JESUS - Sein Leben und Wirken

Die 7 Feste



Die Feste, die unser Vater im Himmel seinem Volk angewiesen hat, zu feiern, haben einen Bezug zu Jesus.

Im AT wurden 7 Feste eingesetzt.  Die Zahl 7Lexikon zur Bibel S. 1272: drückt ein abgeschlossenes, erfülltes Ganzes in seiner Vollkommenheit aus, meist von Gott gewollt und gesetzt, wie das Werk seiner Schöpfung (1 Mose 2,2f).

Unter anderem:

·         Der 7. Tag, der Sabbat (2 Mo 20,10) 

·        Das 7. Jahr das Sabbatjahr (2 Mo 23,11)

gliedern und ordnen Zeit, Arbeit und Gottesdienst

Diese Zahl  7 kommt öfters  in der Bibel vor


Im AT wurden diese  7 Feste eingesetzt:

1.    Pessach (Passahfest)

2.    Mazzot  (Das Fest der ungesäuerten Brote)

3.    Das Fest der Erstlingsfrüchte

4.    Schawout (Das Wochenfest / Pfingsten)

5.    Rosch Haschana (Neujahrstag)

6.    Jom Kippur (Versöhnungstag)

7.    Sukkot (Laubhüttenfest)

7 Feste, die auf das Wirken von Jesus hinweisen

7, das ist die Zahl der Vollkommenheit


Die Termine

Im ersten Monat Im dritten Monat Im siebten Monat
Pessach (Passah) Schawuot (Wochenfest)  Rosch Haschana (Neujahrstag)
Mazzot (ungesäuerte Brote)   Jom Kippur (Versöhnungstag)
Erstlinge   Sukkot (Laubhüttenfest)
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Eine Übersicht mit den Bibelstellen in den 5 Büchern Mose sowie mit den Terminen 



Pessach

Pessach ist hebräisch und bedeutet: „vorübergehen, verschonen“. Unser Vater im Himmel hat diesen Tag eingesetzt, um in der Nacht folgendes zu tun:

2 Mo 12,12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter, ich, der HERR.

Die Häuser der Israeliten verschont er, vorausgesetzt , sie haben die Türrahmen und Türschwellen mit dem Blut eines geschlachteten Lammes bestrichen.

Dieser Tag soll jährlich gefeiert werden, daher hat folgendes angeordnet:

2 Mo 12, 14 Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.

 

Die Parallelen zu Jesus

2 Mose 12,5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie's essen,
8 und sollen das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot dazu und sollen es mit bitteren Kräutern essen.
9 Ihr sollt es weder roh essen noch mit Wasser gekocht, sondern am Feuer gebraten mit Kopf, Schenkeln und inneren Teilen.

Unser makelloses Lamm, das ist Jesus. Und sein Blut ist es, das er für uns vergossen hat zur Vergebung der Sünden. 

Bei der Einsetzung des Abendmahls hat er darauf hingewiesen:

Mk 14,23 Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus.
24 Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.

Im Blut sitzt das Leben. Und durch das symbolische Trinken des Weines nehmen wir Anteil an seinem Leben

Und beim Fleisch, da bezieht er sich auf seinen Leib 

Mk 14,22 Und als sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Nehmet; das ist mein Leib.

Joh 6,50 Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe.
51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.

52 Da stritten die Juden untereinander und sagten: Wie kann der uns sein Fleisch zu essen geben?
53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.
54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.
55 Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.
56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.

Was aber ist mit Fleisch gemeint? Wir lesen im Lexikon zur Bibel S. 343/344 hierzu: 

1)      Zeichen der Geschöpflichkeit 

Fleisch meint zunächst die leibliche Beschaffenheit des Menschen und der anderen Geschöpfe, den Stoff, aus dem sie gestaltet sind (Hiob 10,11; 1 Kor 15,39). Die völlige Gleichordnung des auf diese Erde herabgekommenen Gottessohnes mit seinen Menschenbrüdern bezeugt die Bibel mit dem Satz: „Das Wort ward Fleisch“ (Joh 1,14;vgl. Kol 1,22; 1 Tim 3,16; 1 Petr 3,18; 1 Joh 4,2)

2)      Zeichen der Vergänglichkeit

Der Mensch ist Fleisch, ist Geschöpf, als solcher steht er dem Schöpfer gegenüber, und sein Leben ist in engen Grenzen gebannt. Damit kommt ein neuer Ton in den biblischen Gebrauch des Wortes hinein.

Der Mensch wird an sein Fleischsein, d.h. an seine Vergänglichkeit, gemahnt. Daß er Fleisch ist, weist ihn als den Ohnmächtigen aus, der gegen die Allmacht Gottes nicht aufkommt. Darum ist es Torheit, sich auf Fleisch zu verlassen. Halt und Hilfe kommt nur aus dem Trauen auf den lebendigen Gott (Ps 56,5; 78,39; Jes 40,6f; Jer 17,5; 1 Petr 1,24).

Deutlich warnt Gott  vor dem falschen Vertrauen auf die Macht des Fleisches: „Denn Ägypten ist Mensch und nicht Gott und seine Rosse sind Fleisch und nicht Geist“ (Jes 31,3). Damit ist die damalige Bündnispolitik des Reiches Juda, das sich in enger Anlehnung an eine Weltmacht zu sichern versuchte, als Torheit, Mißgriff und Beleidigung Gottes, der seines Volkes wahrer Schutz sein will, entlarvt.

3)      Zeichen der Auflehnung gegen Gott

Wenn es in 1 Mo 6,12 heißt, daß alles Fleisch seinen Weg verderbt hat, dann klingt hier schon die dritte und tiefste Bedeutung an, die Fleisch in de biblischen Botschaft hat. Es ist nicht nur der ohnmächtige, der vergängliche, es ist vor allem der bewußt Gott widerstrebende Mensch. Der Mensch, der nicht Gott, seinen Schöpfer und Herrn, sondern sich selbst in den Mittelpunkt seines Lebens, Denkens und Wollens rückt, der nicht auf Gottes Ehre, sondern auf den eigenen Ruhm aus ist.

Im NT ist dieses Verständnis noch wesentlich vertieft. 

·         Röm 7,18            in ihm wohnt nichts Gutes

·         Röm 8,7              dem Gesetz Gottes nicht untertan

·         Röm 7,14            fleischliche Gesinnung, die den Menschen unter die Sünde gekauft

·         Röm 8,7              treibt ihn in die Feindschaft gegen Gott

·        

Und einige weitere Bibelstellen mehr

4)      Zeichen der Neuschöpfung

An wenigen Stellen wird Fleisch auch in biblischem positivem Sinne gebraucht (Hes 11,19; 36,26; 2 Kor 3,3).Steinern, hart, abweisend gegen Gottes Willen ist das natürliche Herz. Kommen aber der Geist Gottes und die Gnade Christi hinein, dann wird es offen und empfänglich und läßt sich nach Gottes Willen und zu Gottes Ehre leiten.

Jesus sagt: „ich bin das wahre Fleisch“ . Das bedeutet, er ist ohne Sünde, hat sich noch niemals gegen Gott aufgelehnt und läßt sich immer vom Heiligen Geist leiten.

Er ist gekommen, damit wir auf geistiger Ebene neu erschaffen werden. Dazu mußte er unsere Sünden auf sich nehmen und am Kreuz stellvertretend für uns sterben. So wurde es möglich, daß der trennende Vorhang zwischen uns und dem Vater im Himmel weggenommen werden konnte.

Erst diese Handlung ermöglicht es uns, daß wir durch Heiligen Geist verändert werden können, der nach der Rückkehr von Jesus in den Himmel von dort oben zu uns gesandt worden ist, um in uns und durch uns zu wirken.

Lukas 22,19 Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.

Und er sagt nicht: „Zu eurem Gedächtnis“, damit wir uns immer daran erinnern. Sondern „zu meinem“, damit er sich wohl daran erinnert, vergegenwärtigt, was er getan und eingesetzt hat.

Unser Pessach beginnt mit dem Abendmahl, mit Brot und Wein

Wenn wir das regelmäßig symbolisch tun: Brot (Fleisch) essen und Wein (Blut) trinken, so bleiben wir in ihm. 


Dazu gehört im Anschluß das 

Mazzot, das Fest der ungesäuerten Brote

welches 7 Tage dauert. 

2 Mose 12,15 Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen. Schon am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern tun. Wer gesäuertes Brot isst, vom ersten Tag an bis zum siebenten, der soll ausgerottet werden aus Israel.

Ungesäuertes und Gesäuertes Brot. Da jeder ausgerottet werden soll in Israel, der GESÄUERTES BROT isst, führt ein weltliches Leben, und ist den Trends dieser abgefallen Welt nicht abgeneigt.

Wer UNGESÄUERTES BROT isst, hat sich von dieser Welt abgesondert, indem er / sie sich nicht verführen lässt und stets hört auf das Wort unseres Vaters im Himmel.

Lexikon zur Bibel S.1009: Durch Hinzufügen von Sauerteig wird der Brotteig gesäuert und gelockert.

Paulus verwendet dies als Bild: Für ihn heißt Sauerteig dabei Verbindung mit dem sündigen Wesen der vorchristlichen Existenz. Ungesäuerter Teig ist für ihn der von Jesus geschenkte Neuanfang (vgl.  2 Kor 5,17), den es im Glauben ganz zu ergreifen gilt.

2 Mose 12,19 sodass man sieben Tage lang keinen Sauerteig finde in euren Häusern. Denn wer gesäuertes Brot isst, der soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, auch ein Fremdling oder ein Einheimischer des Landes.

Sieben Tage lang. Die Zahl 7Lexikon zur Bibel S. 1272: drückt ein abgeschlossenes, erfülltes Ganzes in seiner Vollkommenheit aus, …

Dieses Fest soll jährlich gefeiert werden, daher hat folgendes angeordnet:

2 Mose 12,17 Haltet das Gebot der ungesäuerten Brote. Denn eben an diesem Tage habe ich eure Scharen aus Ägyptenland geführt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.

Die Parallelen zu Jesus

Mazzot, das ungesäuerte Brot. Jesus ist unser ungesäuertes Brot, weil er ohne Sünde war und ist. ER ist unser Brot des Lebens

Joh 6,35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

Im übertragenen Sinne ist Brot das Wort Gottes unseres Vaters im Himmel, das aus seinem Mund geht. Und das betrifft unser ganzes Leben. Er versorgt uns mit allem, was wir zum Leben brauchen, sei es Nahrung, sei es Kleidung, sei es Beziehungen, sei es auf der beruflichen Ebene.

5 Mose 8,3 Er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit Manna, das du und deine Väter nie gekannt hatten, auf dass er dir kundtäte, dass der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht.

Unser Matzen = ungesäuertes Brot ist Jesus

Wenn wir das regelmäßig symbolisch tun: ungesäuertes Brot essen, reinigen wir uns nicht nur, wir lassen uns immer weniger von dieser verdorbenen Welt beeinflussen.


Das Fest der Erstlingsfrüchte

2 Mose 23,16 und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Früchte, die du auf dem Felde gesät hast, und das Fest der Lese am Ausgang des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit eingesammelt hast vom Felde.

2 Mose 34,22 Das Wochenfest sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte und das Fest der Lese, wenn das Jahr um ist.

Dazu die Erstgeburt bei Mensch und Vieh

2 Mose 13,1 Heilige mir alle Erstgeburt bei den Israeliten; alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht bei Mensch und Vieh, das ist mein.

Lexikon zur Bibel S. 305/306 zu Erstgeburt, Erstling: Das Erste ist immer das Angeld des Ganzen. Durch die Darbringung des Ersten wird das Ganze geweiht. Wenn Israel seine Erstlingsgaben opferte, erkannte es an, daß alles dem Herrn gehört. Erst nach der Darbringung der  Erstlingsopfer  durften die Israeliten von den neuen Erträgen des Landes genießen.

Von aller Erstgeburt sowohl beim Menschen als auch beim Vieh gilt, daß sie dem Herrn heilig. Von Rechts wegen sind alle Erstgeborenen in Israel für den Herrn auszusondern und zu seinem Dienst zu weihen.  Hier treten nun gewisse Lösungsvorschriften in Kraft.

Jede Erstgeburt ist vom Menschen ist auszulösen (2 Mo 13,13). Außerdem tritt der Stamm Levi an die Stelle derer, die sonst als Erstgeborene dem Herrn unmittelbar hätten dienen müssen. Die Leviten werden gewissermaßen als Ersatz oder stellvertretend für alle Erstgeburt in Israel für den Herrn ausgesondert (4 Mo 3,11-13; 8,14-19). 

Israels Bezeichnung als Gottes erstgeborener Sohn (2 Mo 4,22) lässt uns an den priesterlichen Auftrag des jüdischen Volkes auf Erden denken (vgl. 2 Mo 19,5f).

Die Parallelen zu Jesus

Jesus ist der Erstgeborene, sowohl im Himmel als auch in der Gemeinde, die er gegründet hat.

Röm 8,28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

Unser Erstgeborener und unser erster Bruder ist Jesus


Fortsetzung auf Seite "Jesus - und die SIEBEN Feste 2"

Schawuot, das Wochenfest


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