Thema:

3. Akt: auf dem Weg, der zum Gartentor führt

Schlußszene: Auszug aus dem Paradies



Auf der Bühne – der 3.Akt – Schluß-Szene

Auszug aus dem Paradies

Die Menschen werden aus dem Garten hinausgeführt. Cherubim erscheinen mit ihren blitzenden Schwertern, um zu bewachen den Weg zum Baum des Lebens.

 

1 Mose 3,22       Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß,      was gut und böse ist. Nun aber, daß er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!

(23)Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, daß er die Erde bebaute, von der er genommen war.

(24)Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.

Wie konnte es so weit kommen? Dazu komme ich noch einmal zur Erinnerung auf die Übersetzungsmöglichkeit „Zauber“ zurück. Mit der Schlange und durch die Schlange legt sich ein Zauber über den Garten Eden, über mein SEiN, über mein Herz, dem keiner so recht entrinnen kann. Dieser Zauber nimmt uns gefangen. Subtil werden wir auf einen Weg geleitet, irregeführt, unsere Gedanken abgewendet.

Wir hören fasziniert zu. Wir werden in den Bann gezogen.

Wie können wir uns diesem entziehen? Wie können wir uns selbst davor schützen, damit es kein böses Erwachen gibt?

1 Petr 5,8                  Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel,                                                                                                  geht umher  wie ein brüllender  Löwe und sucht, wen er verschlinge.

(9)Dem widersteht, fest im Glauben, und wißt, daß ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen.

Vom Vater im Himmel werden wir hinausgeführt aus dem Garten Eden, der lange Zeit unser Zuhause gewesen ist.

Auch in der Wirklichen Welt ziehen wir von zuhause aus, viele im Alter der Volljährigkeit, andere erst später. Wir sind nun auf uns selbst gestellt. Das ist jedoch zu unserer weiteren Entwicklung notwendig, vor allem das im Garten Eden erlernte draußen anzuwenden.

Wer es da nicht gelernt hat, achtsam mit sich umzugehen, lernt es nun halt jetzt erst, wenn er außerhalb des Gartens und in der rauen Welt wohnt. Vor allem bei allen Angelegenheiten zum Vater zu gehen und mit ihm alles zu besprechen, bekommt nun draußen die Lektionen.

Wir verlassen unsere "Komfortzone", in der wir uns nur das zugetraut haben, die Dinge zu erreichen, die innerhalb dieses Bereiches möglich sind. Hier können wir uns entspannen und uns selbstbewußt fühlen.

Nur ungern wollen wir uns aufmachen. Denn außerhalb des Gebietes, in dem wir uns gerne aufhalten, warten möglicherweise unangenehme Aufgaben auf uns, oder unangenehme Gefühle. Es kann auch sein, daß wir uns einen Bereich erschaffen haben als Schutzbereich, weil wir außerhalb davon traumatisches erlebt haben könnten. Und wir trauen uns einfach nichts mehr zu als in diesem engen Rahmen.

Wir laufen weg, wir wollen unsere Zone nicht verlassen, um nicht erneut traumatisiert zu werden. Doch ist das sinnvoll? Wir wollen doch alle gesund werden?

Was ist nun die Frucht – die wirkliche Frucht?  Sie haben nicht das bekommen, was die Schlange ihnen versprochen hat. Sie hat ihnen eine Mogelpackung gegeben. Das Ziel der Schlange war und ist auch heute noch, die Beziehung zwischen dem Vater im Himmel und den Menschen zu sabotieren, zu  zerstören. Mogelpackungen aller Art gibt es seitdem in der Welt. Am sichtbarsten und extremsten ist die Werbung, die viel verspricht.  Vor allem das Locken und Verführen mit günstigen Angeboten in den Läden.

Die Angst ist in das Leben der beiden getreten. Das Urvertrauen ist weg. Das ist die Frucht, die die Schlange bei den beiden gewirkt hat.

Die Frucht des Geistes jedoch:

Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht (Gal  5,22.23)

Diese Frucht ist uns nun abhanden gekommen. Doch auch wenn wir der Schlange und ihrem AN-GEBOT erfolgreich widerstanden hätten, die Zeit wäre gekommen, den Garten Eden zu verlassen. Unser Garten Eden heute ist unser Elternhaus. Außerhalb unseres Elternhaus lernen wir, auf eigenen Füßen zu stehen.

Wir lernen, meist schmerzhaft, daß wir nicht in einem Paradies leben, sondern aus vielen kleinen und größeren Herausforderungen besteht. Doch nur an den verschiedenen Widrigkeiten im Leben wachsen wir und entwickeln wir uns weiter.


                                             Zum Abschluß vergleichen wir  

                       GEBOT                   und           AN-GEBOT

Gebot

Angebot

Eine verbindliche Anweisung

Etwas, das jmd. zur Verfügung stellt und das jmd. nehmen, kaufen, nutzen o.Ä. kann

(Internet-Definition)

 

1 Mose 2,16.17

1 Mose 3,1-3

Gott: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten,

(17)aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen;

Schlange: Ja, sollte Gott gesagt haben: ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?

 

Eva: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten;

(3)aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, daß ihr nicht sterbet!

Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.

 

 

 

denn an dem Tage, da du von ihm issest, mußt du des Todes sterben

sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esset, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist

 

Ein ganz gewaltiger Unterschied: Der Vater im Himmel hat nicht gesagt, daß wir sein werden wie er, „sondern des Todes sterben“, damit meint er, daß die Verbindung zwischen ihm und uns unterbrochen wird. Wie eine Telefonleitung, die eben tot ist. Oder der Strom ausfällt.  Das kennst du bestimmt auch zur Genüge. Wenn dein Telefon oder Handy nicht mehr funktioniert, dann bist du abgeschnitten von deinen Freunden und Bekannten oder wem auch immer.

So auch hier.  Der Vater im Himmel hat dies nicht gesagt. Es ist die Schlange.  Und diese wiederum steht als Synonym für den Erzengel Luzifer, der der allerschönste Engel im Himmel war, aber durch seine Schönheit so eitel geworden ist, daß er sich selbst erhöhte und ebenso wie der Vater im Himmel sein wollte.

Heute wissen wir, daß er den Himmel verlassen mußte bzw. aus dem Reich Gottes rausgeworfen wurde.  Doch seine Macht ist begrenzt. Schließlich ist er noch immer ein Geschöpf des Vaters im Himmel, auch wenn er nicht mehr in dessen Nähe lebt.

Adam und Eva kannten dies nicht. Sie waren jung, fast noch Kinder und unerfahren. Und diese Unwissenheit über das Böse, das bereits in der Welt vorhanden war, nutzte die Schlange gründlich aus. Sie, die Schlange war neidisch, eifersüchtig auf alles, was Gott, der Vater im Himmel erschaffen hat. Und Luzifer war sauer, weil auch er den Menschen dienen sollte.

Wie wir mit der Schlange, die auch Satan oder Teufel genannt umgehen, dazu habe ich ein Dossier erstellt, das du dir in der Rubrik  Download > Unterseite ‘ Wissenswertes‘ < unter dem Titel „Der große Kampf runterladen und ausdrucken kannst.

Dazu gehören die Artikel „Die Waffenrüstung Gottes“, Das Gebet  und „Das große Heil

5 Mos 4,2    Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf daß ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete

 

Spr 30,6      Tu nichts zu seinen Worten hinzu, daß er dich nicht zur Rechenschaft ziehe und du als Lügner dastehst.

Diese beiden Bibelstellen machen es uns nochmals klar und deutlich.  Die Worte vom Vater im Himmel sind glasklar formuliert. Seine Gebote sind eindeutig!! Sie sind verbindliche Anweisungen. Die Schlange dagegen bietet das  „sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esset, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

Die Schlange hat etwas dazu getan, was der Vater im Himmel so nie und nimmer gesagt hat

Der Weg zum Garten Eden ist übrigens nicht mehr dauerhaft versperrt. Jesus hat den Weg wieder freigemacht, indem er für unsere Missetaten die Strafe am Kreuz auf sich genommen hat. Jesus hat uns mit dem Vater versöhnt, und den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war.

Kol 1,19-22         Denn es hat Gott wohlgefallen, daß in ihm alle Fülle wohnen sollte

(20)und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.

(21)Auch euch, die ihr einst fremd und feindlich gesinnt wart in bösen Werken,

(22)hat er nun versöhnt durch den Tod seines sterblichen Leibes, damit er euch                                                  heilig und untadelig und makellos vor sein Angesicht stelle;


Der Vater im Himmel hat uns mit sich versöhnt durch seinen Sohn Jesus.

Ist das nicht wunderbar?

Willst du dich mit ihm versöhnen lassen bzw. du dich mit dir selbst?



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