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Alles auf Anfang



Das EGO und das ICH

Das EGO > lt. Wikipedia

 Ego steht für:

·         wissenschaftssprachlich das Ich

·         in der Psychologie das Selbst

·         umgangssprachlich das Selbstwertgefühl

Das ICH. Wo befindet sich unser ICH im inneren Menschen? Im Bauch, im Solarplexus. Eigentlich sollte es sich dort aufhalten. Wir haben uns jedoch zwischenzeitlich abgenabelt und wollen selbst bestimmen und liebend gerne unseren Kopf durchsetzen. Das heißt, das ICH wohnt im Kopf und ist zum EGO geworden. Und dieses Zuhause ist fernab vom Solarplexus. 

Das ICH. Wer kennt das nicht von sich? Ich, ich, ich. Im extremen Maße stellt sich dieses ICH in den Mittelpunkt. Alles soll sich um MICH drehen. Da steckt auch dieses ICH drin. Auf Dauer geht’s nicht gut. Und das ist mit einer der Gründe, warum der Vater im Himmel eine Flut kommen ließ. 

In unserer Beziehung mit dem Vater im Himmel hat dieses EGO-ICH keinen Platz. Es geht jedoch nicht darum, unser EGO vollkommen zu eliminieren, sondern zurück in die Obhut von unserem Vater im Himmel zu geben, damit mit seiner Hilfe das EGO wieder zum ICH wird.

Geborgenheit finden wir im Bauch. Spürt doch einfach dem mal nach. Im Kopf sind wir doch eher ständig auf der Flucht, kommen dort gar nicht zur Ruhe. Dieses Ruhen und in sich ruhen gibt es wirklich nur im Bauch.

Wir müssen uns wieder verbinden. Also machen wir uns auf den Weg. Dort werden wir auch mit allem versorgt. Und dennoch gibt’s ein Problem: Angst und Panik machen sich in mir breit, vor allem, wenn ich mich ganz bewußt aufmache. Am liebsten möchte ich fliehen, einfach weil ich es nicht mehr gewohnt bin, mich rundum versorgen zu lassen. Vor allem sind diese Ruhe und Stille auch kaum auszuhalten. Denn bislang waren und sind wir beständig von Lärm umgeben, vor allem im Kopf, wo die Gedanken uns keine Ruhe geben. Die Emotionen tragen ihren Anteil dazu bei, und beide, Gedanken und Emotionen schaukeln sich gegenseitig hoch. 

Was also tun? Wir begeben uns im Prinzip ja wieder in eine gewisse Abhängigkeit, und verlassen die Unabhängigkeit. Diese gibt es eigentlich gar nicht. Denn in der gefallenen Welt sind wir ebenso in einer gewissen Abhängigkeit. Dort kämpfen wir tagtäglich um unser Überleben. Beim Vater dürfen wir leben

Wir haben also die Wahl. Für mich persönlich fällt die Entscheidung ganz klar auf das Leben beim Vater im Himmel. Wie du dich entscheidest, dafür trägst du selbst die Verantwortung.

Für das Leben beim Vater im Himmel bedeutet es auch, mit dem Überlebenskampf endgültig aufzuhören. Was gebe ich denn auf, wenn ich mich aus der vorgegaukelten Unabhängigkeit der Welt löse? 

Mein Leben, mein Alltag wird nach und nach stressfreier, entspannter. Die Kraft kommt vom Vater im Himmel, von seinem Geist, der in mir wirken darf. Doch das kann er nur, wenn wir uns zu ihm hin unsere Herzenstüren, Herzensohren, Herzensaugen offen halten.  

Offenheit - Offen sein

Das Offen halten, das Offen sein für den Vater im Himmel, für das Wirken seines Geistes in uns im Blick auf Veränderungen und Entwicklungen in unserem Leben, darauf kommt es an. Und darin müssen wir uns einüben, auch wenn es uns nicht nur anfangs schwer fällt, sondern auch zwischendurch. 

Das liegt daran, daß wir nach wie vor in dieser Welt leben und sehr viel auf uns einströmt, ja sogar einstürmt. Uns da offen zu halten für das Reden unseres Vaters im Himmel, ist schwer. Und daher sind wir oft genug innerlich zerrissen, weil wir bei diesen vielen Geistesströmungen, die es derzeit gibt, standhaft bleiben müssen. 

Denn der Vater und sein Geist leben in uns, nicht außerhalb. Deshalb wenden wir uns nach innen, unserem Herzen zu. Das ist die erste Station auf dem Weg zurück in die Geborgenheit. Im Herzen finden unsere Gespräche mit dem Vater im Himmel statt. D.h. sie sollten. Doch laßt uns jetzt damit anfangen. Ich ermutige euch dazu. 

Das Herz ist unser Sein, unsere Mitte. Vergleichbar mit unserem Wohnzimmer. Ihr könnt euer inneres Herz als gemütliches Wohnzimmer einrichten, wo eure Gespräche mit dem Vater im Himmel stattfinden. 

Im Bauch darf ich mich wohlfühlen wie ein Baby im Gebärmutter seiner Mutter. Dort können wir  uns einfach treiben lassen, ähnlich dem, wie dieses im Fruchtwasser sich vergnügt. Unser Fruchtwasser ist die Liebe des Vaters im Himmel, die uns umgibt.

Mit äußeren Veränderungen kommen wir ja noch  am ehesten klar. Doch sich innerlich zu verändern, das  ist zuweilen nicht immer ganz einfach. Um dem Leben eine neue Richtung zu geben, müssen wir zurück zum Ursprungsort, der Wurzel, um diese quasi auszugraben, und etwas ganz Neues zu pflanzen.  Der Weg ist oftmals nicht leicht, er ist steinig und wir stehen uns dabei oft selbst im Weg. 

Ein Handy oder einen Computer auf Werkseinstellung zurücksetzen, das geht recht schnell. Auch das Löschen sämtlicher Ordner und Dokumente, die wir im Laufe der Zeit angelegt haben.

Nur bei uns ist das nicht so einfach. Wir müssen nach und nach sämtliche Daten löschen, die unser Leben negativ geprägt haben. Damit meine ich beispielsweise Worte und Sätze, die noch heute Ängste auslösen, oder uns zu Wutausbrüchen verleiten. Alte  Verhaltensmuster gehören durch das Löschen bzw. Auflösen der Vergangenheit an. 

Die Erneuerung, das Einswerden mit sich selbst ist ein Prozess. Und erst recht  100%iges Vertrauen in den Vater im Himmel zu setzen. Oft genug wollen unsere Gedanken und unser Herz in die Gegenrichtung. 

Wir stellen also unsere persönlichen Vorstellungen von Veränderungen und anderen Themen unseres Lebens vollkommen beiseite.

Vertrauen in den Heiligen Geist

Doch wie steht es mit unserem Vertrauen in den Heiligen Geist, wie er auch genannt wird. Bei ihm können wir auch unseren Vertrauens-Anker an die Position pinnen, die gerade aktuell bei jedem einzelnen von uns ist. 

Je nach Höhe der Prozentzahl, müssen wir entsprechend daran arbeiten, daß wir in Richtung 100% hin wachsen. Bei 10% mehr an Vertrauensarbeit  / bei 80-90% ist nicht mehr ganz so viel zu tun.

Ich selbst stehe nach meiner eigenen Einschätzung bei 50% mit dem Vertrauen in seinen Geist. Weshalb ist das so? Was macht es so schwierig, mit seinem Geist auch auf der ganz normalen alltäglichen Ebene zusammenzuarbeiten? 

Auf dem Gebiet für andere zu beten, im geistigen Kampf läuft die Zusammenarbeit unproblematisch. Sehr wahrscheinlich liegt es daran, daß besonders den Menschen in der westlichen Welt alles zur Verfügung steht. Doch ist das selbstverständlich?

Nein, das ist es nicht. Und wir im Westen, wir jammern leider auf sehr hohem Niveau, obwohl es uns doch im großen und ganzen doch ganz gut geht. Da können wir uns einreihen in die Jammernden des Volkes Israel auf ihrem Weg ins Gelobte Land. Bei meiner Übersetzungsarbeit habe ich zumindest 14 Anklagen an den Vater im Himmel gezählt, obwohl dieser ja sein Volk mit allem versorgt und ihm beigestanden hat.

Festgelegt

Wir meckern schon, wenn es bestimmte Artikel nicht mehr zu kaufen gibt. Und warum? Weil wir uns innerlich festgelegt haben. Damit kommt das „Bild, das wir vor uns stellen“ wieder als Thema ins Gespräch. 

Das sich festlegen ist einfach eine bequeme Sache, und ich muß mich nicht immer wieder mein Gehirn bemühen, um zu neuen Lösungen zu finden. Auf diese Art und Weise habe ich einfach meine Ruhe, gerade dann, wenn sozusagen alles beim alten bleibt.

Nur: wirkliches Leben hat damit zu tun, daß immer wieder etwas Neues hinzukommt, und manches, was lange Zeit uns nützlich war, nun uns keinen Dienst mehr erweist. Das Hindernis sind unsere Sätze, die wir in unsere Köpfe gesetzt haben und mittlerweile ins Unterbewußte gerutscht sind, außerdem die besondere Eigenschaft besitzen, sich immer dann zu melden, wenn Veränderungen anstehen oder etwas erleben, was uns schon einmal begegnet ist. 

„sich etwas in den Kopf setzen“ = etwas unbedingt haben/tun wollen; sich etwas fest vornehmen

Das ist das wahre Hindernis: Wir nehmen uns etwas fest vor. Diesen Beschluss haben wir für uns festgelegt, als wir in der Vergangenheit zutiefst in unserer menschlichen Seele verletzt wurden.

Weil wir jedoch ein neues, ein ganzheitliches Leben führen möchten und auch wollen, müssen wir dieses Hindernis, das einer ganz dicken Mauer gleicht, einreißen und dem Erdboden gleich. Dabei kommen wieder unsere Ängste hoch, Angst vor neuen Verletzungen. Angst vor Sätzen, die uns klein halten, manipulieren, ein eigenständiges Leben fast unmöglich machen.

Innehalten

Kurzum, wir bewegen uns in einem Teufelskreis.

Teufelskreis: eine ausweglose Situation, bei der sich Ursache und Wirkung einer Sache gegenseitig verstärken.

(Internet-Definition)

Wir müssen also innehalten. Halten, stehenbleiben, uns hinsetzen. Das ist allemal besser als in den Angriff-Modus zu schalten und unsere wertvollen Kräfte verschwenden. Denn das ist das Ziel des Teufels, weil er dann in unserem geschwächten Zustand dann angreifen und erheblich verletzen kann.

Auch das Innehalten, ruhen müssen wir wieder lernen. Vor allem all jene von uns, die in größeren Städten und in den westlichen Industrieländern wohnen. 

Was könnte dir und mir helfen, inne zu halten, anzuhalten, damit unser Vertrauen in seinen Geist weiter wächst in Richtung 100%-Marke? Vor allem in den profanen Alltagsdingen.

Wie heißt es doch in Sacharja 4,6?

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.

·         Durch seinen Geist können wir im Leben viel mehr erreichen, als beim Durchsetzen unseres Kopfes.

 

·         Durch seinen Geist können wir viel kreativer sein und effektiver  als auf menschlicher Ebene. Wir finden zu Lösungen, zu den wir auf menschlicher Ebene nur schwerlich gefunden hätten.

Das gilt für alles, was bei uns im Alltag so ansteht, ob wir einkaufen, putzen, kochen, am Arbeitsplatz sind. Was brauchen wir, um seinen Geist mitwirken zu lassen? Eine offene Tür.

Wer kennt das nicht? Das schwierigste im täglichen Trubel ist doch, die Tür offen zu halten, um sein Herz vor dem Wirken des seines Geistes, den Worten unseres Vaters im Himmel nicht zu verschließen.

Was könnte uns da helfen? Ich meine damit, wie können wir uns darin einüben, unsere Herzenstüren und Herzensohren offen zu halten, besonders im Alltagstrubel und sonstigen Problemen, mit denen wir gerade zu kämpfen haben.

Ebenso halten wir gerne die Türen und Ohren zu, weil wir unsere Erfahrung mit verletzenden und kränkenden Worten gemacht haben. Das hindert uns daran, die aufbauenden und heilsamen Worte des Vaters im Himmel durch seinen Geist zu hören und anzunehmen. 

Sollten von unseren Lieblingsartikeln etwas nicht mehr erhältlich sein, weil angeblich Ladenhüter, gilt es unser Herz offenzuhalten für Alternativen. Damit wir nicht im Ärger verharren. Auch weiß der Geist des Vaters im Himmel immer eine Lösung.

·         Der erste Schritt:      zunächst einmal die Tür aufschließen.

·         Der  zweite Schritt:  diese Tür  öffnen und nur angelehnt lassen.

·         Der dritte Schritt:     diese Tür ein Stück weiter öffnen 

Es geht darum, sich langsam zu öffnen. Sein Geist und er selbst warten trotzdem noch vor der Tür, denn sie respektieren deine Entscheidung. Sie warten, bis du persönlich die Einladung an den Vater und seinen Geist , Jesus inklusive, aussprichst. 

Du kannst das aktiv gestalten, indem du für diese drei zusätzliche Tischgedecke platzierst. Und sie sollen nicht nur Gäste sein, sondern vor allen Dingen zu deinen Mitbewohnern in deinem Herzen. Wer das Leben in einer WG (Wohngemeinschaft) kennt, weiß wohl schon, wovon ich rede. So verhält es sich auch in unserer Herzens-WG. Wie im sichtbaren Bereich müssen wir uns auch auf dieser Ebene kennenlernen. 

Wie lernt man jemanden kennen? Indem ich mich auf den anderen einlasse. Ich öffne mein Herz, ich wende mich meinem Gegenüber zu. 

Und selbst ich muß dranbleiben, mich täglich neu auf den Vater im Himmel, Jesus und seinen Geist einlassen. Denn sonst wird und bleibt wieder vieles mühselig, Veränderungen innerhalb eines kurzen Zeitraumes anstrengend. Schließlich gilt das, was ich so schreibe, auch für mich selbst.

Es gilt für alle Veränderungen gleichermaßen, ob es innere oder äußere Themen meines Leben sind: immer die Herzenstür offenhalten, um flexibel zu sein, um agieren zu können statt zu reagieren.


Meine Aufgaben für euch: 

Aufgabe 1:         Ihr setzt euch an den PC oder nehmt ein Blatt Papier, schlüpft in die Rolle des Passagiers in der Arche Noah und laßt eure eigenen Gedanken fließen, die ihr dann aufschreibt.  

Ihr solltet jedoch nicht so schnell durch sein wie ich. Eine Möglichkeit besteht darin, jeden Tag eures Aufenthaltes in der Arche eure Gedanken und Gefühle schriftlich festzuhalten.

Zusätzlich setzt ihr euch auseinander mit den Erkenntnissen, den Themen, die in den Gesprächen mit dem Vater im Himmel ans Licht gekommen sind. Und vertieft diese, arbeitet sie so gründlich wie es nur möglich ist auf.  Meine Dialoge sollen euch nur ermutigen / inspirieren, selbst einen Dialog mit dem Vater zu führen.

Aufgabe 2:         Ihr nehmt den  Vertrauens-Anker und pinnt ihn in den Prozent-Bereich, der der dem aktuellen  Stand deines Vertrauens in den Vater im Himmel entspricht. – siehe Download „Vertrauens-Anker“ als Vorlage. 

Download
Vertrauens-Anker.pdf
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Wenn du noch nicht bei 100% angelangt bist, hinterfrage dich, was dich daran hindert, ganz und gar dem Vater im Himmel und seinem Wirken durch seinen Geist zu vertrauen. Diese Hindernisse müssen dann ausgeräumt werden. 


Schlußwort

Mit dem neuen Herz und einem erneuerten Geist als neuer Mensch beginnt für mich eine neue Zeitrechnung. Denn das Leben wird nicht fleischlich gelebt, sondern geistlich. 

Ein Leben im Geist, zu dem ihr, meine lieben Leser, herzlich eingeladen seid. Die Zeiten, die in der Bibel angegeben sind, spiegeln einen Entwicklungsprozess wider. Es ist Arbeit an sich selber, der sich trotzdem sehr lohnt.

Wenn wir im Geist leben, so breitet sich auch wirklich echter Frieden in uns aus.

Doch für uns ist es nicht das Ende.

Es ist der Anfang,

 

der Anfang eines neuen Lebens.


Copyright:  Silke Maisack