnet ein Buch des Tanach, das dort zu den Ketuvim („Schriften“) gehört. Es ist eine Sammlung von Weisheitssprüchen, praktischen Lebensratschlägen und Warnungen vor falscher Lebensweise, die es einem anonymen Prediger zuschreibt. Im christlichen Alten Testament (AT) wird es zu den Büchern der Weisheit gezählt. In der Septuaginta heißt es Ekklesiastes (κκλησιαστής), in der Vulgata Liber Ecclesiastes (nicht zu verwechseln mit Ecclesiasticus, einem anderen Namen für das Buch Jesus Sirach). [wikipedia]

Außerdem:  Ratschläge und Warnungen gibt es nicht nur im Buch Kohelet. Sie sind in der ganzen Bibel  zu finden. Kohelet meint wohl in unserem Heilungsprozess etwas anderes.

Mehrere Personen, die sich treffen, können wir schon als Versammlung bezeichnen. Beziehe ich das auf eine Einzelperson, wird das schon etwas schwieriger. Nach reiflicher Überlegung geht’s dann um die innere Sammlung der eigenen inneren Seelenanteile. Schließlich ist es auch wichtig, sie zu versammeln. 

Und diese Anteile in uns, wir können sie auch unsere innere Familie nennen, brauchen natürlich auch eine Leitung. Der Hauptleiter bleibt nach wie vor unser Vater im Himmel. Aber welche Bedeutung hat nun KEHELATA für uns? Mir scheint, das hängt wohl davon, was der einzelne von euch braucht. 

Bei den einen geht’s um diverse Ratschläge und Warnungen, die zu Herzen genommen werden sollten. Andere kümmern sich um die Seelenanteile, die versammelt werden, um sich gemeinsam unserer Leitung unterzuordnen.  Denn auch sie brauchen eine innere Ordnung. Und insgesamt leitet uns unser Vater im Himmel.


Fortsetzung

Heilungsweg 6 - Teil 2 Stationen in der Wüste (4)


Copyright:  Silke Maisack