und weiter geht's


Der Mensch

1 Mose 1 + 2


Einleitung <> Was ist der Mensch,…?

Mein Einstieg in dieses Thema ist diese Bibelselle, die mir spontan eingefallen ist.

Psalm 8,4-10                      Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne,

                                               die du bereitet hast:

 

(5)                                          Was ist der Mensch,

               daß du seiner gedenkst, und des Menschen Kind,

               daß du dich seiner annimmst?

 

(6)Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.

(7)Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan:

(8)Schafe und Rinder allzumal, dazu auch die wilden Tiere,

(9)die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer und alles, was die Meere durchzieht.

(10)HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!

Ja, was ist der Mensch? Im Blick auf den Himmel, vor allem in der Nacht, wenn wir zu den Sternen hochschauen, ja, da kommen wir uns ja wirklich ganz winzig vor. Noch dazumal, daß wir ohnehin auf dem einzigsten Planet im ganzen Universum wohnen, der bewohnbar ist.

Was ist der Mensch? Wer ist er? Woher kommt er? Wohin geht er?

Das Wort Menschen taucht das erste Mal im Schöpfungsbericht auf. Es ist sehr interessant zu lesen, daß der Mensch erst am 6. Tag geschaffen wird und nicht schon zu Beginn am ersten Tag.

Was ist der Mensch? Wer ist er? Woher kommt er? Wohin geht er?

Lexikon zur Bibel S. 795 I

Die Bibel sieht und versteht den Menschen stets als Einheit, wenn auch von verschiedenen Seiten; sie spaltet ihn nicht in einen Widerstreit von Leib und Seele bzw. Geist.

Der Mensch als Ganzes ist (nicht hat) eine lebendige Seele ( 1 Mo 2,7).  Auch der Gegensatz von Fleisch und Geist meint immer den ganzen Menschen, der als solcher fleischlich oder geistlich gesinnt ist (Röm 8,5-9). Geist, Seele und Leib stellen zwar verschiedene Seiten des Menschen, jedoch keine selbständigen Teile dar.

Neben ihnen spricht die Bibel noch ein Viertes im Menschen an: das Herz als seine wesenhafte Mitte (Mk 12,30.33; Lk 10,27) Hier fällt die Entscheidung über das eigentliche Leben des Menschen, das Leben aus Gott, das ebenfalls in seiner Wirkung den ganzen Menschen erfasst und nicht auf irgendeinen Teil beschränkt bleibt ( 2 Kor 5,17; Eph 4,22-24; Kol 3,9f)

Wir gehen wieder systematisch vor, indem wir wieder die Begriffe unter die Lupe nehmen, die uns abstrakt vorkommen.

Als Grundlage verwende Ich hier meine Übersetzung (1 Mose 1,26.27 u.a.)


Adam > was bedeutet „Adam“?

Adam ist hebräisch.

PONS Kompaktwörterbuch S. 5

 

Adam

אָדָם

   coll. Menschen, Menschheit, Leute; Mann

·         Personenname

·         Ortsname

Gesenius S. 10

coll. Artbenennung des Menschen, die Menschheit oder (als Artbegriff) der Mensch,

im Gegensatz zu anderen Wesen,

·         besonders zu den Tieren > 1 Mo 1,26

·         zu Gott > 1 Sam 15,29

Wortverwandt durch eine veränderte Vokalisation sind

PONS Kompaktwörterbuch S. 5

Rot, rötlich, rötlichbraun

adom

אָדֹם

Rubin

Odäm

אֹדֶם

 

Alle 3 Worte bestehen aus         2 Silben:              A-Dam / A-Dom / O-Däm

·         Die letzte hebräische Silbe „Dam“ steht für Blut. Im Blut ist das Leben.

·     Die erste hebräische Silbe bzw. Symbol „Aleph“ steht für Haupt des Stieres, Herr.

Wer kommt nun ins Blut? >> Der Herr kommt ins Blut, ins Leben          

An anderer Stelle in der Bibel ist vom ersten und von einem letzten Adam die Rede:

1 Kor 15,45-49

Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen« (1. Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.

(46)Aber der geistliche Leib ist nicht der erste, sondern der natürliche; danach der geistliche.

(47)Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel.

(48)Wie der irdische ist, so sind auch die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen.

(49)Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen.


In der Schöpfungswoche geht’s um den ersten ADAM, den natürlichen


Der Mensch - ein Abbild des Vaters im Himmel

Und Elohim sprach: Wir wollen schaffen Menschen mit unserem Abbild  gemäß unserem Aussehen

PONS Kompaktwörterbuch S. 278 / S. 68

Bild, Abbild; Statue, Modell;

Götzenbild; Schatten, Phantombild

zäläm

צֶלֶם

Abbild, Nachbildung, Ähnlichkeit, Gestalt, Form, Aussehen

demut

דְּמוּת

 

Zugegeben, das hebr. Wort in der zweiten Zeile liest sich als Demut. Darauf will ich jedoch nicht eingehen.

Wie ist das denn nun mit dem  Abbild? Um welches Aussehen geht es denn genau?

Was ist ein Abbild?

etwas, das (den Charakter von) etwas genau zeigt. (Internet-Definition)

Bei  Neugeborenen fallen die Sprüche „Wie der Vater“ oder „Wie die Mutter“. Doch diese sind eher oberflächlich daher gesagt und beziehen sich auf Äußerlichkeiten wie Augen, Nase, Mund, Augen- und Lachfältchen, Form des Gesichts.

Beim Vater im Himmel geht’s viel tiefer. Es geht um seinen Charakter, sein Wesen. Er legt sein Bild von sich in uns hinein. Dieses Bild ist als Schatten, das einem Negativ in der Fotografie gleicht in uns

Dieses Bild ist in uns verborgen wie ein kostbarer Schatz.  Von Jesus wird gesagt, daß in ihm alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind

Kolosser 2,3       in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis

Anders ausgedrückt: In Jesus liegt das Bild über das Wesen des Vaters im Himmel verborgen, denn das Bild des Vaters ist der eigentliche Schatz. Unsere Aufgabe nun:  dieses Bild gründlich zu ergründen und seine Wesenszüge in uns wie ein Schwamm aufnehmen.

Frageblock > Abbild des Vaters im Himmel

·         Kommst du charakterlich mehr nach deinem Vater oder nach deiner Mutter, die dich gezeugt bzw. geboren haben?

·     Entdeckst du Charakterzüge bei dir, was dir im Zusammenhang mit deinem Umfeld (Freunden/Nachbarn/Kollegen, etc.) mehr schadet als nützt, die du unbewußt von deinen Eltern übernommen hast, weil du nichts anderes kennst?

Oder näherst du dich schon dem Wesen des Vaters im Himmel, das in Jesus sichtbar geworden ist, weil sie eins sind?


Der Mensch – männlich und weiblich

1 Mose 1,27              Und Elohim schuf die Menschen mit seinem Abbild, mit dem Abbild Elohims hat er ihn erschaffen, männlich und weiblich hat er sie geschaffen

Männlich , weiblich – was bedeutet das nun wieder? In meiner Übersetzung habe ich bewußt „männlich“ und „weiblich“ gewählt, weil es eher um sein Wesen geht.

PONS Kompaktwörterbuch S. 81 / S. 216

Männlich, das Männlich; Mann, Männchen

sachar

זָכָר

Weiblich, Mädchen, Frau

nekaba

נְקֵבָה

 

So ist der Vater  im Himmel beides:

·         männlich und weiblich

·      väterlich und mütterlich

Jesaja 66,13       Ich will euch trösten,  wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.

 

Psalm 103,13     Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten.

Allerdings könnten diese Tätigkeiten durchaus ausgetauscht werden.  Denn was ist männlich, was ist weiblich? Zum besseren Verständnis hat er diese beiden Aspekte nochmals sichtbar voneinander getrennt

Männlich             zum Geschlecht des Mannes gehörig : "der männliche Körper"

Weiblich              beim Menschen von dem Geschlecht, das Kinder gebären kann. "weibliche Nachkommen"

                                      (Internet-Definition)

Was ist männlich? Was ist weiblich? Wie versteht der Vater im Himmel diese beiden Aspekte? Wir blenden jetzt hier die Äußerlichkeiten einschließlich sämtlicher organischer Geschlechtsmerkmale aus und betrachten diese als Wesensteile. Und lösen uns von dem Bild über Männlichkeit und Weiblichkeit, das von der Welt, die den Vater im Himmel vergessen hat, uns vermitteln will.

Männlichkeitsmerkmale der Welt: z.B. gestählter Körper, starke PS-Schlitten, alles mitmachen, was                                                                           gerade angesagt ist

 

Weiblichkeitsmerkmale der Welt: z.B. Schönheits-OPs , um bestmöglichst auszusehen,

      Kleidergröße 32 statt 44 / 50

Das ist ein Zeitgeist, den wir besser nicht mitmachen.  Beim Vater im Himmel geht’s nie um das äußere Aussehen, sondern um den inneren Menschen.

Jeder von trägt beide Seiten in sich. Um in ein ganzheitliches Leben zu kommen, kurz gesagt, in ein inneres ausgeglichen sein, müssen wir dafür sorgen, daß beide Seiten beginnen, miteinander zu harmonieren. Das bedeutet für dich, wie für mich, beide Seiten anzuschauen.

Diejenige Seite, die ich mehr auslebe, muß lernen, sich zurückzunehmen, und der anderen Seite Raum geben. Vor allem sich gegenseitig annehmen. Beide Seiten in sich akzeptieren. Wenn ich als Frau eher die männliche Seite ausgelebt habe, ist es nun meine Aufgabe, meine weibliche Seite anzunehmen als meinen Teil von mir.

Umgekehrt wäre dies bei den Männern: Sind sie mehr weiblich gepolt, weil sie das männliche in sich ablehnen, warum auch immer, muß das Pendel Richtung männlich gehen.

Egal, welches Geschlecht du bist, wenn du das liest: Die Seite,  die zu sehr dominiert, muß Schritt für Schritt sich zurücknehmen, um dem „unterdrückten“ Teil wieder Raum und Luft zum Atmen zu geben, bis beide in Balance sind, wie bei einer Wippe, die bislang auf einer Seite unten war.

Über die männliche und weibliche Seite gibt es genug Info-Material  im Internet

Google unter den Begriffen "männliche und weibliche Gehirnhälften", und du wirst dich und dein Handeln besser verstehen. Setze dich mit beiden Hälften auseinander und überlege dir, auf welchen Seiten jeweils du so deine Probleme hast.

Eine Hilfe, damit beide Seiten (beide Gehirnhälften) in dir zusammenarbeiten, ist die, daß du sie als Paare ansiehst, wie Adam und Eva, die sich gegenseitig eine Hilfe sind.

Wir brauchen beide Gehirnhälften. Männer und Frauen brauchen einander. Und Männer und Frauen sollten auf gleicher Augenhöhe miteinander umgehen

Frageblock > männlich-weiblich

·         Welche Seite lebst du mehr?

·     Lebst du als Frau mehr die männliche Seite, weil du die weibliche Seite in dir nicht annehmen kannst? Oder möglicherweise auch, weil die weibliche Seite in dir massivst verletzt wurde?

·    Lebst du als Frau mehr die weibliche Seite, weil du die männliche Seite ablehnst? Weil  ein negatives Bild von der Männerwelt sich in dir entwickelt hat?

·    Dasselbe gilt für die männlichen Leser – nur umgekehrt

o   Lehnst du als Mann die weibliche Seite in dir ab, um nicht als Weichei und Softie zu gelten?

 

Jeder von uns trägt einen weichen und liebevollen Kern in sich, der nur von einer harten Schale umschlossen, die sanft aufgebrochen werden muß

 

·        Wie dick ist denn deine Schale? Oder Mauer?

·     Ist sie kilometerbreit (wie von München nach Hamburg) oder dünner (wie von deinem Wohnort bis zur Grenze deines Landkreises)

·    Aus welchem Material besteht deine Schale / Mauer? > aus dem härtesten Panzerstahl? Oder nur Ziegelsteine?


Der Mensch – ein Naturprodukt