Der gerechte Lohn


Gibt es den gerechten Lohn?

Unser Lohnbeutel
Unser Lohnbeutel

Scheinbar wohl nicht, wenn wir die Lohnverhältnisse überall in jedem Land auf der Erde anschauen. Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer.  Ein Spruch, den wir immer wieder hören und das selbst äußern, wenn wir uns an unseren Arbeitsplätzen abrackern und am Ende nichts übrig bleibt. 

So scheint es zumindest. Denn wenn wir in jedes Herz schauen, gerade in die Herzen der Reichen, dann kommt die Wahrheit doch ans Licht. Tief drin sind sie wirklich arm, denn sie glauben, mit viel Geld können sie ihr Leben bereichern und glücklich sein.

Doch was nützt alles Geld, wenn sie an Krankheiten erkranken, die nicht heilbar sind.

Was nützt ihr vieles Geld, wenn sie dann verstorben sind. Ins Grab können sie nichts mitnehmen.

Schon Jesus sagt in Matthäus 6:

19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen.
20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen.
21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

Ihre Herzen sind verkümmert. Und sie versuchen es mit dem Mammon zu bedecken, um uns so inneren Reichtum vorzugaukeln.

Matthäus 6,24                  Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und  den andern lieben, oder er wird an dem                                                       einen hängen und den andern  verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Ihr Götze ist das Geld. Sie beten es geradezu an. Ihr persönlicher Kontostand auf der Bank ist ihnen wichtiger als das Vermögen der „unteren“ Bevölkerungsschichten.

Die Welt sammelt ihre Schätze, indem sie vielen Menschen ihren gerechten Lohn vorenthält.  In der Bibel werden sie als böse Arbeitgeber bezeichnet. Der Lohn muß nicht immer in Form von Bargeld sein, wie wir es kennen. Es gibt andere Lohnarten:


1 Mose 16,6       Abram aber sprach zu Sarai: Siehe,                                     deine Magd ist unter deiner Gewalt; tu                                 mit ihr, wie dir's gefällt.


1 Mose 31,7       Und er hat mich getäuscht und zehnmal                             meinen Lohn verändert; aber Gott hat                                 ihm nicht gestattet, dass er mir Schaden                             täte.


1 Mose 39,20     Da nahm ihn sein Herr und legte ihn ins                              Gefängnis, in dem des Königs                                                Gefangene waren. Und er lag allda im                                  Gefängnis.


2 Mose 1,13       Da zwangen die Ägypter die Israeliten                               unbarmherzig zum Dienst


Der Lohn für Hagar ist seelische Gewalt. Sie wurde ja von Sara gedemütigt.


Der Lohn für Jakob:        Lea, und Hochzeitswoche mit ihr, obwohl er 7 Jahre um Rahel gedient

Der Lohn für Jakob:        Rahel, ohne Hochzeitswoche, muß um sie weitere 7 Jahre dienen

Der Lohn für Jakob:        kein Erwerb von eigenen Herden, muß bislang immer alles Verlorene ersetzen / erst durch List kommt er zu eigenen Schafen und Ziegen etc.


Der Lohn für Josef: Gefängnis, obwohl er nicht die Frau seines Arbeitgebers sexuell berührt hatte.


Der Lohn für die Israeliten: harter Frondienst



 „Lohn“, wie er sein kann

       Der Vater im Himmel ist unser Lohn:

1 Mose 15,1       Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.

       Wir als gute Arbeitgeber:

3 Mose 19,13     Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken noch berauben. Es soll des Tagelöhner Lohn nicht bei dir                      bleiben bis zum Morgen.

 

5 Mose 24,14     Dem Tagelöhner, der bedürftig und arm ist, sollst du seinen Lohn nicht vorenthalten, er sei von                   deinen Brüdern oder den Fremdlingen, die in deinem Land und in deinen Städten sind,

                    15     sondern du sollst ihm seinen Lohn am selben Tage geben, dass die Sonne nicht darüber untergehe –            denn er ist bedürftig und verlangt danach –, damit er nicht wider dich den HERRN anrufe und es dir        zur Sünde werde.

                             Wir als gute Kinder des Vaters im Himmel:

Spr 11,18             Der Gottlosen Arbeit bringt trügerischen Gewinn; aber wer Gerechtigkeit sät, hat sicheren Lohn

            19             Gerechtigkeit führt zum Leben; aber dem Bösen nachjagen führt zum Tode.

Spr 22,4              Der Lohn der Demut und der Furcht des HERRN ist Reichtum, Ehre und Leben.

Sir 11,23              Der Segen Gottes ist der Lohn des Frommen, und in kurzer Zeit gibt er schönstes Gedeihen

       Treue zahlt sich aus: unser Lohn ist der ewige Bund mit dem Vater im Himmel:

Jes 61,8                        Denn ich bin der HERR, der das Recht liebt und Raub und Unrecht hasst; ich will ihnen den Lohn in Treue geben und                                            einen  ewigen Bund mit ihnen schließen

Da wir nun mal in dieser Welt leben, stellen wir auch ganz große Erwartungen an dieses Thema. Das ist ja auf den ersten Blick erst einmal legitim. Bei näherem Hinsehen jedoch, daß unsere Erwartung an die Welt, uns den rechten Lohn zu zahlen eben doch seine Tücken hat. 

Oft genug kommt nicht heraus bzw. befindet sich in unserer Lohntüte, was unseren Vorstellungen entspricht. Wir verbinden diesen Lohn mit dem irdischen Lohn. Er kann zu einer Quelle der Versuchung werden, indem wir andere bestechen, um bestimmte Handlungen vorzunehmen.

4 Mose 22,7             Und die Ältesten der Moabiter gingen hin mit den Ältesten der Midianiter und hatten den Lohn für das Wahrsagen in                                        ihren Händen und kamen zu Bileam und sagten ihm  die Worte Balaks.

5 Mose 16,19     Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch die Person nicht ansehen und keine  Geschenke                                       nehmen; denn Geschenke machen die Weisen blind und verdrehen die Sache der Gerechten.

Jes 1,23              Deine Fürsten sind Abtrünnige und Diebsgesellen, sie nehmen alle gern Geschenke an und trachten                                 nach Gaben. Den Waisen schaffen sie nicht Recht, und der Witwen Sache kommt nicht vor sie.

Wir können, wie wir sehen, damit andere bestechen. Und wie wir es auch drehen und wenden, wir müssen einen Weg finden, mit dem Lohn, den wir unsere Arbeit vom Arbeitgeber bekommen auszukommen und trotzdem ein erfülltes Leben leben.

Manche von euch nehmen einen Job nach dem anderen an, um nicht nur über die Runden zu kommen, sondern vor allem seine vielen Hobbies finanzieren zu können, mit dem Preis eines möglichen Burnouts.

Der erste Schritt hierzu: innehalten und seine Prioritäten richtig setzen. Und bei allem Wunsch nach mehr Gehalt,  das Wohl von Körper, Seele und Geist hat oberste Priorität. Sollte es haben. Die Gier nach immer mehr Geld, dem Mammon brennt alle 3 Bereiche aus.

Wollt ihr das? Willst du weiterhin dich abrackern, nur damit die Welt der Reichen immer noch reicher wird? Wohl kaum. Denn es gibt einen bekannten Spruch: Wir arbeiten um zu leben, oder  leben, um zu arbeiten.

Eins ist klar, viele arbeiten, um zu leben. Doch welches Leben führen wir eigentlich? In unserem inneren Zerrissenheit wollen wir gerne von beiden Welten den Lohn einstreichen. Nur der Lohn dieser Welt, in der Welt, der ist vergänglich. Der Lohn, den wir vom Vater im Himmel erhalten, ist unverweslich.

Was wir tun können, jetzt damit anfangen, Schätze zu sammeln, und zwar Schätze im Himmel. Und diese bereichern unser Herz. Und da der Himmel sich eigentlich auch in unserem Herzen befindet, finden wir dort unsere Schätze.

Matthäus 6,21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

Doch womit können wir unser Herz, unsere Seele dauerhaft belohnen. Schließlich sind die irdischen Freuden ziemlich kurz. Woran erfreuen wir uns? Es geht um Nachhaltigkeit für uns selbst.

Was bietet die Bibel uns an? Sie nutzt auch andere Begriffe für Lohn. Dieses Wort ist gleichzusetzen mit Ernte. Zuvor kommt die Saat, also Investition. Wir investieren. Doch in was investieren?

Hierzulande, auf der Erde. Da gibt es tausende von Möglichkeiten. Unsere Investitionen könnten sein in:

·         auf dem Finanzmarkt

o   Immobilien / eigenes Haus

o   Aktien

o   Steuerparadiese

·         im Sportbereich

o   Eigene Fitness

o   Unterstützung des Vereins als Investor

o   Unterstützung des Vereins durch Erwerb von Fanartikeln

·         im Beruf

o   Fortbildung, um die Karriereleiter hochzuklettern

o   Freiwillig Überstunden für mehr Lohn

o   Studium, Bachalor-Abschluß

·         in die Familie

o   Kinder, die die eigenen Wünsche erfüllen

Das sind nur ein paar wenige, es gibt sicherlich mehr. Und in was investierst du? Und wer von euch investiert in sein eigenes Leben, so daß es entspannt und ausgeglichen ist, damit es ihm in dieser turbulenten und scheinbar chaotisch werdenden Welt trotzdem gut geht?

Die wenigsten, nehme ich mal an. In die o.g. Investitionsmöglichkeit verwende wir unsere gesamte Energie. Das Ergebnis heutzutage ist oft: Burnout, Depression, von einem guten finanziellen Ergebnis ganz zu schweigen.

Ich sage euch etwas. Es gibt eine Investitionsmöglichkeit, die sich tatsächlich auszahlt, nicht nur am Ende unseres Lebens: Wir investieren in unser eigenes Leben.  Hier in Deutschland gab es für eine gewisse Zeit die sogenannte „Ich-AG“. Diese  Definition können wir gut für das eigene Leben nehmen. 

AG heißt ja Aktien-Gesellschaft. Wenn wir Aktien beim Vater im Himmel erwerben, seid getrost, diese verlieren nie an Wert. Im Gegenteil, sie steigen stetig bzw. vermehrt sich. Unser Leben bekommt einen Mehr-Wert.

Da hier das Saat-Ernte-Prinzip zum Tragen kommt, schauen wir jetzt ganz genau hin, was wir säen wollen. Für die Nachhaltigkeit unseres Lebens kommt es zuerst auf die Qualität an, und je nach Saatgut auf die Quantität.

Zudem muß ich mein ICH anschauen. Aus welchen Anteilen besteht mein  Ich?  Was gehört zu mir? Was sind sogenannte Fremdanteile? Damit meine ich, daß andere dein Leben leben und du gelebt wirst.

Wir unterscheiden hierbei innere Anteile und äußere Anteile: 


Meine Äußere Anteile 


·         Herkunft:

o   Familie

o   Wohnort

·         Biografie

o   Verlauf meines Lebens

·         Beruf /Job / Studium

·         Beziehungen

o   Freunde

o   Bekannte

o   Nachbarn

·         Hobbies

·     u.v.m.



Meine Inneren Anteile


                       ·         innere Familie

o   innere Eltern

o   innere(s) Kind(er)

·         natürliche Gaben und Fähigkeiten

·     geistige Gaben und Fähigkeiten

·     Eigenschaften,

·     Persönliche charakteristische  Merkmale

·     Gefühle ,  Emotionen

·     u.v.m.



Nur um ein paar zu nennen. Da gibt es bei jedem einzeln noch mehr. Parallel stellen wir dazu fest, was nicht zu mir gehört, was nicht zu mir passt bzw. nicht mehr. Zudem schauen wir, was wir bewußt oder unbewußt von unseren Eltern übernommen haben, die jedoch nicht zu mir passen.

Schließlich sind wir alles Individuen. Jeder einzelne von uns ist einzigartig. Und es gilt jetzt, daß  du alles in dein einzigartiges Leben zu investierst. Aber ein Problem ist da noch, sagst du? 

Ja, das mit der Versorgung in dieser Welt. Du bist im beruflichen sehr gefordert? Oder mitten im Studium? Du fragst dich, wie ich das zeitlich alles regeln soll, wenn ich mein Leben nachhaltig verändern will.

Auch hier sorgt unser Vater im Himmel für dich.  Fange mit den Veränderungen im Kleinen an, in einem Bereich. Damit hast du schon genug zu tun, um Ordnung hineinzubringen. Dazu helfen auch Seminare, Seelsorgetage, Impulswochenenden als Inputs für die innere Weiterentwicklung. Nimm jedoch bitte immer das Thema, das dich in der jeweils aktuellen Situation besonders anspricht.

Schon im Vorfeld solltest du dein Arbeitspensum reduzieren. Ich meine diejenigen, die mehrere Jobs gleichzeitig haben um des Geldes wegen. Hinterfrage dich, ob du denn wirklich so viele bezahlte Jobs brauchst. Vor lauter Springerei von einer Job-Stelle zum anderen, da hast du doch wahrscheinlich kaum noch Zeit, das verdiente Geld auszugeben. Zusätzlich bleiben irgendwann deine Seele, dein Körper auf der Strecke. Willst du das?

Willst du das wirklich? Auf der Strecke liegenbleiben wie ein untrainierter Sportler, der am Marathon oder sogar beim Triathlon teilnimmt? Auf diese Weise machst du dich innerlich selbst zum Sklaven. Lohnt sich so ein Lebensstil?

Wenn du 1 Mose 3 liest, bevor unser Vater im Himmel die Schlange verflucht hat, und Adam und Eva quasi vor die Gartentür gebracht hat, lesen wir in Vers 8:  Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war.

Wir können davon ausgehen, daß unser Vater im Himmel regelmäßig bei den beiden vorbeigeschaut hat. Das zeigt uns, wir sollen gegen Abend mit der Arbeit aufhören und ein wenig Gemeinschaft mit ihm pflegen. Denn er will nicht, daß wir uns 24 Stunden am Tage abrackern, sondern uns auch erholen.

Mit dieser Bibelstelle können wir schon mal anfangen.  Die vielen Jobs reduzieren. Sowohl die bezahlten als auch unbezahlten (z.B. die ehrenamtlichen). Dasselbe gilt auch den vielen Hobbies. Da ist durchaus zu empfehlen, ob du dich auf das Hobby konzentrierst, das dir am allermeisten Spaß macht und vor allen Dingen kein Termindruck steht.

An diesen Punkt der Erkenntnis und Einsicht mußt du selbst gelangen, damit sich in deinem Leben etwas verändern kann. Schließlich schlagen wir nur allzu gerne die Warnungen unseres geliebten Umfelds in den Wind. Und selbst wir sollten uns zurückhalten mit Warnungen. Denn viele andere  befinden sich wie Du in einem Hamsterrad und müssen erst einmal aus diesem fallen, um mit dem Reduzieren anfangen zu können.

Ich weiß, noch immer ist nicht geklärt, wie wir als Arbeitnehmer uns weiter verhalten sollen, wenn wir einen Arbeitgeber wie Laban haben, der uns ständig um den vereinbarten Lohn betrügt. Auf Dauer geht das an die seelische Substanz.  Und fühlen uns mitunter wie Hagar, die sich unter die Hand von Sara beugen mußte. In  1 Mose 16 erfahren wir, daß der Vater im Himmel ihr Elend gesehen hat und auch gehört. 

Für uns bedeutet das, vorerst an diesem Platz zu bleiben und weiterhin treu seinen  Job zu tun. Das gilt auch für den Dienst in der Gemeinde, im Verein, bis die Zeit reif geworden ist, daß etwas neues kommt. 

Desweiteren überprüfen wir unsere Vorstellungen und Erwartungen von Lohn: was angemessen ist, in welcher Form wir den Lohn erhalten möchten.  In einem meiner anderen Artikel habe ich erwähnt, daß wir uns von unseren Vorstellungen lösen, sowie weg vom ergebnisorientierten und hin zu einem ergebnisoffenem Lebensstil.  Das gilt auch für den Lohn. So werden wir nicht mehr getrieben und geplagt von Sorgen und Ängsten.

Ich fasse kurz zusammen:

·         Im Alltag treu unsere Aufgaben erledigen, unseren Beruf auszuüben

·     Am Abend: Gemeinschaft mit dem Vater im Himmel pflegen, in welcher Form, bleibt dir selbst überlassen

·     Ergebnisoffen sein für die Art des Lohnes, den wir bekommen. Wir lösen uns so von innerem Druck und getrieben sein von Sorgen und Ängsten.

Verbleibt nun die andere Seite. Und zwar wir in der Rolle des Arbeitgebers.  Ihr müßt nicht einmal eine eigene Firma besitzen.  Es geht darum, wie entlohne ich beispielsweise meine Umzugshelfer aus meinem Bekanntenkreis oder ehrenamtliche Helfer in einem Verein.  Ihre Unterstützung sollte entsprechend belohnt werden.

Der Lohn muß nicht immer in „Geldform“ sein.  Bei den Umzugshelfern könnte die Entlohnung in Gestalt einer Einweihungsparty stattfinden bzw. im Gegenzug den Bekannten selbst zur Hilfe werden, wenn der Bedarf da ist. Im Verein kleine passende Geschenke, die ganz wenig kosten. Schließlich muß ein Verein auch auf seine finanzielle Lage Rücksicht nehmen.

Insgesamt sollten wir uns davon lösen, stets mit einem materiellen Geschenk die Hilfe zu belohnen, die wir bekommen haben. Damit könnten wir im schlimmsten Fall daneben liegen. Was ich damit meine, ist, daß das Geschenk unpassend sein könnte. Stattdessen ein dankbares Herz und selbst eine Hilfe zu sein, wenn unser Bekanntenkreis oder der Nachbar selber Unterstützung benötigt. 

Sei eine Hilfe ohne etwas Bestimmtes zu erwarten von dem, dem du gerade hilfst, gerade geholfen hast. Schon gar nicht, daß dieser dir dann hilft in ähnlicher Weise, wie du es getan hast. Denke daran, daß jeder seine eigenen Gaben und Fähigkeiten hat. 

Deine Hilfe kann in handwerklicher Unterstützung sein. Derjenige, dem du beispielsweise hilfst, hat „zwei linke Hände“,  aber stattdessen geistige Fähigkeiten wie das Beten für andere. Dann laß ihn für dich beten. So wird dir wiederum geholfen. Doch generell gilt: Unsere Erwartungen an die Art und Höhe der Entlohnung müssen wir gewaltig herunter schrauben.

Jakob kam zu seinem Lohn mit der eigenen großen Herde, indem er unserem Vater im Himmel treu geblieben ist. Josef, der erstgeborene von Rahel, wurde zum Vizepharao, nachdem er sich ebenso auf ihn verlassen hat und ihm und sich treu geblieben ist.

Und was ist wirklich unser Lohn? Welchen Lohn dürfen wir tatsächlich erwarten und in Empfang nehmen?

Der Vater im Himmel sagt über sich:

1 Mose 15,1       Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.

Eine ganz schön gewaltige Aussage: „Ich bin dein sehr großer Lohn“. Und vor allem: Groß, nicht klein. Er schenkt sich uns mit Haut und Haaren.  Da lohnt es sich wirklich, den Vater im Himmel selbst kennenzulernen.

Ich bin dein großer Lohn!

Was heißt das denn nun ganz genau für uns. Das ist mit unserem Verstand nicht zu ermessen. Und unser Herz kann es auch nicht so recht erfassen.

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Ich bin dein großer Lohn. Das müssen wir uns erst einmal auf der Zunge zergehen lassen wie ein Schokoladenstückchen, das wir im Munde zerschmelzen lassen.

 

Ich bin dein großer Lohn. 

Wir nehmen dieses Bild innerlich auf und lassen unsere Gedanken einfach mal fließen.


Ich bin dein großer Lohn!

Mann, ist das wirklich so? Papa im Himmel ist mein großer Lohn. So steht’s da, schwarz auf weiß.

Kann ich dem trauen? Ich habe gedacht, ich würde mit einem fetten Euro/Dollar/…. – Betrag entlohnt.

Der Vater reagiert auf meine Gedanken. Es kommt zum Dialog.

Vater:   Wieso das denn?

Ich:        Weil ich mit Geld einfach besser etwas anfangen kann als mit dir.

Vater:   Ach so ist das. Warum ist dir das Geld so wichtig?

Ich:        Weil, weil ja die anderen auch Geld für die Erfüllung ihrer Wünsche und Sehnsüchte   haben?

Vater:   Und du meinst, du bekämst deine persönlichen Wünsche und Sehnsüchte nicht erfüllt?

Ich:        Ähm, doch, vielleicht, ich weiß nicht.

Vater:   Bei mir hast du doch alles, dir gehört alles. Was mein ist, das ist auch dein. Du brauchst mich                     nur darum zu bitten > siehe Lukas 15 Der Verlorene Sohn

Ich:       Nun. Ja. Ähm. Du machst mich ganz verlegen.

Vater:   In der Welt bist du doch nur so etwas wie ein Tagelöhner.

Ich:       Ein Tagelöhner?

Vater:   Ja, alles, was du tust in der Welt, auch das berufliche, das nimmst und bekommst du aus                               meiner Hand. Ich bin es, der dich an den richtigen Arbeitsplatz in der Welt führt. Das einzige               wichtige ist, daß du, egal wo du dienst, treu bist in allem, wofür du eine Verantwortung                                   bekommst.

Lukas 16,10        Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist              auch im Großen ungerecht.

Vater:    Wer sich also in kleinen Aufgaben bewährt, dem kann ich eine größere Aufgabe zuweisen,                          denn ich bin sein großer Lohn.

Ich:        O.k., und was heißt das genau „ich bin dein großer Lohn“?

Vater:   Was steht denn über mich geschrieben in der Bibel?

Ich:        Gute Frage. So genau habe ich mich noch nicht damit auseinandergesetzt.

Vater:    Dann tu das mal.

Ich:        Die Bibel ist so umfangreich, wo soll ich denn anfangen?

Vater:   Theoretisch am Anfang. Doch das überlasse ich dir.

Ich:        Unter welchen Gesichtspunkten soll ich darin über dich forschen? Du weißt ja, das Buch ist so dick. Es               steht so viel drin.

Vater:   Spür in dir selbst nach. Der Lohn hängt direkt mit dir als Person zusammen.

Ich:        „In Jesus liegen alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis“

Vater:   Ja, das stimmt. Wir forschen gemeinsam, was mein Bruttolohn für dich ganz persönlich                                beinhaltet.

Ich:        Es geht um die Beziehung mit dir. Jesus hat das uns vorgelebt, seine Vater-Kind-Beziehung. Die                       Beziehungsebene ist die Grundlage, sie kommt noch vor jedem Job, vor jeder Berufung zu einem                     Dienst, einem Auftrag, den jeder für dich ausführen soll

Vater:   Das ist vollkommen richtig: Dein Lohn / euer Lohn ist unsere Beziehung und Gemeinschaft                           miteinander, und zwar eine sehr intensive und enge Gemeinschaft.

Vom Vater im Himmel dürfen wir diesen Lohnzettel in unseren Händen halten. 

Nebenstehend als PDF zum Download und Ausdrucken.

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