Fortsetzung von Seite "Der Heilige Geist 4"
1 Mose 3,23 Und Jewa der Gottheiten vertrieb sie aus dem Garten Eden, um zu bearbeiten den Ackerboden, von dem er genommen worden ist. [meine Übersetzung]
1 Mose 3,24 Und vertrieb den Menschen und ließ wohnen östlich vom Garten Eden die Cherubim mit dem lodernden Schwert, die blitzen, um zu bewachen den Weg zum Baum des Lebens [meine Übersetzung]
Nanu, was ist denn da geschehen? Adam und Eva werden aus dem Garten rausgeworfen, vertrieben, verstoßen. Sie werden ihrer Heimat beraubt und landen dann draußen vor dem Garten.
So sind sie zusätzlich schutzloser, weil sie ja in einer Welt gelandet sind, die sie ganz und gar nicht kennen. Der Garten Eden war wie ein Nest, in dem sie geborgen und sicher waren.
Aber warum nur? Die Antwort finden wir in
1 Mose 3,22 Und Jewa der Gottheiten sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns betreffs des Wissens um Gut und Böse; damit er nicht ausstrecken wird seine Hand und nimmt auch vom Baum des Lebens und ißt und lebt für alle Zeit, [meine Übersetzung]
Antwort 1: Der Mensch ist geworden wie die Gottheiten und weiß nun um Gut und Böse
Antwort 2: Der Mensch wird ausstrecken seine Hand zum Baum des Lebens und von dessen Frucht essen, und dann für alle Zeit leben > in Unreinheit und Sünde
Auch wenn wir darüber entsetzt sind, im ersten Moment. Und das „vertreiben“ erst einmal ein starkes Verb. Wer will denn schon gerne von seinem bisherigen Platz weggeschubst werden.
Doch die 3 tun den Menschen, also uns, etwas Gutes bei genauerer Betrachtung. Damit sie nicht mehr verführt werden, bringt er sie hinaus. Nach einer gewissen Lebenszeit tritt auch der körperliche Tod ein.
Und das eigene Leben in Unreinheit und Sünde hat nun ein Ende. Auch wenn das körperliche Sterben keinem gefällt. Zumal das auch etwas ganz Neues ist für die damaligen Menschen.
Würde es dir gefallen, für alle Zeit mit einem Schuldgefühl leben zu müssen, und ohne Vergebung? Denn diese bestand damals noch nicht. Erst durch Jesus, der stellvertretend unsere Schuld am Kreuz gestorben ist, da ist es möglich ein für alle Mal Vergebung zu erlangen. Die ganzen Opfer an der Stiftshütte waren bis dahin nur ein Abbild dessen, was Jesus für uns getan hat.
Dadurch wurde die Tür zum Vater im Himmel, und zum Himmel wieder aufgemacht. Denn das Königreich der Himmel ist unsere geistliche Heimat. Wir sehnen uns seit der Vertreibung aus dem Garten Eden danach, wieder in der Nähe, in der Gegenwart unseres Vaters im Himmel zu leben – siehe Psalm 84
Jesus ist in den Himmel zurückgekehrt, um dort wichtiges für uns vorzubereiten:
Joh 14,2 In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu
euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?
3 Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.
Werden wir dann doch in den Himmel entrückt, von der Erde für immer weggenommen, geholt? Nach dieser Bibelstelle, und so wie sie übersetzt ist bzw. formuliert, also dann doch. Wenn wir diese für sich alleine nehmen, und nicht weiter in der Bibel nachforschen.
Daß Jesus wiederkommen will und wird, das ist bekannt. Da gibt es mehrere Bibelstellen dazu.
Während ich mir noch überlege, diese Stelle aus dem hebräischen ins Deutsche zu übersetzen, kam in den Sinn, bzw. wurde daran erinnert, daß wir ja seine lebendige Wohnung sind. Jesus kehrt zurück, um dann den Heiligen Geist zu senden, der uns dann, einen jeden von uns, in das Bild Jesu verändern wird.
Auch wir gehören in dieses Haus. Doch was ist mit HAUS gemeint? In diesem Zusammenhang dann doch das Reich, das Königreich der Himmel. Und mit vielen Wohnungen, sind nicht Wohnungen im klassischen Sinne gemeint, sondern „viel“ bedeutet „viel Platz“.
Das Königreich der Himmel hat reichlich Platz für jeden, der dort wohnen möchte. Und das Königreich der Himmel wird beim Kommen Jesu auf der Erde aufgerichtet. Denn im Vater –unser-Gebet sollen wir ja beten, „dein Reich komme“.
Er richtet sein Königreich auf der Erde auf, siehe Offenbarung 20. Und das Flüchtling-Dasein hat ein Ende. Unser Wandern auf der Erde hat uns nach etlichen Herausforderungen endlich nach Hause gebracht.
Mit dem Kommen des Königreiches der Himmel und dessen Aufrichtung sind wir endlich dort angekommen, wo wir wirklich hingehören. Unsere Sehnsucht hat sich erfüllt.
Dennoch sind wir bereits daheim: Durch unseren Glauben an Jesus, an den Vater im Himmel und an den Heiligen Geist ist das Königreich der Himmel bereits in uns. Wir sind daheim angekommen, auch wenn dieses Reich noch nicht für alle sichtbar geworden ist.
Der Geist spricht mit uns Menschen, und wir mit ihm. Er gibt nicht nur Weisungen und Gebote. Er führt mit uns Gespräche. In der Bibel finden wir einige Stellen, in denen ein Dialog entsteht.
1 Mose 3
nachdem Adam und Eva die Frucht der Schuld und Unreinheit genommen haben, die Trennung von Gott, kommt der Jewa / Jehowa und fragt nach, was geschehen ist, und weiß auch, was zu tun und anzuordnen ist.
» Auszug aus dem Paradies, weg aus der geistlichen Heimat, und doch noch nah genug
» siehe auch Artikel „Besuch im Garten Eden“
1 Mose 4
Jewa sieht den Grimm, den Zorn Kains und will mit ihm darüber reden, weil er ahnt, was dann passieren würde. Dieser schlägt jedoch das Gesprächsangebot aus und bringt stattdessen seinen Bruder Abel mit einem Stein. Die Konsequenz:
» Kain wird bestraft und muß noch weiter weg ziehen von der geistlichen Heimat. Zudem sorgt er dafür, daß Kajin wiederum nicht selber umgebracht wird.
» siehe auch Artikel „Kajin und Hevel“
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Du hast in dir den Himmel und die Erde
Hildegard von Bingen