Themen:

Das Jahr des Mondes

Der Rabe und die Taube

Die tierische Fracht



Das Jahr des Mondes


Warum nenne ich diesen Artikelabschnitt das Jahr des Mondes? Weil alle genannten Tage vom Beginn der Wasserfluten bis zum Trockenwerden der Erde zusammen 354 Tage ergeben.

Lexikon zur Bibel S. 574

Die Israeliten hatten offenbar ein Mondjahr von 12 Monaten zu 29 bzw. 30 Tagen mit insgesamt 354 Tagen, was für Völker ohne festen Wohnsitz das nächstliegende ist. Man kann darauf hinweisen, daß das hebräische Wort für Monat (chodäsch) verwandt ist mit dem Wortstamm chdsch = neu sein (vom neuen Licht, dem Mond). Außerdem wird im AT wiederholt das Neumondfest genannt (1 Sam 20,5; Jes 1,13f; Hos 2,13; Am 8,5)

Ich habe mir vorbehalten, die im Kapitel genannten Tage näher wie 7 /40/150 zu untersuchen und auf die Kalenderdaten zu verzichten. Denn wie immer geht’s um unser Innersten, unser SEiN und nicht um wissenschaftlich-archäologisches und ob diese Geschichten auch tatsächlich geschehen sind.

Vielmehr können wir sie wie Märchen oder Fabeln ansehen, da ja diese uns ebenso bestimmte Botschaften übermitteln wollen.

Warum gerade nach dem Mond? 

Neumond

Zunehmend

Vollmond

abnehmend

Frühling

Sommer

Herbst

Winter

AusSaat

Wachstum

Ernte

Ruhezeit

Wir rufen uns in Erinnerung, daß wir im Wechsel von Saat-Wachstum-Ernte-Ruhezeit  leben. Eigentlich leben sollten. Doch bislang haben wir oft genug die Ruhephasen ausgelassen. In der Landwirtschaft und vor allem unsere Vorfahren lebten nach diesem Prinzip. Erst die Industrialisierung veränderte unseren Lebensrhythmus. Und die globale Digitalisierung setzt noch eines oben drauf.

Doch wir haben es selbstverantwortlich in der Hand, uns nicht von den Informationen  und Nachrichten, die uns ins Haus geliefert werden, überfluten zu lassen.

Ach ja, da ist ja noch die Flut, die Überflutung unseres Lebens im positiven Sinne, wenn wir in unsere Arche Jesus ziehen und darin leben. 

Was muß bei dir, bei mir untergehen, quasi absaufen? Zunächst einmal: Es ist absolut kein angenehmes Gefühl, wenn du glaubst, daß du am ertrinken bist. Doch worin ertrinken wir? Was steigt über unseren Kopf hinaus? 

Es sind in der Regel die Gefühle, die Emotionen, die wir nicht so sehr mögen: Angst vor allem. Wenn wir Angst haben, wird es zumeist eng. Unser Herz zieht sich zusammen. Unsere Gedanken dringen zum Herz nicht vor und durch. 

Der Ausweg: Wir suchen ein Ventil, wir klammern uns am anderen fest, wollen daß mein Nächster uns da hilft, aus unserer Situation herauszukommen. Was eigentlich auch nicht hilft. Die Gedanken drehen sich weiter im Kreis. Und wir springen im Viereck herum. Die Redensart lautet eigentlich: „im Dreieck springen“. Meine Lösung ist daher, ich springe wohl  zwischen allen Ecken hin und her, doch in der vierten Ecke ist eine Tür, durch die ich hinausgehe und diese dann öffne.

Eine geöffnete Tür läßt mein Herz wieder weit werden. Ich muß mein Herz wieder öffnen. Und merken, es ist unser Herz, das im Viereck bzw. Dreieck herumspringt. Unser Ziel ist es jedoch, zur Ruhe zu kommen. Denn NOACH bedeutet Ruhe (PONS S. 204). Auch wir wollen zur Ruhe kommen.

Wir haben nun unsere eigene Arche gebaut. Und der Vater im Himmel hat uns darüber informiert, daß in 7 Tagen, am 7. Tag also,es von oben regnet und die Quellen und Brunnen der Tiefe sich öffnen.

7 Tage. Diese Zahl kommt uns bekannt vor. Wir erinnern uns an die Schöpfungswoche und den 7. Tag als Ruhetag. 6 Tage sind wir am werkeln in unserem Berufsalltag und am 7. Tag haben wir frei und Zeit genug, die Gemeinschaft mit unserem Vater im Himmel zu vertiefen.

7 Tage. Wir denken da an das Umrunden von der Stadt Jericho. 6 Tage lang je einmal, am 7. Tag, dann 7 Mal, insgesamt sind das 13 Runden.

7 Tage.  In dieser Zeit bereiten wir uns vor. Wir bereiten hier unsere Seele, unser Herz vor auf etwas Künftiges, auf etwas, was bald eintrifft. So betrachtet ist unsere Seele unsere Arche, unser Innerstes.

6 Tage bereiten wir uns darauf vor, in die Arche zu gehen, am 7. Tag verschließt der Vater im Himmel die Tür, und läßt es regnen.

Was tun wir in dieser Zeit? Wir ordnen unser Leben, indem wir mit dem Ausmisten von Dingen, Gewohnheiten, Einstellungen u.v.m. trennen. Alles kommt auf den Prüfstand. Was lange genug im Schrank oder sonst wo deponiert war, „fliegt raus“. Und bei Gegenständen, Kleider, was die äußeren betrifft,  empfiehlt es sich, diese nicht auf den Müll zu werfen, sondern sie am ehesten an Stellen abzugeben, die diese an Menschen weiter geben, die bedürftig sind. 

So tust du anderen noch eine Freude damit, und dein Vater im Himmel freut sich auch darüber, wenn du so handelst. Bei der Entledigung von Gewohnheiten, Einstellungen usw. sieht es da vollkommen anders aus. Das Problem ist ihre tiefe Verwurzelung, und der Boden unseres Herzens ist um diese herum recht hart geworden. Wir brauchen da einen Hammer und Meißel, damit wir an die Wurzeln herankommen. Bis  diese oder jene Gewohnheit wirklich aus unserem Leben, aus unserem Herzen verschwunden ist, dauert es nicht nur einige Tage, möglicherweise gehen da auch mehrere Wochen / Monate ins Land, bis die Veränderung geschehen ist.

Ich verweise nochmals auf meine Angewohnheit, viel im Internet gestreamt, zeitgleich/ zeitweise am PC noch etwas anderes gearbeitet zu haben. Es hat wirklich einige Zeit gedauert, bis ich erkannt habe, daß das eindeutig mit mir zu tun. 

Zur selben Zeit beispielsweise einen Artikel für meine Webseite schreiben und parallel dazu im Internet streamen, das geht nicht auf Dauer gut. Hier trifft die Bibelstelle aus Matthäus 6,24 voll ins Schwarze:

Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Mit anderen Worten: Es geht ganz und gar nicht zur selben Zeit in zwei Flüssen zu baden, auf zwei Flüssen zu segeln. Oder mit dem einen Bein auf dem einen Ufer zu stehen, und mit dem anderen Bein das andere Ufer.  Da brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir innerlich völlig zerrissen werden.

Unter dem Aspekt, nun mit der eigenen  Arche sich in unbekannte Gefilde aufzumachen, geht es nun während diesen 7 Tagen an das Packen, ganz so, als wenn du deinen Koffer packst für deinen Urlaub. Wir wissen nicht, wie lange wir unterwegs sind, schon gar nicht wo wir uns unterwegs befinden. Der einzige Kompass und Richtungsgeber ist Jesus. ER bzw. unser Vater ist unser Licht, unser Leuchtturm. 

Über uns ist der Himmel und unter unseren Füßen ist nur eine Wasserwüste. Ja, eine Wüste, wo es nichts gibt, keinen einzigen Orientierungspunkt. Außer nachts, da scheinen die Sterne und der Mond. Die Seefahrer orientierten sich früher am Kreuz des Südens. Heute in unserer modernen Zeit besitzen die Schiffe ein GPS-Gerät und werden von Satelliten geleitet zu ihrem Ziel. Unsere Orientierung ist der Vater im Himmel in Begleitung von Jesus und seinem heiligen Geist.

Gut. Doch was packen wir ein, wir konzentrieren uns auf inneren Leib. Was der äußere Körper braucht, läßt sich gut auf unseren inneren Leib übertragen:

o   Nahrungsmittel:  Wort Gottes, das ist in geschriebener Form die Bibel

o   Kleidung: Kleider des Heils, den neuen inneren Menschen, die Waffenrüstung,  der Herrlichkeit u.v.m.  (welche ihr benötigt, das müßt ihr selbst in der Bibel nachforschen unter den Begriffen Kleid, Kleidung, Mantel usw., eben alle Begriffe, die mit diesem Thema zu tun haben)

o   Medikamente, Arzneimittel – da läßt sich bestimmt einiges finden in der Bibel

o   Rezepte, damit meine ich, was du tun sollst, um gesund zu werden,

7 Tage, bis die Flut kommt.

Um das mit der Wasserflut zu verstehen, die alles Leben vernichtet, schauen wir uns an, was der Vater im Himmel mit dem Ausdruck „Fleisch“ meint, das verdorben ist:

Lexikon zur Bibel S. 344

Zeichen der Auflehnung gegen Gott

Wenn es in 1 Mo 6,12 heißt, daß alles Fleisch seinen Weg verderbt hatte auf Erden, dann klingt hier schon die dritte und tiefste Bedeutung an, die Fleisch in der bibl. Botschaft hat. Es ist nicht nur der ohnmächtige, der vergängliche, es ist vor allem der bewusst Gott widerstrebende Mensch. Der Mensch, der nicht Gott, seinen Schöpfer und Herrn, sondern sich selbst in den Mittelpunkt seines Lebens, Denkens und Wollens rückt, der nicht auf Gottes Ehre, sondern auf den eigenen Ruhm aus ist. Im NT ist dieses Verständnis noch wesentlich vertieft

·         Im Fleisch wohnt nichts Gutes (Röm 7,18)

·         Es ist dem Gesetz Gottes nicht untertan (Röm 8,7)

·         Verführt zum Selbstruhm (Phil 3,3f)

Fleisch ist nicht nur die massive sündige Verunreinigung des Menschen, sondern auch seine Religiosität, Frömmigkeit, Tugend, sofern er sich damit gegen den Zugriff Christi wehr: „Was vom  Fleisch geboren ist, das ist Fleisch (Joh 3,6). 

Auch wir, selbst wenn wir mit dem Vater im Himmel eine Beziehung haben, widerstreben ihm zuweilen. Das ist auch völlig normal. Das gehört zu unserer Entwicklung dazu. Solange wir in dem Widerstreben nicht steckenbleiben. Wir ähneln da sehr in der Entwicklung von der Kindheitsphase über die pubertäre hin zum Erwachsen sein.

Was bedeutet das nun? Was machen wir in diesen 6 Tagen? Wir haben die Arche gebaut, die Tür ist noch offen. Im weiteren Nachdenken darüber können wir diese 6 Tage als einen Weg ansehen, als einen Prozess. 

Wir können uns nach wie vor jederzeit entscheiden, nicht in die Arche zu gehen und den in uns gegen den Vater im Himmel widerstrebenden Kräften Raum geben. Und somit selbst in der Wasserflut untergehen. Dafür haben wir 6 Tage lang Zeit. Am 7. Tag ist es dann endgültig.

Gehe ich in die Arche, so lasse ich das Leben im Fleisch hinter mir. Diese Entscheidung liegt allein ganz bei mir. Niemand anderes kann für mich entscheiden. Niemand anderes trägt die Konsequenzen, egal wie ich mich entscheide. So sollte es sein, daß die Verantwortung für das eigene Leben und Handeln in der eigenen Hand liegt, und nicht in der Hand von anderen Personen.

Der 7. Tag: Wir betreten die Arche. Der Vater schließt hinter uns die Tür. Die Dunkelheit empfängt uns. Und wir sind von ihr völlig eingehüllt. Eine Beklemmung legt sich auf unser Herz. Manch einem von uns ist es mulmig zumute. Vielleicht gibt es den einen oder anderen Mutigen unter euch.

Also, wenn ich das überstehen will, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als dem Vater im Himmel vollständig zu vertrauen.  Und da spüre ich, wie nach dieser getroffenen Entscheidung, er auf mich zukommt, und es irgendwie hell wird in der Arche. 

Ja, ER ist das Licht.

1 Joh 1,5              Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen:  

                              Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.

In seinem Licht ist es ein leichtes, vom untersten Stockwerk hinauf in das oberste zu gelangen, wo sich unser Bewußtsein befindet, wenn wir den Abgleich aus dem Artikel „Die Schöpfungswoche“ hinzuziehen.

Ihr seht, die Themen wiederholen sich. Doch mit der Arche ist unser Bewußtsein geschützt. Das bringt uns den Vergleich mit dem Helm des Heils (Epheser 6,17)

Das mittlere Stockwerk wäre demnach unser Herz, und die unterste Ebene unser Unterbewußtsein. Auf die Waffenrüstung übertragen wird die mittlere Etage vom Panzer der Gerechtigkeit gedeckt. Und unser Unterbewußtsein, das ist umgürtet mit dem Gürtel der Wahrheit.

So weit, so gut. Während wir uns im obersten Stockwerk uns einrichten, fängt es langsam an zu regnen. Im Laufe der nächsten 40 Tage und Nächte immer stärker. Die Schleusen des Himmels sind vollständig geöffnet, die Quellen in der Tiefe ebenso.

40 Tage / 40 Nächte     Mose befand sich in dieser Zeitspanne auf dem Berg des Herrn, dem Berg                                                           Sinai und begegnete unserem Vater im Himmel

40 Tage / 40 Nächte    Jesus befand sich in der Wüste, um zu fasten und vom Teufel versucht zu                                                          werden

40 Tage / 40 Nächte   Jesus zeigte sich  nach der Auferstehung seinen Jüngern und allen, die an ihn                                          glaubten, bevor er zurück zum Vater kehrte

40 Tage dauert es, bis sich unsere Arche angehoben wird und anfängt zu schwimmen.  Erinnern wir uns, um das mit den 40 Tagen zu verstehen. Wir haben uns entschieden, dem Vater im Himmel 100%ig zu vertrauen.  Daraufhin kommt er uns entgegen als unser Licht. 

Wir befinden uns im obersten Stockwerk. Vergleichbar ist das mit Mose, der 40 Tage und Nächte auf dem Berg verbracht hatte in der Gegenwart unseres Vaters im Himmel. Dasselbe erleben auch wir. 40 Tage und Nächte in der Gegenwart des Vaters im Himmel, während von oben und von unten das Wasser strömt. 

Und das Wasser stieg so hoch, daß es die Spitzen der höchsten Berge lt. 1 Mose 7,20     15 Ellen hoch,   das entspricht 6 m, überdeckt.

Warum auch diese? Warum werden sogar die Berggipfel überdeckt mit Wasser?

Lexikon zur Bibel S. 158

In diesem Fall sind diese auch dem Untergang geweiht, wobei es hier um das Reinigen der Berge geht, denn: Wuchtige Berge illustrieren Gottes Schöpfermacht (Ps 65,7; 104,8) und künden seine Kraft und Herrlichkeit (Ps 18,8; 36,7). Beschreibungen feuriger, rauchender Berge bezeugen die Allmacht und Herrschaft Gottes über die Natur.

Die widergöttlichen Mächte, ja, wir tragen sie in uns. Und diese Mächte haben eine große Angst vor dem Vater im Himmel, denn sie kennen seine Macht. Diese Mächte, das sind die Engel bzw. Söhne Gottes, die sich gegen ihn erhoben haben und mit Luzifer, dem wahren Teufel im Bunde sind. 

Sollten Angst und Hass sich in dir melden, dann sind es diese Mächte, die Veränderungen in deinem Leben ganz und gar nicht mögen. Daher laß dich weder beirren noch entmutigen, und vor allem, nicht in ihren Hass hineinziehen.

Jakobus 4,7      So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.

Widerstehen, d. h., nicht losrennen, sondern stehenbleiben. Gelassenheit ist die beste Alternative. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß das anfänglich noch ziemlich schwer ist. Du handelst lieber selbst, als die ganze Angelegenheit vertrauensvoll dem Vater zu überlassen, der sich ja wirklich um alles kümmert.

Vertrauen brauchen wir auch allerdings ganz besonders während unseres Aufenthalts in unserer Arche. Unser Aufenthalt darin wird ganz schön lang. Und kein Ende in Sicht.

Wir treten ein in die nächste Zeitspanne: 150 Tage bleibt das Wasser. Warum die Zahl 150? Legen wir die Zahlen 100 und 50 mit ihren Buchstaben zugrunde, entsteht das Wort Ken    קֵן  (PONS S. 291), übersetzt mit Nest.  Im Plural Räume, Kammern, als Verb: nisten, ein Nest bauen קנן   (PONS S. 292)

Wir bauen uns also ein Nest. Ja, wir richten uns innerlich ein.  Wir richten uns innerlich neu aus. Außer der Gegenwart des Vaters im Himmel gibt es ja nichts, was uns wieder ablenken könnte. Schließlich gibt es auch keine Fenster nach draußen. Wobei wir nur eine endlose Wasserwüste sehen würden, und allenfalls in der Nacht den Mond und die Sterne.

Wir richten uns aus auf den Vater im Himmel und lernen, seine Gegenwart auszuhalten  und vor allem zu genießen. Vor allem uns zu stärken, zu wachsen, geistlich zu reifen. Unsere Speise ist ja sein Wort. Für uns heute ist es die Bibel, in der wir, so oft es nur geht, lesen, studieren, verinnerlichen. Das ist die eine Seite in uns. 

Die andere Seite in uns, die wir nicht stummschalten können: Gedanken nisten sich in der Regel bei uns ein. Meistens sind ja gerne die Sorgen, trübe Gedanken, die zu uns kommen.  150 Tage sind eine lange Zeit, und die ganze Zeit sind wir im Dunkeln.  Da kommen viele Gedanken aller Art zu uns und bauen sich ein Nest. Aus einem Gedanken schlüpft dann ein weiterer Gedanke. Unsere Gefühle wie die Ängste tun ein übriges und lassen die Gedanken weiter vermehren und anwachsen. 

Was also tun? Wir können hier nur auf den Vater im Himmel warten, bis er eingreift.  Bis er unsere Ängste und Sorgen verscheucht.

Denn weitere 150 Tage dauert es, bis das Wasser zurückgegangen ist. Übertragen heißt das wohl, wir bauen das geistige Nest aus, verstärken es, wenn wir wie Noach in einer gefestigten Beziehung zum Vater im Himmel leben. Andererseits, mit dem Rückgang des Wassers nehmen auch unsere Sorgen und Ängste allmählich ab. 

Daß die Menge des Wassers zurückgeht, merkt Noach an dem Aufsetzen der Arche an einem Berg. Trotzdem ist noch genügend von diesem nassen Element da.

 Dazu kommen erneut 40 Tage, die Noach noch wartet, weil er noch immer nicht weiß , ob das Wasser sich vollständig zurückgezogen hat. Auch wir wissen es nicht. Uns bleibt nichts anderes übrig, als unserem Vater im Himmel weiter 100%ig zu vertrauen und uns keine Sorgen zu machen. Denn nur er allein weiß, was wann dran ist.  

Ein anderes Bild für die Wasserflut kann auch dieses sein: Das Wasser ist auch ein Bild für den Geist des Vaters im Himmel. Die Berge stellen unüberwindliche Schwierigkeiten dar, innere Widerstände in uns (unser innerer Schweinehund, wie man so schön sagt). 

Dieses Wasser ist der heilige Geist bekommt großen Raum und trägt uns. Wir werden getragen vom Vater, vom Heiligen Geist über unsere inneren Widerstände und scheinbar unüberwindlichen Schwierigkeiten hinweg, so lange, bis wir im wahrsten über den Berg sind.

Das Schlimmste überstanden haben; wieder gesund werden

(redensarten.index)

So drücken wir uns auch im Krankheitsfall. Wobei man diesen Ausdruck auch auf andere Bereiche anwenden kann, z.B. bei Prüfung, das Stecken in einem Chaos, einer Unordnung. Unser Berg können auch unsere Ängste und Sorgen sein. Das Wasser bzw. der heilige Geist trägt uns über diese hinweg, er trägt uns durch. Wie lange so ein Durchtragen dauert, das ist vollkommen unterschiedlich. Das hängt ganz von dem ab, wie hoch die jeweiligen Berge sind. Wir sehen in der Regel erst hinterher, wenn wir über den Berg sind, das Wirken des Vaters im Himmel. Schließlich heißt es: „Alles hat seine Zeit“, „seine Stunde“. 

Dieses Wissen darum, das hat jeder von uns. Nur im zuweilen komplexen Alltag, täglichen Leben und in diesem Gesellschaftssystem wird das komplett verdrängt. Schließlich geht’s heutzutage immer um das sofort. Wer da nicht mitmacht, der versäumt etwas, der gehört nicht mehr dazu. Doch willst du zu denen gehören, die alles besitzen wollen, sich alles anschaffen, nur weil es alle haben?

Ich jedenfalls nicht.  Ich muß nicht das neueste Smartphone haben, geschweige denn überhaupt eines besitzen. Mir genügt es, wenn ich damit telefonieren kann. Warten zu können, ausharren, bis die Stunde gekommen ist, das ist eine hohe Kunst. In der westlichen Welt gar nicht mehr so einfach, und überall auch da, wo der westliche Lebensstil übernommen wird. 

Jesaja 40,31       aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit                                                                         Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und  nicht müde werden.

Ja, wir brauchen seine Kraft. Und wenn wir in seiner Kraft wandeln, in der Kraft seines heiligen Geist, bekommt unser Leben Auftrieb und wir dürfen mehr und mehr Erfolge erleben und im Gegenzug immer weniger Niederlagen. Wir kommen allmählich in unsere innere Mitte. Unsere Schritte werden wieder fester und wir bekommen sogar weiten Raum. Unser Leben besteht nicht mehr länger nur aus einem Rinnsal, sondern wird zu einem breiten Strom, der ins ewige Leben mündet. Dahin möchte ich euch gerne bringen bzw. hinbegleiten mit meinen Leitfaden-Artikeln.


Der  Rabe und die Taube

40 Tage und zwei Mal 7 Tage. Das macht insgesamt 54 Tage.  Warum Noach einen Raben aussendet, sehen wir aus der Erklärung im Lexikon zur Bibel. Danach sendet er 3 Mal eine Taube.

40 Tage und zwei Mal 7 Tage. Das erfordert von uns eine weitere Geduldsprobe. Ihr merkt, wir werden ganz schön geprüft, auf Herz und Nieren. Manch einer von uns würde die Tür aufmachen, dann allerdings ertrinken, weil er im Wasser noch nicht stehen kann. 

Lexikon zur Bibel S. 946

Der Kolkrabe ist im ganzen Vorderen Orient verbreitet (1 Mo 8,7; Hiob 38,41; Ps 147,9; Hld. 5,11; Lk 12,24). Er ist Allesfresser und steht als Aasvogel (vgl. auch Spr 30,17) in der Aufzählung der unreinen Tiere neben den Raubvögeln (3 Mo 11,15; 5 Mo 14,14).

Diese Erklärung ist am plausibelsten. Wegen dem vielen Aas, denn durch die Flut sind ja auch die Landtiere umgekommen, das mußte ja beseitigt werden. Auch die toten Überreste aus unserem alten Leben. Es gibt Verhaltensweisen / Herzenshaltungen in unserem Leben, in denen kein Leben mehr ist. Und es gibt Verhaltensweisen / Herzenshaltungen, die sterben müssen, weil sie für ein neues Leben hinderlich geworden. 

Allerdings muß ich darauf hinweisen, daß in solchen Zeiten heftige innere Kämpfe stattfinden. Diese Mächte wehren sich immens, und am liebsten möchte man gerne sterben. Doch nicht den äußeren Menschen lassen wir sterben, sondern den inneren und alten Menschen.

Epheser 4,17-24     Der alte und der neue Mensch

So sage ich nun und bezeuge in dem Herrn, daß ihr nicht mehr leben dürft, wie die Heiden leben (a) in der Nichtigkeit ihres Sinnes.

(18)Ihr Verstand ist verfinstert, und sie sind entfremdet dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, die in ihnen ist, und durch die Verstockung ihres Herzens.

(19)Sie sind abgestumpft und haben sich der Ausschweifung ergeben, um allerlei unreine Dinge zu treiben in Habgier.

(20)Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt;

(21)ihr habt doch von ihm gehört und seid in ihm unterwiesen, wie es Wahrheit in Jesus ist.

(22)Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet.

(23)Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn

(24)und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Was der Apostel Paulus hier darüber schreibt, das war vor der großen Wasserflut nicht anders. 

Dieser Rabe war also solange unterwegs,

bis wohl alles Aas von der Erde vertilgt war,

bis wohl alles in uns abgestorbene nicht mehr existiert

schließlich geht’s um einen vollständigen Neuanfang

Lexikon zur Bibel s. 1137

Die Taube ist ein Symbol der Sanftheit und Arglosigkeit (Mt 10,16) und des Heiligen Geistes (Mt 3,16; Mk 1,10; Lk 3,22; Joh 1,32).

·        Beim ersten Mal kehrt die Taube wieder zurück, weil sie weder einen Baum fand noch einen trockenen Platz, an dem sie sich setzen und ausruhen konnte.

·    Beim zweiten Mal  bringt sie ein Ölblatt von einem Olivenbaum mit.

·    Beim dritten Mal kehrt sie nicht mehr zurück.

Die Taube ist das Bild für den Heiligen Geist, für den Geist unseres Vaters im Himmel. Sie findet keine Möglichkeit zum Ruhen, denn Sanftheit braucht einen Ort, ein Haus, ein Nest,  um sich zu erden, um ganz bei sich selbst zu bleiben.

Da sieht es beim zweiten Ausflug schon besser aus.  Aufschluß über den Ölzweig, das Ölblatt gibt uns ein Artikel in wikipedia:

Die Taube spielt in der biblischen Sintflut-Erzählung die Rolle des frohen Botschafters: Eine von Noah ausgelassene Taube kehrt mit einem frischen Olivenzweig im Schnabel zur Arche zurück (Gen 8,11 EU). Die biblische Sintflut-Erzählung beginnt in (Gen 6,5-7 EU) mit einer Art Kriegserklärung Gottes an die Menschen und die Schöpfung, denn "die Erde ist voller Gewalt" (Gen 6,13 EU). Die Rückkehr der Taube mit dem Olivenzweig wird daher als Zeichen des Friedensschlusses verstanden. Die Taube wie der Olivenzweig werden zu Friedenssymbolen.

Sie bringt uns wirklich eine Botschaft. Nicht nur Frieden. Die Erde beginnt wieder zu grünen, sich mit Pflanzen zu füllen.  Das Leben kann wieder weitergehen. Die Botschaft lautet ebenso: Es gibt neues Leben. Das Leben geht auf der Erde weiter.

Doch wieso kehrt die Taube bei ihrem dritten Ausflug nicht zurück? Warum kehrt die Taube nicht zu uns zurück?  

Die Taube ist Symbol für den Heiligen Geist, den Geist des Vaters im Himmel. Sie kehrt nicht zurück, weil sie ihren Platz gefunden hat. Sie nimmt wieder Raum ein, nachdem das Wasser endgültig versiegt ist. Der Geist des Vaters kann sich erneut ausbreiten.

In diese neue Welt, neuen Frieden nimmt uns der Vater im Himmel mit hinein. Das Ausbleiben der Taube ist das Signal, daß wir die Arche verlassen können und uns keine Gefahr mehr droht.

Wir folgen ihr also nach. Auf die Anordnung des Vaters im Himmel hin öffnen wir die Tür, vor allem die Tür unseres Herzens in die neue Welt.

Fragenblock Zeitangaben

·         7 Tage bis zum Beginn der Regenzeit

o   Wie geht’s dir damit?

o   Machst du dir die Konsequenzen bewußt, wenn du nicht in die Arche gehst?

o   Sind dir die Konsequenzen bewußt, wenn du dich entscheidest, in die Arche zu gehen?

o   Wie entscheidest du dich am 7. Tag, wenn der Vater im Himmel dann die Schleusen des Himmels öffnen wird

o   In der Arche: Vertraust du dem Vater im Himmel zu 100%?

·         40 Tage, bis die Wassermenge die Arche anhebt

o   Nutzt du diese Zeit zur Pflege der Gemeinschaft mit dem Vater im Himmel, so wie Mose 40 Tage und Nächte auf dem Berg gewesen ist?

o   Oder ziehst du dich in einen Raum zurück, und ziehst dir die Decke über den Kopf?

·         150 Tage – Nestbau

o   Wie gehst du mit den Sorgen und Ängsten um

o  Läßt du zu, daß sie sich richtig festsetzen, sich Nester bauen?

o  Bist du dann gar nicht mehr zugänglich für das Reden des Vaters im Himmel?

o  Oder ist noch Raum genug, rechtzeitig die „Reißleine zu ziehen“  und sich dem Vater im Himmel zuzuwenden, damit die Sorgen und Ängste u.ä. nicht mehr weiter anwachsen?

·         150 Tage – Rückgang der Wassermenge

o   Spürst du das, wie allmählich Sorgen, Ängste u.ä. gehen, und somit du wieder offen bist für das Reden des Vaters im Himmel?

o   Oder hältst du lieber weiter fest an deinen trüben Gedanken?

·         40 Tage – Neue Gemeinschaftszeit mit dem Vater im Himmel

o  Nutzt du diese Zeit, um die Gemeinschaft mit ihm zu erneuern und wieder zu vertiefen?

·         7 Tage – die Taube kehrt zu mir / zu dir zurück mit einem Ölblatt

o   Was bedeutet das für dich / für mich?

o   Nimmst du sein Friedensangebot an?

o   Kannst du sein Friedensangebot annehmen?

·         7 Tag – die Taube kommt nicht mehr zurück

o   Wie denkst du darüber?

o   Verläßt du die Arche, um sie zu suchen und wieder zu finden, ihr ins neue Leben zu folgen?

Bevor wir die Arche verlassen, befassen wir uns noch mit unseren tierischen Passagieren. Einmal, welche Arten von Tieren mit in die Arche dürfen / sollen. Zum anderen was das mit unserem Leben zu tun hat.


Die tierische Fracht

Unser Vater spricht noch von Tieren, von jeder Art ein Paar. Von diesen Tieren heißt es: je 7 Paare von den reinen Tieren, je 1 Paar von den unreinen. Warum diese Einteilung? 

Diese Thematik finden wir zum einen in 3 Mose 11 über das Gesetz über reine und unreine Tiere wieder. Zum anderen in den verschiedenen Vorgaben beim Opfern von Tieren, die makellos sein müssen.

Welche Tiere rein bzw. unrein sind, hat der Vater im Himmel nun festgelegt. Tiere wurden wohl regelmäßig geopfert seit der ersten Opfergabe von Hevel (Abel).  Und Fleisch zu essen, das war wohl noch nicht üblich. Dieses kam erst, als Noach mit seiner Familie die Arche wieder verlassen durfte.

Hier komme ich nochmals auf meinen Artikel „Die Schöpfungswoche“ zurück. Die Vögel versinnbildlichen unsere Gedanken, die Landtiere unsere Bodenständigkeit, zumindest bei den Vierbeinern. 

Da unsere Speise das Wort des Vaters im Himmel ist und die Tiere dasselbe Futter bekommen, so füttern wir unser Bewußtsein mit seinem Wort. Dasselbe geschieht mit unserem Herzen für unsere Bodenständigkeit.

Wenn wir beständig das Wort des Vaters im Himmel aufnehmen, so werden unser Geist und unser Herz gefestigt, so daß wir immer besser den neuen Herausforderungen im Leben gewachsen sind, und entsprechend auch besser damit umgehen können.

Im realen Sinne hatte Noach mit seiner Familie ganz schön zu tun, bis sie alle Tiere gefüttert und getränkt haben, bei der großen Menge, die mit in die Arche durften, um die reingewaschene Erde wieder neu zu bevölkern. Und wir haben viel zu tun, unseren Charakter zu bilden, vor allem unsere positiven Eigenschaften zu pflegen.


Betrachten wir noch einmal rückblickend die Zeit in der Arche, so  ähnelt das dem, was Jesus für uns getan hat von der Kreuzigung über die Grablegung bis zur Auferstehung. Das Anwachsen der Sorgen und Ängste entspricht seinem Gebet am Kreuz, als er sich selbst vom Vater verlassen fühlte. 

Selbst wir fühlen uns verlassen, gerade dann, wenn die Ängste größer werden als unser Vertrauen. Im Bauch der Arche sein, gleicht dem im Grab zu liegen.. Der Rückgang des Wassers und das Betreten der neuen Erde läßt sich mit seiner Auferstehung vergleichen. 

Andererseits werden wir auch mit dem Wasser über den Berg unserer Ängste und Sorgen getragen.



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