Themen:

Alle Welt / Einerlei / Babel

Nimrod 

Peleg und Jaktan



Länder – Völker - Sprachen


Länder – Völker – Sprachen. Zu diesen Themen tauchen zusätzliche Begriffe auf wie „alle Welt“ und „Einerlei“. Außerdem gibt es bei 2 Personen in der Stammbaum-Liste eine nähere Beschreibung in Kurzfassung. Hinzu kommt die eine Auflistung von Städten, die gebaut werden.

Doch ein Schritt nach dem anderen. Wir beginnen mit „alle Welt“.


Alle Welt

Was ist mit „Welt“ hier gemeint? Dieses Wort erscheint in verschiedenen Zusammenhängen. Da ist zunächst  einmal die Gesamtheit der Menschen auf der ganzen Erdkugel. Desweiteren geht’s um den Lebensraum, das Wohngebiet der Menschen.

In unserem Fall ist mit "Alle Welt" unser Herz, unsere Seele gemeint. Bevor es zum Bau des Turmes gekommen ist,  gab es keine unterschiedlichen Sprachen und Worte. Auch nicht in uns selbst. Unsere Welt war am Anfang unseres Lebens noch völlig in Ordnung. Das belegen verschiedene Übersetzungen:


Luther  1984 /2017                                        

Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache

Elberfelder                                                      

Und die ganze Erde hatte eine Sprache und einerlei Worte.

Hoffnung für alle                                           

Damals sprachen die Menschen noch eine einzige Sprache, die allen gemeinsam war.

Gute Nachricht Bibel                                    

Die Menschen hatten noch alle dieselbe Sprache und       gebrauchten dieselben Worte

Neues Leben. Die Bibel                                               Damals sprachen alle Menschen auf der ganzen Welt

die gleiche Sprache.


Schlachter 2000                            

Und die ganze Erde hatte eine einzige Sprache

und  dieselben Worte.

Neue Evangelische Übersetzung            

Die Menschen hatten damals alle noch dieselbe Sprache und dieselben Wörter. 

Züricher Bibel                                                  

Alle Bewohner der Erde aber hatten eine Sprache             und ein und dieselben Worte

Einheitsübersetzung                                    

Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte.

Menge                                                               

Es hatte aber die ganze Erdbevölkerung eine einzige         Sprache und einerlei Worte.



Einerlei

Einerlei. Nein, damit ist nicht etwa die Gleichgültigkeit gemeint. Mit diesem Begriff können wir nicht ganz so viel anfangen, wenn wir die Luther-Übersetzung nehmen. Klarer und verständlicher sind die Worte

·        Einzige

·    Dieselbe

·    Gleiche 

Daher war es auch möglich, daß die Menschen in der Lage waren, ein gemeinsames Großprojekt zu planen und umzusetzen. Sie konnten sich einigen, einen Turm zu bauen, den ersten Wolkenkratzer in der damaligen Zeit. Jedoch nicht, damit der Name des Vaters im Himmel weltweit bekannt wurde. Nein, die Menschen wollten sich einen Namen machen.

Dem Vater im Himmel hat dies allerdings nicht gefallen. Die Folgen:  Der Vater im Himmel kommt und setzt dem ganzen Treiben ein Ende, indem er  unsere Sprache verwirrt.  In unserer Seele wird alles durcheinander geworfen. 

Wie kommt es dazu? Wenn in uns, d. h. in dir, in mir alles wohl geordnet ist, dann ist für uns alles möglich. Wir befinden uns im Glauben, alles erreichen zu können, was wir uns vornehmen. Nur so unbegrenzt sind wir nun doch nicht. Erst recht nicht, wenn wir den Vater im Himmel nicht mit in unsere Pläne einbeziehen. 

Außerdem brauchen wir Grenzen, damit wir nicht ausufern, und dann etwas umsetzen wollen, was ganz und gar nicht dem Willen des Vaters im Himmel entspricht. Denn er setzt uns Grenzen, und das sehr konsequent. Wie er das macht, und wie es zum sprachlichen Chaos gekommen ist, sehen wir, indem wir Teil dieser Menschen werden, die nach der Flut gelebt haben.

Hierbei lassen wir unsere Gedanken fließen. In diesem Artikel sind es die meinigen. Ich ermutige euch, selbst eure Gedanken fließen zu lassen und aufzuschreiben, ähnlich wie bei unserer Zeit in der Arche.

Oh je, was haben die denn vor? Aber das ist keine schlechte Idee, das mit dem Turmbau und einer großen Stadt, als Zentrum, Mittelpunkt, um hier mit dem Vater im Himmel in Verbindung zu treten.

Los auf, mein Herz, wir machen da mit. Eine Wohnstatt für den Vater im Himmel und wir, die Menschen nach der Flut, werden bekannt über die ganze Erde. 

Und alles kommt und betet diesen Turm an. Echt stark!

 Eine gewisse Zeit vergeht. Wir sind kräftig am Bauen.

Wir sind ja schon ganz schön weit mit dem Bau unseres Turmes und der Stadt gekommen. Dadurch, daß wir uns blendend verstehen, geht die Arbeit rasch von der Hand. Die Ideen, die jeder hier so einbringt, werden sofort verstanden.

Nanu, was geht denn hier ab? Plötzlich ein schrilles lautes Pfeifen. Wo kommt das denn her? Und die Bäume, vor allem die Pappeln biegen sich im Wind. Was heißt hier Wind? Es stürmt ganz gewaltig. 

Jeder von uns hält inne mit seiner Arbeit. Und alle schauen verwirrt drein. Auch ich. Was ist denn da los?

Oh Gott, der Vater im Himmel. Und wir haben auch noch gesündigt. Wir haben uns erhoben über ihn, über seine Position. Ihm gebührt die Ehre. 

Nur. Es ist zu spät. Nach dem Sturm erhebt sich ein Sprachwirrwarr. Plötzlich reden alle so komisch.  Da! Ich höre, wie ein paar meine Sprache sprechen. Und dort, in einer anderen Ecke der Stadt, gibt es auch welche. 

Und trotzdem. Wir verstehen uns nicht mehr. Ich weiß nicht, was der andere von mir will, weil ich seiner Sprache nicht mächtig bin. Oh weh. Ich lasse besser meine Arbeit liegen und halte mich an die, die meine Sprache sprechen.

Wir haben also gesündigt. Wir haben gegen die Ordnung und die Gebote des Vaters im Himmel verstoßen. Und der Wind, d. h. vielmehr dieser Sturm zieht durch unsere Seele hindurch und wirft alles durcheinander. 

Heftige Stürme kennen wir auch so aus der Natur. Da wird auch vieles durcheinandergewirbelt. Unsere Seele ergeht es ebenso. Wir haben nicht nur ein Verständigungsproblem mit uns selbst, auch verstehen wir den Willen des Vaters im Himmel nicht mehr. Wir sind der Ursprache nicht mehr mächtig.

Im äußeren Leben geht’s uns ja ähnlich. Wir sind der Sprache eines anderen Landes nicht mächtig. Gut, heutzutage ist es kein Problem mehr, eine für uns zunächst fremde Sprache zu sprechen. Im Internet gibt es mittlerweile auch Übersetzungsprogramme, um weltweit miteinander kommunizieren zu können.  

Diese Kommunikationsschwierigkeiten innerhalb der eigenen Seele führen immer wieder zu Mißverständnissen. Wir sind unfähig geworden, klar und deutlich unsere Anliegen zu formulieren. Dieses Problem verursachen unsere inneren Seelenanteile. Das innere Hin und Her bekommen wir nur gestoppt, indem wir jeden einzelnen Anteil wieder in uns integrieren. Bitte stellt euch darauf ein, daß das eine Zeit dauern kann, bis ihr mit euren inneren Kindern und inneren Erwachsenen zu einer Einheit zusammengewachsen seid. 

Was ist geschehen? Wie kommt es nun zu Mißverständnissen? Woher kommt denn nun tatsächlich dieses Chaos in uns? Wie beim Turmbau, dessen Spitze den Himmel berührt, wollten auch wir hoch hinaus. Auf diese Art und Weise nehmen wir das Leben um uns herum nicht mehr wahr. Wir halten uns für etwas besseres.  Und verlieren etwas ganz entscheidendes aus unseren Augen: unsere Wurzeln, unsere Herkunft. Den Vater im Himmel vergessen wir ebenso.

Wir vergessen dabei, daß wir die Erde bevölkern sollten. Nach oben streben, davon hat der Vater im Himmel niemals etwas gesagt. Was macht er mit Hochmütigen?

Jakobus 4,6        »Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.«

Die Erkenntnis daraus:

 

Sirach 3,30          Denn Hochmut tut niemals gut, und nichts als Unheil kann daraus erwachsen.
     31 Ein vernünftiger Mensch lernt die Weisheit,
     32 und wer sie lieb hat, der hört aufmerksam zu.

Die Menschen sind also hochmütig geworden. Sie werden es auch heute noch. Und wir stehen stets in der Gefahr, selbst hochmütig zu werden. Die Geschichte lehrt uns, daß die Menschheit nichts aus den vergangenen Fehlern gelernt hat, um es besser zu machen.  Nach der Flut sollten wir doch eher demütig sein und wieder unseren Auftrag erfüllen.

Was hat die Menschen damals dazu gebracht, hochmütig zu werden? Was ist überhaupt Hochmut?

Lexikon zur Bibel S. 538

Hoffart ist ein Ausdruck, den nur noch die LÜ verwendet, gemeint ist der Hochmut. Beide Wörter (im Dt. ursprünglich positiv verstanden) haben in der Bibel immer eine widergöttliche Bedeutung.

 

Wo der Mensch sein will wie Gott (1 Mo 3,5) und den „Griff nach den Sternen“ wagt, ist nach dem Griech.  (hyperäphania, Mk 7,22) wörtlich ein „Über-Scheinen“, eine Lüge. Dieses Verlangen nach dem Schein, der über das hinausgeht, was wesenhaft vorhanden ist, dieses Scheinmanöver ist Satans Ursünde.

Hochmut ist also ein „Mehr-Sein-Wollen“  als das, was man in Wirklichkeit ist. An einem Turm ist zunächst nichts schlechtes dran. Türme sind dazu da, um etwas zu bewachen. Wobei, unter diesem Aspekt gesehen, ein Hochmütiger wacht darüber, daß andere eher unten bleiben.

Und wie heißt so schön: „Hochmut kommt vor dem Fall“. Eine andere Stelle in der Bibel: 

Matthäus 23,12                Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt;                                                                                                            und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.

Deutlich gemacht in 1 Mose 11 mit dem Turm zu Babel. Die Erniedrigung bekamen die Menschen in vollem Umfang durch die Handlung unseres Vaters im Himmel zu spüren. In diesem Fall durch Sprachverwirrung.

Was würde bei uns passieren, wenn wir hoch hinaus wollten? Wir würden ziemlich hart auf dem Boden aufschlagen. Bei den psychisch angeschlagenen Personen wäre das der Wechsel von himmelhochjauchzend hin zu Tode betrübt. So ein Gefühl könnte  das bei denen sein, die hoch hinaus wollen, an die Spitze und dann tief hinunterfallen.


Deine / eure Aufgabe > Alle Welt / einerlei Zunge und Sprache

·         Schaut euch jeden einzelnen Turm an, den ihr gebaut        habt

  •  Fragen:

Wie heißt dieser Turm?

o   Warum habe ich diesen Turm so benannt?

o   Was wollte ich damit erreichen?

o   Warum konnte ich den Turm nicht zu Ende bauen?


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Länder – Völker – Sprachen. Die Menschen fingen an Städte zu bauen. Eine davon, die als erstes genannt wird, das ist

Babel

Die erste Stadt, die in der Bibel genannt wurde, das war Henoch, lange Zeit vor der großen Flut.

In 1 Mose 10 erfahren wir von Städten, die immer wieder eine gewisse Rolle spielen. Dazu zählen Babel und Ninive. Babel oder auch Babylonien kommt am häufigsten vor. Von Ninive hören wir im Buch Jona wieder.

Lexikon zur Bibel S. 132 > Babel, Babylonien

Im Alten Testament:

 

Babel oder Babylon wird zuerst bei der Gründung des Reiches Nimrods (1 Mo 10,10) und dann beim Turmbau (1 Mo 11,9) genannt. Hier wird der Name mit „verwirren, zerstreuen“ in Verbindung gebracht. Das hebräische babäl und das griech./lat. Babylon geben das baylonische bab-ili wieder, eine Übertragung des sumerischen Namens kadingir-ra, „Gottespforte“. Bereits im Bericht vom Turmbau kommt zum Ausdruck, was Babel im AT verkörpert: Zentrum und Symbol der widergöttlichen Weltmacht. Der Turm von Babel ist das warnende Wahrzeichen der Überhebung des Menschen und der daraus folgenden Sprachenverwirrung und Zerstreuung der Völker.

Babel ist also das Zentrum und Symbol der widergöttlichen Weltmacht. Auch wir tragen Reste dieses Babel und den Turmbau in unserem Herzen. Denn wir haben nach wie vor die Neigung, uns hier und da zu überheben über den Vater im Himmel, weil wir der Meinung / Ansicht sind, es besser zu wissen. 

Die Konsequenz daraus ist dann meistens, daß wir dann nach einer gewissen Zeit hart auf den Boden fallen, auf unsere „Schnauze“ sozusagen. Diese Erfahrung habt ihr bestimmt schon einmal gemacht. Jetzt stellt sich die Frage: Wie können wir dem vorbeugen?

Indem wir beispielsweise uns nicht fixieren und versteifen auf unsere Pläne und Vorstellungen. Wir sollten uns offen halten für die Ergebnisse, die der Vater im Himmel uns liefert, und weniger auf bestimmte Ergebnisse orientiert sein (was am Ende heraus kommen soll). 

Ebenso verhält es sich mit den Wegen, die wir hier einschlagen. Manchmal kann es wohl sein, wieder umzukehren und zurück zu der Abzweigung, die wir schon gesehen haben. Und nicht immer ist der leichteste Weg auch der richtige Weg, der uns zum Ziel bringt. 

Ein Weg, auf dem Hindernisse zu überwinden sind, hilft uns sogar eher, uns persönlich weiter zu entwickeln. Wir lernen hinzu, was unserer Seele uns durchaus gut tut. Erfolgserlebnisse erfreuen uns dadurch ja umso mehr.

Deine / eure Aufgabe > Babel

  • Malt für euch eine Wegekarte / Straßenkarte eures Herzens.  
  • Auf dieser Karte zeichnet ihr eure bisherigen Wege und Entscheidungen in allen Lebensbereichen nach.  
  • Diese Karte sollte alle möglichen Arten von Pfaden, Trampelpfaden, Höhenwegen, Autobahn, u.ä. enthalten.
  • Schaut eure Karte an. Ihr stellt fest, daß es durchaus nicht immer geradlinig war.

Fragen hierzu wären:

·         Hätte ich lieber die Abzweigung nehmen sollen, anstatt an meinem persönlichen Turm zu bauen?

·     Warum wollte ich lieber den breiteren Weg (Autobahn) nehmen statt den schmalen Weg

·     Wo bin ich auf eigene Faust abgebogen und habe nicht mehr der Führung des Vaters im Himmel  vertraut?


Länder – Völker – Sprachen.  Über 2 Personen in der Stammbaum-Liste, in der Völkertafel erfahren wir mehr. Da ist einmal NIMROD, der andere PELEG. 

Nimrod

NIMROD war der erste Herrscher überhaupt.  Leider gibt die Bibel darüber nicht viel her an Informationen. Doch in uns steckt mit Sicherheit auch ein Nimrod. Mehr über seinen Namen im Abschnitt „Nimrod und Merodach“

1 Mose 10,8       Kusch aber zeugte den Nimrod. Der war der Erste, der Macht gewann auf Erden,
9 und war ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN wie Nimrod.
10 Und der Anfang seines Reichs war Babel, Erech, Akkad und Kalne im Lande Schinar.
11 Von diesem Lande ist er nach Assur gekommen und baute Ninive und Rehobot-Ir und Kelach,
12 dazu Resen zwischen Ninive und Kelach. Das ist die große Stadt.

Macht

Der erste, der Macht gewann. In uns steckt ebenso ein Nimrod. Doch erst einmal schauen wir uns an, was MACHT ist. Denn Macht ist nicht gleich Macht. Es gibt verschiedene Arten von Macht. 

Nach der Definition im Internet ist

Mạcht

Substantiv [die]

1.

die Möglichkeit oder Fähigkeit, dass jmd. etwas bewirken oder beeinflussen kann.

"Ich habe alles getan, was in meiner Macht stand."

Synonyme:

VermögenFähigkeitAutorität

2.

die Gewalt, die jmd. aufgrund seiner Position oder seines Amtes hat, so dass er über andere bestimmen kann.

"Er hat schon seit langem versucht, an die Macht zu kommen."

Synonyme:

Herrschaft

3.

Stärke.

"Die Macht der der Gewohnheit/der Liebe war stärker."

Synonyme:

KraftWirkung

4.

ein (bedeutender) Staat, eine einflussreiche Gruppe.

"Die Krieg führenden Mächte waren zu Verhandlungen bereit."

5.

etwas, das geheimnisvolle Kräfte hat.

"Sie sprachen von den Mächten der Dunkelheit."

Grundsätzlich geht es um Einflußnahme. Da gibt es zweierlei Richtungen: einmal zum positiven und einmal zum negativen.

Im Negativen wird die Macht mißbraucht zum Unterdrücken von Menschen, die nicht in das Schema desjenigen passen, der die Herrschaft innehat. Ebenso lenkt er das Volk so, daß diese das tun, wozu er aufruft. Bei Nimrod war das vor allem der Bau des legendären Turmes.

Macht im Guten lenkt die Menschen, Menschengruppen so, daß es ihnen auch gutgeht und nach Möglichkeit auch keine Gruppierung zu kurz kommt.

Zugegeben. Macht hat auch seine Grenzen, kommt an seine Grenzen, wenn bestimmte Anliegen nicht durch- und umgesetzt werden können, weil die andere Seite nicht mitzieht, nicht entgegenkommt. 

Alle oben genannten Formen hat jeder von uns sicherlich schon kennengelernt in der einen oder anderen Situation.

Zu 1:      Du hast alles getan, was in deiner Macht stand. Mit dieser Macht ist gemeint, daß du entweder für dich                             selbst oder stellvertretend für eine andere Person etwas zu tun. Beispielsweise einen gemeinsamen Freund /                 Freundin von einer falschen Entscheidung abzuhalten

Zu 2:      über andere bestimmen zu wollen. Nur damit ein anderer nicht mehr über mich bestimmt. Das kennt ihr                        sicherlich ebenso.

Zu 3:      Ja, ja . unsere lieben Vorsätze, die wir zu jedem Jahresbeginn uns vornehmen. Oft genug scheitern wir doch,                 diese konsequent durchzuhalten.

Zu 4:      Staaten können nur mächtig sein, wenn sie viel Geld haben, wirtschaftlich sehr gut dastehen oder in der                        Lage sind, eine sehr große Armee aufzustellen

 

Zu 5:      Diese Mächte der Dunkelheit gibt es wirklich und versuchen die Menschen unter ihre Herrschaft zu bringen,                 um sie dem Reich Gottes zu entfremden

Diese Mächte bestimmen über unser Leben und unser Handeln. Und wenn es diesen Mächten gefällt, bringen sie uns in eine Machtposition. Wer da unbedingt nach oben will, um an der Spitze zu stehen, muß sich auf sie einlassen. Im Laufe der Zeit sind sie nicht mehr sie selbst. 

Das schlägt sich vor allem auf ihre Körperhaltung und ihre Reaktionen nieder. Stolze Menschen sind hoch aufgerichtet. Es gibt Personen, die sich irgendwie innerlich zurückgezogen haben, erkennbar an kleinen zusammengekniffenen Augen. Wenn es nicht nach ihrem Willen geht, fangen sie sofort an zu schreien, unterstellen ihrem Umfeld Handlungen, die jedoch von der mit dunklen Mächten zusammenarbeitenden Person ausgeführt werden. 

Weiter sehen sie in jedem Menschen einen Feind. Wer aufmerksam die Nachrichten verfolgt und auf die Körperhaltung, Reaktionen, Gesten und Mimik achtet, über die berichtet wird, erkennt bald, was sie offenbaren und was sie zu verbergen suchen.

Ich schlage nun den Bogen zu jedem von uns selbst. Wir schauen auf uns selbst. Auch wir werden von dunklen Mächten gerne zu Handlungen und Reaktionen verleitet, die dazu führen, daß sich manche um uns herum von uns distanzieren und meiden. Auch wir suchen zu verbergen oder die Menschen an der Nase herumzuführen. Dabei lügen wir uns letztendlich selbst in die eigene Tasche. 

Deine / Eure Aufgabe > Macht / Mächte

  • Achtet doch für einige Zeit auf eure Körperhaltung, Gestik, Mimik und eure Reaktion auf das Verhalten eures Umfeldes.
  • Hinterfragt euch, besonders bei den aggressiven Reaktionen eurerseits, welcher rote Knopf losgegangen ist.  Dieser Knopf ist ein Alarmknopf und wird insbesondere bei bestimmten „Reizwörtern“ aktiviert. Schaut euch diese genau an, arbeitet euch zur Wurzel durch und entschärft diesen roten Knopf. Vielmehr: legt ihn lahm.
  • Die Mächte, die meist dahinter stecken, sind Verhaltensmuster, Festlegungen, die im Laufe eures Lebens durch weitere Dejavue-Erlebnisse an Macht zugewonnen haben. Die Mächte der Finsternis freut es, insbesondere den Luzifer, wenn wir diese Muster ausleben. Er kennt unsere Schwachstellen, wie die erwähnten Reizwörter und offene Türen. 

 

Bittet Erzengel Michael um Unterstützung im Kampf gegen diese Mächte. Zieht dabei auch die Waffenrüstung an

·         Welche Körperhaltung nehmt ihr ein, wenn sich Ängste bei euch melden?

 

·     Welche Körperhaltung nehmt ihr ein bei, …? > Probiert das mit aus mit verschiedenen Gefühlen, Herzenshaltungen. 

Ihr merkt sicherlich, daß ihr euch gedanklich steuern könnt. Gedanken und Gefühle beeinflussen sich zwar gegenseitig. Doch durch eine neue innere Haltung kann ich beides lenken, so daß mich weder Gedanken noch die Gefühle gefangen nehmen. Gefühle vor allem nur noch wahrnehmen, gelassen bleiben, und zu guter Letzt nicht mehr so schnell in Panik zu verfallen

Ich gebe zu, das ist eine Übungssache. Es dauert seine Zeit, bis im Umgang mit Gefühlen geübt bist.

Nimrod und Merodach (Marduk)

Weshalb Nimrod an Macht gewonnen hat, das läßt sich von der Stadt BABEL herleiten.

Lexikon zur Bibel S. 132

Nach der babylonischen Tradition wurde Babel vom Gott Marduk gegründet und ca. 2350 v.Chr. von Sargon zerstört.

 

Hebräisch: „merodach“

Laßt uns die Namen NIMROD und MERODACH in ihrer hebräischen Schreibweise anschauen           (PONS S. 189):

Nimrod

נִמְרֹד

Merodach

מְרֹדָךְ

Auffallend sind 3 Buchstaben, die bei beiden vorkommen:        מרד

Diese 3 bilden die Wurzel und bedeuten als Verb: „abfallen, abtrünnig sein, sich auflehnen“. Das Hauptwort ist „Auflehnung“

Somit ist wohl auch klar, weshalb es zum Bau eines Turmes gekommen ist. NIMROD steht nicht nur als einzelne Person, sondern als die Gesamtheit aller Menschen, die sich gegen den Vater im Himmel auflehnen.

Sich gegen den Vater im Himmel auflehnen, das gehört zu unserer eigenen inneren Entwicklung dazu. Nur dabei darf es nicht bleiben. Sich mit dem Vater wieder zu versöhnen, mit seiner Umwelt sich zu versöhnen und vor allem mit sich selbst – dies dürfen wir nicht vergessen.

Das sich Auflehnen, die Rebellion findet zumeist in der Jugend statt, in unserer Pubertätsphase. Wir erkennen das auch im Wort Schinear, (PONS S. 349)

Schinear

שִׁנְעָר

Wir nehmen weg den ersten Buchstaben von rechts und erhalten das Wort „Na’ar“ bzw. „No’ar“, je nach Vokalisation (PONS S. 212)

Schinear

שִׁנְעָר

Junge, junger Mann,

נַעַר

Jugend

נֹעַר

Deine / Eure Aufgabe

  • Schau bei dir deine einzelnen Lebensbereiche an, und deine inneren Herzensbereiche. In welchen rebellierst du aktuell.
  • Nimm ein wenig Abstand,  und betrachte dein auflehnendes Verhalten von Ferne. Beobachte dich selber. Und frage dich: Warum lehne ich mich auf? Warum rebelliere ich gegen das, was der Vater im Himmel bzw. meine Eltern zu mir sagen? Könnten sie evtl. nicht doch recht haben?
  • Hast du nun den Grund herausgefunden, meistens ist das ein vermeintlicher Mangel in deinem Leben, so schaue nun auf das, was du wirklich hast.

 

 

 

Die Wahrheit ist: Es gibt keinen Mangel in deiner Seele. In dir ist alles vorhanden. Die Bedürfnisse über die materielle Welt zu stillen, das funktioniert nur kurzfristig.  Unsere Seele ernährt sich von innen her. Und dort liegt unsere Quelle des Lebens. Das einzige, was zu tun ist, sich wieder mit der inneren Quelle zu verbinden. Denn dort finden wir wirklich alles, was wir zum Leben brauchen.

Ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn

Was hat das denn zu bedeuten? Wie wir doch gelernt haben, geht’s in der Geschichte mit dem Turmbau zu Babel um Auflehnung gegen den Vater im Himmel in unserer Jugend. Wir wollen ja durch diesen Turm zeigen, wer wir sind.

Jäger. Ein Jäger jagt bekanntlich das Wild in der Natur. Was aber jagen wir denn so in bezug auf das, was wir vorher erarbeitet haben? Eventuell verstehen helfen uns die Aufgaben eines Jägers weiter:

 

Lexikon zur Bibel S. 573

Zur Jagd hob man Fallgruben aus (Ps 7,16, 9,16), in die das Wild stürzte

 

Der Jäger stellte Netze (Ps 57,7), Fallstricke und Schlingen (Ps 69,23; 140,6; 141,9) auf.

Das Universal-Lexikon (deacademic.com) schreibt hierzu:

 

Mit dieser scherzhaften Umschreibung kennzeichnet man jemanden als einen begeisterten, passionierten Jäger. Der Ausdruck wird häufig auch auf andere Bereiche übertragen, sodass man etwa von einem gewaltigen (gelegentlich auch: großen) Redner oder Esser vor dem Herrn sprechen kann. Die Ausdrucksweise geht auf eine Stelle in der Bibel zurück. Im 1. Buch Mose (10,9) heißt es von Nimrod, einem Nachkommen von Noah: „ … und war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn wie Nimrod“

Mit dieser Erklärung kommen wir doch schon erheblich weiter. Nimrod war demnach ein großer Redner. Damit können wir schon mehr anfangen. Er wußte wohl die Menschen für sich zu gewinnen. Auf diese Weise hat er erreicht, daß der Turm in Babel gebaut wurde. 

Solche Menschen gibt es heute noch, die große Reden halten und viele, ohne groß nachzudenken, diesen Redner folgen, und zu Handlungen verleitet werden, die sie sonst nie tun würden.

Deine / eure Aufgabe

  • Prüfe dein Herz sowie die Bereiche deines Lebens unter dem Aspekt, wo du den großen Redner folgst bzw. gefolgt bist
  • Prüfe dein Herz sowie die Bereiche deines Lebens unter dem Aspekt, wo du selbst  große Rede hältst bzw. gehalten so daß die Menschen dir folgen / gefolgt sind.
  • Bringe deine Erkenntnisse zum Vater im Himmel und kehre um von deinem bisherigen Weg. Beginne neu auf den Vater im Himmel zu hören.

 

 

 


Peleg und Jaktan

In 1 Mose 10 gibt es noch 2 weitere Personen, über die näher berichtet wird. Das sind zum einen Peleg und zum anderen seinen Bruder Jaktan.

Peleg:   in seinen Tagen ist geteilt worden die Erde

Das Verb hierzu (PONS S. 262)

geteilt werden, (Zunge) teilen, Sprache verwirren

פלג

Über Jaktan steht zwar nichts näheres, doch über das Wörterbuch, den PONS , kommen wir der Bedeutung seines Namens auf die Spur.

 

Jaktan

יָקְטָן

Wir lassen den ersten Buchstaben weg (von rechts gesehen) und erhalten dieses Wort und dessen Bedeutung. (PONS S. 289)

 

Zu wenig sein; kleiner machen, verringern

קטן

klein; jung; der,die Jüngere, Jüngste; gering, unbedeutend

קָטָן

klein, jung; der Jüngere, Jüngste, gering, unbedeutend

קָטֹן

Die Welt teilt sich, unser Herz teilt sich. Und im Laufe der Zeit fühlen wir uns gering, unbedeutend, während es andere Menschen gibt, die sich zu mächtigen Personen hochschwingen. Die Welt fällt in ein Ungleichgewicht.

Die einen sind oben, andere unten. Die Schere geht auf. Die, die oben sind, setzen gerne noch eines drauf. Durch destruktive Sätze wie „Das kannst du nicht“, „du bist dafür zu dumm“ und viele ähnliche Worte verringern sie unseren Selbstwert. Wir fühlen uns minderwertig.

Dabei ist dieses Gefühl in Wahrheit ein Trugschluß. Mag uns diese Welt uns als „Abfallprodukt“ behandeln, als „Fußabtreter“. In den Augen unseres Vaters im Himmel sind wir wertvoll.

Wir sind in seinen Augen wert geachtet.



Copyright:  Silke Maisack